Wandern in München: Ganz gemütlich unterwegs

München hat viele schöne Parks, stimmungsvolle Friedhöfe und wunderbare Routen entlang von Flüssen und Bächen zu bieten. Wie wär's mit diesen drei Touren, die Sie sanft in Bewegung bringen?
| Sophie Anfang
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Hier, am Waldfriedhof, liegen italienische Soldaten begraben.
Hier, am Waldfriedhof, liegen italienische Soldaten begraben. © Werner Glanz

München - Man muss sich in dieser Zeit einfach die Füße vertreten. Nur weit hinausfahren, das möchte man nicht immer. In einem vollen Zug wird's einem unter Umständen schnell unangenehm. Und wer mit dem Auto ins Umland anreist, muss sich zu Stoßzeiten mit übervollen Parkplätzen und dem abendlichen Stau auseinandersetzen.

40 gemütliche Wanderrouten in München

Wie gut, dass es auch in der Stadt viel zu entdecken gibt. Je nach Kondition kann man in München ausgiebig spazieren oder sogar richtig lange wandern. Wer viel Zeit hat, kann beispielsweise zu Fuß zum Flughafen laufen. Das erfordert allerdings acht Stunden Zeit und sehr fitte Füße. Gemütlicher ist freilich ein Spaziergang über den Alten Südfriedhof, am Flaucher entlang oder durch den Englischen Garten - wo der ein oder andere Kiosk für Verpflegung sorgt.

Das Buch kostet 18 Euro.
Das Buch kostet 18 Euro. © Verlag J. Berg

Wer auch einmal andere Routen entdecken möchte, wird sicher im neuen Buch "Wandern in München" (J. Berg, 18 Euro) fündig. Werner Glanz beschreibt darin 40 Touren an allen Ecken der Stadt, die natürlich auch mit Bus, U- oder S-Bahn erreichbar sind - oder mit dem Radl, wenn Sie öffentliche Verkehrsmittel gerade meiden möchten. Drei Routen stellen wir Ihnen auf diesen beiden Seiten vor. Viel Spaß an der frischen Luft!

Südpark und Waldfriedhof: Durchs Grüne nach Großhadern

Ausgangspunkt: Bushaltestelle Aichacher Straße (Linie 132 Marienplatz - Forstenrieder Park), Endpunkt: Klinikum Großhadern (U6)
Strecke: 7 km
Dauer: 2 Stunden

Route über den Waldfriedhof
Route über den Waldfriedhof © Heidi Schmalfuß/Bruckmann

Von der Bushaltestelle folgen wir kurz der Höglwörther Straße und biegen rechts in den Südpark ein. Kurz darauf müssen wir noch die Inninger Straße überqueren. Unser Weg führt uns weiter in Richtung A95 und kurz darauf über eine Brücke über die Boschetsriederstraße. Mithilfe einer Unterführung erreichen wir den Waldfriedhof. Der nächste Eingang befindet sich, wenn wir in Richtung Friedhof blicken, rechts. Wir gehen geradeaus weiter in den Friedhof hinein bis zur Anastasiakapelle.

Durch den Fürstenrieder Wald geht es zum See

Danach gehen wir zwischen den Sektionen 195 und 200 nach links und folgen dem Weg etwa einen halben Kilometer, bis er zwischen den Sektionen 250 und 251 nach links leitet. Nahe der Autobahn führt der Weg weiter zum Italienischen Militärfriedhof. Wir gehen weiter zum kleinen See, wo wir die Wanderung abkürzen können (wir müssten nur an der neuen Aussegnungshalle vorbei zur Bushaltestelle Richtung Lorettoplatz gehen). Wir biegen aber beim See links ab und gehen geradeaus weiter, bis wir an der Kriegsgräberstätte an der Tischlerstraße den Waldfriedhof verlassen.

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Wir wenden uns nach rechts, folgen der Autostraße etwa 100 Meter und biegen links in den Fürstenrieder Wald ein. Nach einem guten halben Kilometer überqueren wir den Haderner Weg (eine Autostraße), und nach weiteren 200 Metern biegen wir im Wald rechts ab. Wir halten uns geradeaus, und nach etwa einem Kilometer treffen wir auf den Fuß- und Radweg, der das Klinikum Großhadern mit der Fakultät für Biologie der Ludwig-Maximilians-Universität verbindet. Wir folgen dem Weg nach rechts und erreichen nach etwa einem guten halben Kilometer den U-Bahnhof Klinikum Großhadern.


Am Hüllgraben entlang: Kleine Biotope am Wegesrand

Ausgangspunkt: S-Bahnhof Johanneskirchen (S8), Endpunkt: Bushaltestelle Gartenstraße (Linie 230 Ismaning - Garching Forschungszentrum und Linie 234 Messestadt West - Unterföhring Bahnhof),
Strecke: 8,2 km
Dauer: 2 Stunden

Ausgangspunkt der Route ist der S-Bahnhof Johanneskirchen.
Ausgangspunkt der Route ist der S-Bahnhof Johanneskirchen. © Heidi Schmalfuß/Bruckmann

Wir verlassen den S-Bahnhof Riem und folgen den Gleisen nach Westen zur Graf-Lehndorff-Straße. Hier gehen wir am Bahnübergang nach rechts und gleich wieder links. Wir folgen zuerst der Frobenstraße, biegen dann links beim Denkmal "Der Pferdebändiger" in die Landshamer Straße ab und erreichen schließlich den Hüllgraben, dem wir nun mal mehr, mal weniger folgen. Wir gehen den Pfad nach Norden, bis wir auf die Feldkirchner Straße treffen, in die wir links und gleich wieder rechts abbiegen. An der Schichtlstraße wenden wir uns kurz nach rechts und gehen links am Rand des Ufers in die Anlage Am Riemer Feld hinein.

Auf einem Trampelpfad am Ufer des Hüllgabens entlang

Nun links um die Kleingartenanlage herum und bald zu einem Parkplatz. Hier können wir den Feldweg links nehmen, der kurz darauf nach Norden abbiegt. Nach etwa einem Kilometer passieren wir die Salzstraße und erreichen kurz darauf wieder das Ufer des Hüllgrabens, der kleine Trampelpfad daneben ist unser weiterer Weg. Nach einem knappen Kilometer kommen wir zur Feldkirchner Tangente. Wir bleiben auf dem Pfad am Ufer, gelangen bei einer kleinen Brücke zu einer Fahrstraße und schließlich zur Einmündung des Hüllgrabens in das Becken des Abfanggrabens.

Wunderschön wild schaut der Hüllgraben hier aus.
Wunderschön wild schaut der Hüllgraben hier aus. © Werner Glanz

Ob wir nun auf der linken oder rechten Seite weitergehen, ist egal - der bequemere Weg führt ab der nächsten Brücke auf alle Fälle auf der rechten, nordwestlichen Seite weiter. Zwischen Abfanggraben und dem Golfplatz München-Aschheim erreichen wir die Ismaninger Straße (B471), biegen auf ihr nach rechts ab und erreichen nach 200 Metern die Bushaltestelle Gartenstraße. Variante: Ab dem Riemer Feld können wir eigentlich immer am Hüllgraben entlanggehen. Das erste Stück ist aber sehr schmal und führt zum Teil recht abschüssig am Ufer entlang. Es braucht hier also eine gute Portion Trittsicherheit. Nach der Brücke führt ein Trampelpfad am Bach entlang (am besten am linken Ufer weiter).


Durch die Fröttmaninger Heide nach Feldmoching: Weite Wiesen im Norden

Ausgangspunkt: U-Bahnhof Fröttmaning (U6), Endpunkt: U-Bahnhof Feldmoching (S1, U2)
Strecke: 13 km
Dauer: 3:30 Stunden

Die Route führt vorbei an der Allianz Arena und einer versunkenen Kirche.
Die Route führt vorbei an der Allianz Arena und einer versunkenen Kirche. © Heidi Schmalfuß/Bruckmann

Wir verlassen den U-Bahnhof Fröttmaning über den Ausgang D auf der Westseite und besuchen zuerst, falls es geöffnet ist, das Heidehaus. Nun wandern wir auf der breiten Piste etwa einen halben Kilometer in Richtung Nordwesten und dann weitere zwei Kilometer durch die Fröttmaninger Heide Richtung Westen zur Ingolstädter Straße. Wir überqueren sie gefahrlos an der Ampel und erreichen so die "Panzerwiese".

Wer Glück hat, trifft bei dieser Wanderung auch auf Schafe, denn in der Fröttmaninger Heide ist noch ein Schäfer unterwegs.
Wer Glück hat, trifft bei dieser Wanderung auch auf Schafe, denn in der Fröttmaninger Heide ist noch ein Schäfer unterwegs. © imago/Schulz

Am Waldrand entlang spazieren

Der schönste Weiterweg führt nun im Norden auf dem Pfad am Waldrand entlang. Nach einem guten Kilometer biegen wir rechts in das Hartelholz ab und marschieren so lange nach Norden, bis wir nach etwa einem halben Kilometer auf einen breiteren Forstweg treffen. Dort biegen wir nach links ab. Wir bleiben immer auf dem deutlich breiteren Weg und queren dabei den asphaltierten Weg, der vom Frauenholz nach Norden über die Autobahnbrücke nach Oberschleißheim führt.

Wer sich beim Wandern umdreht, kann noch einen Blick auf die Allianz Arena und das Windrad der Stadtwerke erhaschen.
Wer sich beim Wandern umdreht, kann noch einen Blick auf die Allianz Arena und das Windrad der Stadtwerke erhaschen. © Werner Glanz

Weiter entlang der Autobahn biegen wir schließlich links ab und kommen kurz darauf bei den Häusern am Frauenholz heraus. Wir biegen hier rechts in die Wintersteinstraße und durchqueren im Anschluss eine parkähnliche Landschaft mit einzelnen Schwarzkiefern. Nachdem wir eine Kleingartenanlage im Uhrzeigersinn umrundet haben, wandern wir weiter auf einem schmalen Feldweg nach Westen und kommen zum schon von Weitem deutlich sichtbaren Bahnübergang. Dort folgen wir der Raheinstraße links des Bahngleises zum U- und S-Bahnhof Feldmoching.

Ein Abstecher vorbei am Kunstprojekt "Versunkenes Dorf"

Varianten: Sowohl in der Fröttmaninger Heide als auch auf der Panzerwiese kann man sich ganz nach Belieben seinen eigenen Weg suchen. Wer Lust hat, kann vor der eigentlichen Wanderung noch den Fröttmaninger Müllberg besteigen, der Weg verlängert sich dadurch um knapp fünf Kilometer. Dazu verlassen wir den U-Bahnhof Fröttmaning beim Ausgang C auf der Ostseite, folgen dem Hans-Jensen-Weg nach Osten und gehen über die Fußgängerbrücke der A9 hinüber zum ehemaligen Müllberg.

Die Kirche des Kunstprojekts "Versunkenes Dorf".
Die Kirche des Kunstprojekts "Versunkenes Dorf". © Werner Glanz

Wir nehmen vor dem Parkplatz den rechts hinaufführenden Weg und erreichen im Zickzack das Windrad. Wir überschreiten nun den Müllberg, steigen den Pfad Richtung Nordosten ab, umrunden auf einem breiteren Weg den Berg entgegen dem Uhrzeigersinn und kommen so zur alten Fröttmaninger Kirche Heilig Kreuz. Vorbei am Kunstprojekt "Versunkenes Dorf" und entlang der Autobahn kommen wir zum Lottlise-Behling-Weg und zur Brücke über die A9 sowie zum U-Bahnhof.

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