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"Keine Akzeptanz": Was diesen Sommer in vielen Münchner Stadtvierteln gestrichen wird

Seit 2020 hat die Stadt jeden Sommer Straßen zur Fußgängerzone erklärt. Doch heuer wird das Projekt "Sommerstraße" nicht wiederholt. Was die Gründe sind und warum darüber im Rathaus kaum jemand traurig ist. 
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2023 hat die Stadt am Isartor eine Sommerstraße eingerichtet. Wiederholt wird das nicht.
2023 hat die Stadt am Isartor eine Sommerstraße eingerichtet. Wiederholt wird das nicht. © LHM/Mobilitätsreferat

Mehr Platz zum Flanieren, in der Sonne sitzen, Spielen – ohne Angst, dass gleich ein Auto anrollt. Das sollten die Sommerstraßen bringen. Seit 2020 hat die Stadt um die 45 Straßen den Sommer über zur Fußgängerzone erklärt, Stühle und Pflanzkübel aufgestellt. Heuer wird das Projekt nicht wiederholt. So teilt es das Mobilitätsreferat der AZ auf eine Anfrage hin mit.

Grund sei, dass das Mobilitätsreferat (so wie alle anderen Referate) Einsparvorschläge machen musste. Denn München steckt in einer Finanzkrise. Im Dezember fiel es dem Rathaus schwer, einen ausgeglichenen Haushalt aufzustellen – trotz Rekordsteuer-Einnahmen.

Rückgang der Nachfrage

Doch das Geld sei nicht alleine das Entscheidende gewesen, heißt es von der Pressestelle. Denn tatsächlich kosteten die zwei Sommerstraßen 2025 gerade mal 30.000 Euro. Vor allem fielen laut Mobilitätsreferat "die Personalressourcen ins Gewicht".

Aber auch die Tatsache, dass die Nachfrage in den letzten Jahren stark zurückgegangen sei. "Waren zu Beginn noch zahlreiche Anträge und Vorschläge für Sommerstraßen eingegangen und zehn Sommerstraßen umgesetzt worden, konnten beispielsweise im Jahr 2025 nur noch zwei Sommerstraßen umgesetzt werden." Nun will das Mobilitätsreferat das Projekt "pausieren", Änderungsbedarfe eruieren, um dann mit einem angepassten Konzept ("wenn es die Haushaltslage wieder zulässt") auf die Bezirksausschüsse zuzugehen.

Bürger sollen Straßen umsetzen 

Die Bilanz über die Sommerstraßen fällt gemischt aus. "Manche haben gut funktioniert. Andere gar nicht", sagt der Sendlinger BA-Chef Markus Lutz (SPD). An der Schöttlstraße, die 2025 eine Sommerstraße war, hätten sich viele Menschen getroffen, sogar kleine Konzerte habe es gegeben. "Aber ich kann verstehen, dass die Lage zurzeit schwierig ist." Lutz hofft nun, dass Bürger auf eigene Faust Sommerstraßen umsetzen dürfen – ohne komplizierte Genehmigungsverfahren.

Dass das Mobilitätsreferat das Projekt einstellt, löst im Rathaus keine Bestürzung aus. SPD-Chefin Anne Hübner teilt mit, dass das Thema für sie gerade keine Priorität habe. CSUlerin Veronika Mirlach stellt fest, dass die Sommerstraßen "in der Breite der Bevölkerung eher keine Akzeptanz gefunden haben". Das Geld werde anderswo dringender gebraucht – etwa für den ÖPNV. Und sogar Gudrun Lux von den Grünen findet die Sparmaßnahme "in Ordnung": "Wir müssen Prioritäten setzen." Vor allem seien die Sommerstraßen ja ein Test gewesen, wo man dauerhaft neue Fußgängerzonen schaffen kann. Und zumindest in der Westenriederstraße sei das gelungen.

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  • OnkelHotte vor einer Stunde / Bewertung:

    Interessant

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  • Boandl_kramer vor einer Stunde / Bewertung:

    Viel ideologisch motivierter Unsinn und vermeidbare Überaktivität wird gestrichen, wenn die Verwaltung finanziell an der kurzen Leine gehalten wird.

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  • Mobilist vor einer Stunde / Bewertung:
    Antwort auf Kommentar von Boandl_kramer

    Sommerstraßen haben CSU und SPD nach einer Stadtratsreise nach Stockholm beantragt.

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