Kommunalwahl 2026: Hier dominiert der Grünen-Herausforderer Dominik Krause
+++ Gewinner und Verlierer im Stadtrat +++
22.40 Uhr: Nach 1.186 von 1.376 ausgezählten Gebieten zeigt sich diese vorübergehende Bild der größten Verlierer und Gewinner:
- Die größten Verlierer sind die beiden Regierungsparteien SPD (-3 Prozentpunkte) und Grüne (-3,2 Prozentpunkte). Auch die ÖDP hat mit -1,6 Prozentpunkten ein schlechtes Ergebnis eingefahren.
- Die größten Gewinner sind die AfD (+3,1 Prozentpunkte), die Linke (+3 Prozentpunkte) umd wohl die größte Überraschung: Volt (+2,6 Prozentpunkte). Ebenfalls erwähnenswert: Das neu gegründete Bündnis Kultur hat aus dem Stand 0,7 Prozent aller Stimmen geholt und hätte damit aktuell sogar einen Sitz im Stadtrat erobert.
- Briefwahlgewinner ist die CSU, die dort 28,7 Prozent aller Stimmen geholt hat. Im Wahlraum haben die Grünen 26,5 Prozent aller Stimmen geholt.
+++ OB-Wahl: Das vorläufige Ergebnis +++
22.15 Uhr: Alle Kreise sind ausgezählt, damit steht das vorläufige Ergebnis des ersten Wahlgangs zur Münchner OB-Wahl fest. Und es birgt einige Überraschungen:
- Oberbürgermeister Dieter Reiter muss in die Stichwahl gegen seinen Grünen Herausforderer Dominik Krause. Die findet in zwei Wochen am 22. März statt. Es ist das erste Mal, dass in München ein Grüner in die Stichwahl um den OB-Posten kommt.
- Reiter hat 35,6 Prozent aller Stimmen geholt, das sind 12,3 Prozentpunkte weniger als vor sechs Jahren.
- Dominik Krause hat 29,5 Prozent aller Stimmen geholt, das sind 8,8 Prozentpunkte mehr als seine Parteikollegin Kathrin Habenschaden vor sechs Jahren geholt hatte.
- Der CSU-Herausforderer Clemens Baumgärtner konnte nur 21,3 Prozent aller Stimmen holen. Das sind genau gleich viele wie seine Vorgängerin Kristina Frank vor sechs Jahren.
- Im Wahlraum hat Krause von den Grünen die meisten Stimmen geholt, und zwar 32,5 Prozent. Reiter konnte da nur 30,8 Prozent aller Stimmen holen, CSU-Baumgärtner deren 20,4.
- Bei den Briefwählern hat OB Reiter mit 39,1 Prozent die meisten Stimmen gemacht, gefolgt vom Grünen Dominik Krause (27,2 Prozent) und CSU-Baumgärtner (22,1 Prozent). Der Anteil der Briefwahl an den gesamten abgegebenen Stimmen lag bei 57,9 Prozent.
- Die Wahlbeteiligung lag bei 52,3 Prozent, das sind 572.700 Münchnerinnen und Münchner, mit deutschem oder EU-Pass.
+++ OB-Wahl: Diese Bezirke konnte Dominik Krause für sich gewinnen +++

21.55 Uhr: Bisher sah die politische Landkarte in München so aus: Der Kern ist grün, alles darum herum klar rot. Doch zumindest was die Wahl des Oberbürgermeisters betrifft, zeigt sich da ein neues Bild: Da hat nämlich der Grüne Herausforderer Dominik Krause offenbar seinen Heimvorteil ausgenutzt: Sowohl in Untergiesing-Harlaching als auch in Obergiesing-Fasangarten sind viele SPD-Wähler zu ihm gewandert.
In Untergiesing-Harlaching hat Krause mit 33,4 Prozent Wähleranteil knapp vor Reiter mit 33,3 Prozent gewonnen. Bei der letzten OB-Wahl 2020 waren es noch satte 47,4 Prozent für Reiter und nur 22,8 Prozent Wähleranteil für seine Grüne Herausforderin Kathrin Habenschaden.
In Obergiesing-Fasangarten hat der Grüne Krause mit einem Anteil von 34,7 die meisten Stimmen gesammelt (plus 11,1 Prozentpunkte). Reiter hat nur 34,4 Prozent gemacht. Das sind 14,6 Prozentpunkte weniger als vor sechs Jahren.
Auch interessant: Seinen Heimatbezirk Sendling-Westpark konnte Dieter Reiter zwar mit 36,4 Prozent Stimmenanteil noch für sich gewinnen. Er hat dort aber einen Verlust von 13,5 Prozentpunkten im Vergleich zur letzten Wahl einfahren müssen.
+++ Politikwissenschaftlerin: "Gewisse Arroganz der Macht"
22.10 Uhr: Im "BR" hat die Politikwissenschaftlerin Ursula Münch eine interessante Analyse zu OB Reiters schlechtem Abschneiden am heutigen Wahlabend parat: "Es muss Reiter Sorgen machen, dass es schon vor Bekanntwerden eine gewisse Abwanderbewegung gegeben hat", findet sie. Der OB müsse sich überlegen, was er falsch gemacht habe, das zeige "vielleicht auch eine gewisse Arroganz der Macht", sagte Münch im BR.
+++ Hälfte ausgezählt: Wie schauen die Fraktionen aus? +++
21.48 Uhr: Es ist erst ein Zwischenergebnis, 786 von 1.376 Gebieten sind ausgezählt. Dennoch lohnt sich ein Blick auf die aktuellen Parteistärken, was das für die Zusammensetzung der Stadtrats bedeutet und wie dann die Verhandlungen für eine Rathauskoalition aussehen:
Stärkste Fraktion mit insgesamt 25 Sitzen wäre momentan die Fraktion der Grünen/Volt/Rosa Liste.
Am zweitstärksten die Fraktion von CSU/Freien Wählern mit insgesamt 22 Sitzen.
Und am drittstärksten die SPD mit 15 Sitzen.
Ein interessanter Nebenaspekt: Aktuell wurden 5.789 ungültige Stimmzettel gezählt. Das sind in etwa so viele, wie für die ÖDP gestimmt haben (5.713).
+++ Piazolo fordert digitale Wahlmöglichkeit +++
21.45 Uhr: Der frühere bayerische Kultusminister und OB-Kandidat Michael Piazolo (Freie Wähler) spricht sich dafür aus, digitale Wahlmöglichkeiten zu schaffen. Der Zeitraum zwischen der Abgabe von Briefwahlstimmen und dem Wahltag dürfe nicht zu lang werden, das belege das Abstimmungsverhalten der Münchner Wählerinnen und Wähler. "Alle waren überrascht von der Deutlichkeit“, wie sich die Entwicklungen um OB Dieter Reiter (SPD) auf die Wahl ausgewirkt hätten.
Über sein eigenes Ergebnis mit 1,2 Prozent der Stimmen gab sich Piazolo auf AZ-Anfrage zufrieden. "Das war das stärkste Ergebnis, das wir jemals gemacht haben.“
+++ Erste Stadtratsergebnisse: CSU stabil, Grüne und SPD verlieren +++
21.17 Uhr: Es sind erst 428 von 1.376 ausgezählten Gebieten, aber sie geben einen ersten Eindruck zu den Wahlen des Stadtrats:
- Grüne: 26,3 Prozent (-2,8 Prozentpunkte)
- CSU: 25,2 Prozent (+0,5 Prozentpunkte)
- SPD: 18,4 Prozent (-3,6 Prozentpunkte)
- AfD: 7,9 Prozent (+4,1 Prozentpunkte)
- Die Linke: 6,7 Prozent (+3,4 Prozentpunkte)
- Volt: 4,5 Prozent (+2,6 Prozentpunkte)
- FDP: 3,2 Prozent (-0,3 Prozentpunkte)
+++ AZ-Kommentar: Der Verrückteste Wahlabend, den die Stadt je gesehen hat +++
+++ Alt-OB Ude über Reiter: "Keine geistreiche Idee +++
20.42 Uhr: Harte Worte für seinen Nachfolger findet Alt-OB Christian Ude (SPD) in einem Gespräch bei "Sat.1": "Am allerwenigsten, ganz offen, hab ich die Aussage des amtierenden Oberbürgermeisters verstanden, er sei auf den Wohnungsmangel in München eigentlich nie angesprochen worden, das sei kein Thema gewesen", so Ude. "Das kann ich nicht bestätigen (lacht). Wo immer ich in eine Trambahn steige oder in ein Taxi, oder auf einer Veranstaltung auftrete, als erstes Thema kommt der Wohnungsmangel. Das zu bestreiten war keine geistreiche Idee."

Und beim Thema FC Bayern geht Ude hart mit Reiter ins Gericht: "Ich muss sagen, was ich in den letzten Tagen in der Zeitung lesen musste, als unbestrittene Tatsache – nicht Gerüchte, sondern Tatsachen. Das passt überhaupt nicht zusammen mit allem, was wir alle im Februar über Hans-Jochen Vogel gesagt haben", so Ude. "Wie sorgfältig der darauf geachtet hat, dass es keine Privilegien für Oberbürgermeister gibt, dass alle Spielregeln strengstens eingehalten werden." Und zu Reiter: "Das war das Kontrastprorgramm. Offensichtlich mögen das die Münchner nicht sonderlich, wenn ich die Ergebnisse der Briefwahl mit der Direktwahl im Wahllokal vergleiche."
+++ Gewinner des Abends: Der Grüne Bürgermeister Dominik Krause +++

20.05 Uhr: Der Zweite Bürgermeister Dominik Krause wird in der Muffathalle empfangen wie ein Superstar. Zum Wiesn-Hit "Bella Napoli“ schreitet er durch die Menge. Die Leute rufen "Dominik, Dominik, Dominik!“ und jubeln. Keine der Eventualitäten sei eingetroffen, für die er eine Rede vorbereitet hätte, sagt Krause. Deshalb spreche er nun frei: "Es ist der Wahnsinn!“
Krause mahnt aber auch: "Feiert nicht zu viel, denn morgen geht es rund. Die nächsten zwei Wochen geht es um alles.“
+++ CSU gesteht Niederlage ein +++
19.42 Uhr: CSU-Chef Georg Eisenreich tritt gemeinsam mit OB-Kandidat Clemens Baumgärtner und Fraktionschef Manuel Pretzl vor die Presse. „Für die Stichwahl wird das nicht mehr reichen," sagt Eisenreich. "Aber die großen Neuigkeiten sind die massiven Verluste für Dieter Reiter."
„Wir haben einen großartigen Oberbürgermeisterkandidaten. Es war ein toller Wahlkampf, eine tolle Kampagne", so Eisenreich weiter. "Danke an den Clemens, alle Stadtratskandidaten, Bezirksausschussmitglieder. Ihr wart großartig.“
Clemens Baumgärtner: „Ja liebe Freunde, Dankeschön. Ich hab’s gern gemacht. Ich glaube, dass wir alles, alles, alles gegeben haben. Von Herzen Danke an jeden einzelnen. Aber man muss der Wahrheit ins Gesicht sehen. Ich gratuliere Dieter Reiter und Dominik Krause,"
+++ OB Reiter zum Zwischenergebnis: "Enttäuschender Wahlabend"

19.35 Uhr: Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) ist vor die Presse getreten und hat ein Statement abgegeben zum für ihn ernüchternden Zwischenergebnis: "Trotz des für mich doch enttäuschenden Wahlabends will ich mich bei all den Wählern bedanken, die mir trotz der letzten zwei Wochen ihr Vertrauen geschenkt haben. Ich habe in den letzten zwei Wochen ein zwei Fehler gemacht. Dafür will ich mich entschuldigen, bei meinen Wählern und meiner Partei. Das ist klar ein enttäuschendes Wahlergebnis. Für mich geht es jetzt darum, in den nächsten zwei Wochen verloren gegangenes Vertrauen wieder zurückzugewinnen."
+++ Linken-Chef Stefan Jagel: "Bin Bürgermeister der Herzen"+++

19.33 Uhr: OB-Kandidat der Linken Stefan Jagel ist zufrieden mit dem bisherigen Ergebnis von 2,4 Prozent. Fast doppelt so viele Stimmen im Vergleich zur letzten Wahl. Wir haben eine gute Ausgangsbasis. Er fügt selbstsicher hinzu: „Außerdem bin ich Bürgermeister der Herzen, weil ich den Skandal um Dieter Reiter aufgedeckt habe“.
+++ Laufend aktualisiert: Die ausgezählten Stimmzettel zur OB-Wahl +++
+++ Erster Trend im OB-Rennen: Reiter muss in die Stichwahl +++
19.15 Uhr: Die ersten Zahlen sind da, und sie sind überraschend: Nach 862 von 1376 ausgezählten Gebieten sieht es so aus:
- Dieter Reiter (SPD): 122.633 Stimmen – 35,2 Prozent
- Dominik Krause (Grüne): 104.206 Stimmen – 29.9 Prozent
- Clemens Baumgärtner (CSU): 73.890 Stimmen – 21,2 Prozent
Damit müsste OB Dieter Reiter Stand jetzt in die Stichwahl, und zwar gegen den Zweiten Bürgermeister Dominik Krause (Grüne).
Interessantes Zwischenresultat: Bei den Urnenwählern liegt Krause nach 862 von 1376 ausgezählten Gebieten mit 32,8 Prozent gegenüber 30,6 Prozent für Dieter Reiter vorne. An der Urne hat Clemens Baumgärtner 20,4 Prozent der Stimmen.
Und auch ein erster Blick auf die Verluste und Gewinne im Vergleich zur Kommunalwahl 2020 sind interessant (Zwischenstand nach 981 von 1376 ausgezählten Gebieten):
- Dieter Reiter (SPD): 141.396 Stimmen (35,5 Prozent). Das ist ein Minus von 12,4 Prozentpunkten.
- Dominik Krause (Grüne): 118.680 Stimmen (29.8 Prozent). Das ist ein Plus von 9,1 Prozentpunkten.
- Clemens Baumgärtner (CSU): 84.687 Stimmen (21,2 Prozent). Das ist ein Minus von 0,1 Prozentpunkten.
+++ Spitzenkandidatin der Linken: "Haben besonderen Wahlkampf geführt"

19.02 Uhr: Katharina Horn steht für die Linke auf Listenplatz 1 für den Stadtrat. "Das mit Baden-Württemberg war natürlich ein kleiner Dämpfer, aber das letzte Wort ist noch nicht gesprochen." Auf die Wahl in München blicke sie mit einem positiven Gefühl. „Wir haben einen besonderen Wahlkampf geführt“, sagt sie.

Auch die Bundestagsabgeordnete Nicole Gohlke ist anwesend. Sie findet es "großartig“, dass sich die Mitgliedszahlen der Linken in München seit Februar 2025 verdoppelt haben. "Wir haben lange dafür geackert“, sagt sie. Der Wahlkampf dieses Jahr sei der sichtbarste gewesen bisher. Sie hofft auf mindestens Fraktionsgröße, "im besten Fall natürlich noch mehr“.
+++ CSU-Chef Manuel Pretzl: "Vielleicht geht Wahlbeteiligung noch nach oben" +++
18.40 Uhr: Manuel Pretzl, CSU-Fraktionschef, schaut ganz optimistisch und freudig in die Kamera: "Na, wir haben ja auch einen guten Wahlkampf gemacht. Und der Clemens ist ein guter OB-Kandidat!". Ob der ganze Wirbel um OB Dieter Reiters Nebenjob beim FC Bayern etwas drehen kann bei dieser Wahl? "Vielleicht geht die Wahlbeteiligung deshalb noch mal nach oben. Aber gestern am Infostand wurde ich nur von einem Bürger darauf angesprochen. Ob das repräsentativ ist, weiß ich nicht."
+++ Erste Überraschungen bei der Briefwahl +++
18.20 Uhr: Interessante Information aus dem Kreisverwaltungsreferat. IT-Referentin Laura Dornheim (Grüne) erzählt, dass viel mehr Wähler als erwartet noch ihre Briefwahlunterlagen auf den letzten Drücker in den Behördenbriefkästen im KVR und an den Sonderabgabestellen abgegeben haben.

Die KVR-Chefin Hanna Sammüller (ebenfalls Grüne) sagt: "ich bin schon den ganzen Tag sehr, sehr aufgeregt. Denn diese Wahl ist so unfassbar kompliziert. 14.000 Wahlhelfende sind im Einsatz. Alleine die alle zu koordinieren! Und dann muss die IT funktionieren, die Stimmzettel müssen alle richtig sein. Und das alles ist noch Pillepalle. Denn jetzt geht das Auszählen erst so richtig los. Da muss natürlich auch alles stimmen. Besonders ist dieses Jahr, dass wir ganz viele Briefwahl-Unterlagen erst jetzt zurückbekommen von Menschen, die es nicht mehr geschafft haben, diese per Post zu verschicken."
+++ Wahlräume geschlossen, erste Eindrücke von den Wahlpartys der Parteien +++
18.05 Uhr: Jetzt ist's vorbei, die Wahlräume sind geschlossen und das große Auszählen beginnt. Erste Zahlen zur OB-Wahl werden noch am frühen Abend erwartet, jene für den Stadtrat etwas später.
+++ AZ-Reporter bei den Parteien +++
Die AZ-Reporter sind jetzt unterwegs zu den verschiedenen Orten, wo die Parteien den ersten Resultaten entgegenfiebern und geben erste Eindrücke:
CSU im Park Café
400 Wahlkämpfer sind auf der Wahlparty der CSU im Park Café angemeldet. Hier ist geschlossene Gesellschaft. Clemens Baumgärtner lässt sich noch nicht sehen, er hat sich in einem Nebenraum zurückgezogen. Aber Rathausfraktionschef Manuel Pretzl, Wahlkampfleiter Seppi Schmid und Alexander Dietrich sind da.

Wie seine Nerven beieinander sind? Pretzl: "Ganz flattrig sind sie nicht. Wir haben ja einen guten Wahlkampf gemacht.“ und weiter: "Wenn es nichts wird, muss man es akzeptieren. Ein besseres Ergebnis als letztes Mal, die CSU stärkste Fraktion im Rathaus und Clemens Baumgärtner in der Stichwahl – dann hätte ich einen glücklichen Abend.“
OB-Kandidat im Kämmerlein

CSU-OB-Kandidat Clemens Baumgärtner zurückgezogen in einem Nebenraum mit Manuel Pretzl: Hier checken die beiden CSUler die Wahlbeteiligung. Bis OB-Ergebnisse kommen, braucht es noch ein bisschen Geduld
SPD: Bürgermeisterin Dietl im KVR

Bürgermeisterin Verena Dietl (SPD) kommt um kurz nach 18 Uhr ins KVR. Wie ist die Stimmung, will die AZ wissen: “Angespannt”, antwortet sie. Wegen des ganzen Wirbels rund um Dieter Reiters Nebentätigkeiten beim FC Bayern? “Wir müssen jetzt einfach schauen, was passiert. Aber wahrscheinlich haben auch schon viele Briefwahl gemacht. Die letzten Wochen haben wir als SPD außerdem schon viel geworben und gezeigt, wofür wir stehen.” Sie selbst habe wie immer im Wahllokal in Laim gewählt – zusammen mit ihrer Mama.
Die Linke im Werksviertel

In der Nachtkabine im Werksviertel finden sich langsam Mitglieder und Wahlkämpfende der Linken zusammen. Linken-Chef Stefan Jagel wirkt entspannt. Aufgeregt sei er nicht, eher vorfreudig. "Das ist wie Warten aufs Christkind“, sagt er zur AZ.
Die Grünen in der Muffathalle

In der Muffathalle bei der Wahlparty der Münchner Grünen wird bereits gejubelt. Die ersten Prognosen zur Landtagswahl in Baden-Württemberg sind da – und sehen gut aus.
+++ OB-Wahl: 50-Prozent-Marke geknackt +++

17.45 Uhr: Das gab's lange nicht mehr. Stand 17.30 Uhr haben 50,2 Prozent der wahlberechtigten Münchnerinnen und Münchner ihre Stimme abgegeben. Bei der letzten Kommunalwahl 2020 war die endgültige Wahlbeteiligung insgesamt bei 49,0 Prozent. Rekord-tief war die Wahlbeteiligung bei der Kommunalwahl 2014 mit 42,1 Prozent. Das war die niedrigste Wahlbeteiligung seit Einführung der Direktwahl des Oberbürgermeisters im Jahr 1952.
+++ OB-Wahl: Wahlbeteiligung jetzt bei 48 Prozent +++
16.50 Uhr: Die 18-Uhr-Frist zur Stimmabgabe rückt näher. Es gibt ein neues Update vom Kreisverwaltungsreferat zur bisherigen Wahlbeteiligung bei der Wahl des Münchner Oberbürgermeisters. Die liegt Stand 16.30 Uhr bei 48 Prozent und damit nur knapp über der Beteiligung bei der Kommunalwahl 2020 (47,4 Prozent).
+++ Wahlbeteiligung am Nachmittag bei 46,2 Prozent +++
15.47 Uhr: Um 15.30 Uhr lag die Wahlbeteiligung zur Wahl des Münchner Oberbürgermeisters bei 46,2 Prozent. Zum Vergleich: Bei der Kommunalwahl vor sechs Jahren lag sie zu diesem Zeitpunkt bei 45,4 Prozent.
+++ Münchner OB-Wahl: Beteiligung bei 44,1 Prozent am frühen Nachmittag +++
14.40 Uhr: Die Wahlbeteiligung zur Wahl des Münchner Oberbürgermeisters lag um 14.30 Uhr bei 44,1 Prozent. Zum Vergleich: Bei der Kommunalwahl vor sechs Jahren lag sie zu diesem Zeitpunkt bei 43,1 Prozent.
Bei der Bundestagswahl 2025 lag die Wahlbeteiligung in München um 14.30 Uhr mit 72,5 Prozent deutlich höher.
+++ Über 340.000 Briefwahlunterlagen beantragt +++
14.38 Uhr: Bis Sonntag wurden 340.092 Anträge auf Briefwahlunterlagen gestellt, davon 306.424 online, von den Online-Anträgen 229.226 mit QR-Code. Die übrigen Anträge sind per Post oder im Parteiverkehr eingegangen.
Die Briefwahlauszählung findet an zwei Standorten statt: MOC (Freimann) und Messe München (Riem).
+++ In Bogenhausen wird zum Nachmittag der Andrang größer +++
13.52 Uhr: Etwa 150 Wahlberechtigte haben bis 13 Uhr in der Berufsschule am Bogenhauser Kirchplatz ihre Stimmen abgegeben. Während es über die Mittagszeit etwas ruhig war, ist am frühen Nachmittag wieder mehr Andrang.

+++ Vorwurf: Half Staatskanzlei der CSU im Kommunalwahlkampf? +++
13.43 Uhr: Wurden in Bayerns Staatskanzlei unter Ministerpräsident Markus Söder (CSU) Regierungs- und Parteiamt vermischt? Dieser Frage wollen Grüne und SPD im Landtag nachgehen. Anlass ist der Vorwurf, Mitarbeiter der Staatskanzlei hätten eine Wahlkampfveranstaltung mit Söder und dem Münchner Oberbürgermeisterkandidaten Clemens Baumgärtner (CSU) mit vorbereiten sollen, wie der Bayerische Rundfunk (BR) berichtet. Der BR beruft sich dabei auf eine E-Mail mit entsprechendem Inhalt. Mehr dazu lesen Sie hier.
+++ Baumgärtner schon kurz nach 8 Uhr beim Wählen +++
12.18 Uhr: Clemens Baumgärtner hat schon um 8.15 Uhr im Theodolinden-Gymnasium in Harlaching gewählt. "Für die frühe Uhrzeit war erstaunlich viel los", sagt er zur AZ. "Jetzt gehe ich erst mal mit der Familie zum Frühstücken."

+++ "Mehr Leute da als sonst um die Uhrzeit" +++
12.16 Uhr: Zur Mittagszeit zieht es die Wahlberechtigten in München verstärkt zur Wahlurne. Am Sophie-Scholl-Gymnasium in Schwabing geben zahlreiche Menschen ihre Stimmen ab. "Mehr Leute da als sonst um die Uhrzeit", meint ein Wahlhelfer zu AZ.

+++ Ruhiger Start – Wahlbeteiligung in München am Morgen bei 33,2 Prozent +++
12 Uhr: Bei schönstem Frühlingswetter und ohne besondere Vorkommnisse sind am Morgen die Kommunalwahlen in den großen bayerischen Städten gestartet.
In München wurden alle ausgestellten Wahlscheine für Briefwahlen einbezogen. Hier meldete das Wahlamt bis 9.30 Uhr eine Wahlbeteiligung von 33,2 Prozent, geringfügig höher als bei der Kommunalwahl 2020 (31,5 Prozent). Ausgewertet wurden hier allerdings exemplarisch nur die Stimmen für die Wahl des Oberbürgermeisterpostens. Die Unterschiede etwa zur Wahl des Stadtrats seien aber nur klein, sagte eine Sprecherin.
In den Augsburger Stimmbezirken hatten bis 10.00 Uhr etwa durchschnittlich 6 Prozent der Berechtigten ihre Stimme abgegeben, in Würzburg im Schnitt 4,2 Prozent. Nürnberg meldete eine Beteiligung von 9,5 Prozent, allerdings floss hier die Briefwahl anteilig ein.
Das seien übliche Werte, teilten die Wahlämter auf Anfrage mit. Besondere Vorkommnisse gab es den Angaben zufolge nicht. Die Lage sei ruhig, hieß es überall.
+++ Grünen-OB-Kandidat Dominik Krause hat gewählt +++
Dominik Krause hat am Sonntagvormittag bereits gewählt. Der OB-Kandidat der Grünen gab, zusammen mit seinem Verlobten Sebastian Müller, seine Stimmen im Wahllokal in der Grundschule Weißenseestraße in Giesing ab.

+++ Wo und bis wann können Briefwahlunterlagen am Sonntag noch abgegeben werden?
Der Wahlbrief muss unbedingt rechtzeitig möglichst bald nach Erhalt der Briefwahlunterlagen mit der Post abgesandt oder direkt bei der auf dem Wahlbriefumschlag angegebenen Stelle abgegeben werden. Er muss bei der zuständigen Stelle spätestens am Wahlsonntag bis 18 Uhr vorliegen, da um 18 Uhr die Wahl endet und mit der Auszählung der Stimmen begonnen wird. Später eingegangene Wahlbriefe können bei der Stimmenauszählung nicht mehr berücksichtigt werden.
Am Sonntag können die Briefwahlunterlagen noch von 8 bis 18 Uhr in einen der Münchner Behördenbriefkästen oder in eine Wahlurne/Briefkasten bei den Sonderabgabestellen eingeworfen werden.
Dabei ist Folgendes zu beachten:
- Die Behördenbriefkästen sind jederzeit rund um die Uhr erreichbar.
- Die Sonderabgabestellen stehen nur am Wahlsonntag von 8 bis 18 Uhr zur Verfügung.
- Die letzte Leerung der Behördenbriefkästen und der Wahlurnen/Briefkästen bei den Sonderabgabestellen ist am Wahlsonntag um 18 Uhr.
Übersicht der Behördenbriefkästen in München
- Rathaus, Marienplatz 8, 80331 München – nahe Fischbrunnen
- Kreisverwaltungsreferat, Ruppertstraße 19, 80337 München – neben der Treppe zum Haupteingang A
- Kreisverwaltungsreferat, Ruppertstraße 11, 80337 München – Eingang Standesamt
- Bezirksinspektion West, Rathaus Pasing - Eingang Neubau, Landsberger Straße 486, 81241 München
- Bezirksinspektion Nord, Hanauer Straße. 56, 80992 München
- Bezirksinspektion Ost, Trausnitzerstraße 33, 81671 München
Sonderabgabestellen
Die Sonderabgabestellen stehen nur am Wahlsonntag von 8 bis 18 Uhr zur Verfügung. An den Standorten der Sonderabgabestellen steht entweder eine versiegelte Wahlurne, die von Sicherheitspersonal beaufsichtigt wird, oder es gibt einen gekennzeichneten "Wahlbriefkasten".
- MOC, Lilienthalallee 40, Eingang 3, 80939 München
- Messe München, Eingang Ost, 81829 München
- Baureferat, Friedenstraße 40, Halle im Erdgeschoss, 81671 München
Die letzte Leerung der Wahlurnen/Briefkästen bei den Sonderabgabestellen ist am Wahlsonntag um 18 Uhr.
+++ Wahllokale sind geöffnet - 1.097.098 Wahlberechtigte in München +++
8. März, 8.00 Uhr: Die Kommunalwahl in Bayern läuft: Seit 8.00 Uhr können im Freistaat alle Wahlberechtigten ihre Stimmen abgeben. Landesweit sind das 10,05 Millionen Menschen und damit rund 220.000 weniger als vor sechs Jahren. Zwar blieb die Bevölkerungszahl Bayerns in der Altersgruppe ab 18 Jahren seit 2020 nahezu konstant. Allerdings sank laut Statistischem Landesamt die Zahl der Deutschen und ebenfalls stimmberechtigten EU-Ausländer – während die Zahl der Nicht-EU-Ausländer über 18 gestiegen sei.
Rund 39.300 Mandate sind zu vergeben
Zur Wahl stehen die meisten Landräte, Oberbürgermeister und ersten Bürgermeister. Nur einige dieser Wahlen finden zu anderen Terminen statt, etwa wenn ein vorheriger Amtsinhaber gestorben oder zurückgetreten ist und sich die Wahlperiode, die regulär sechs Jahre beträgt, verschoben hat. Zudem werden die Mitglieder der Gemeinderäte, Stadträte und Kreistage gewählt. In Summe, zusammen mit den Führungsposten, sind laut Statistischem Landesamt 39.300 Mandate zu vergeben. Die Zahl der zu wählenden Sitze in den Kommunalparlamenten richtet sich jeweils nach der Einwohnerzahl.
1.097.098 Wahlberechtigte in München
Eine Besonderheit ist München, wo in den Stadtbezirken noch sogenannte Bezirksausschüsse gewählt werden, das sind eine Art Stadtteil-Parlamente. Die Zahl der abzugebenden Stimmen variiert je nach Wohnort. Insgesamt sind es in München sind 1.097.098 Wahlberechtigte (Stand: 25. Februar 2026), die sich an den Wahlen zum Oberbürgermeister, dem Stadtrat und den 25 Bezirksausschüssen beteiligen können.
+++ So wird das Wetter am Wahlsonntag +++
8. März, 8.05 Uhr: Das milde Wetter hält an: Bei Temperaturen knapp unter der 20-Grad-Marke fällt auch der Tag der Kommunalwahlen in Bayern frühlingshaft aus. Lokal rechnet der Deutsche Wetterdienst (DWD) für den Morgen mit Nebel. Tendenziell soll es dann aber landesweit reichlich Sonnenschein geben – durchsetzt mit einzelnen Wolkenfeldern.
Die Temperaturen sollen verbreitet zwischen 13 und 19 Grad liegen. Auf der Zugspitze soll es bei minus 1 Grad und auf dem Großen Arber bei bis zu 8 Grad bleiben. In der Nacht zum Montag sinken die Temperaturen auf minus 3 bis plus 4 Grad, ehe es am Montag wieder sonnig, mild und trocken weitergeht.
+++ Social-Media-Wahlkampf: Die letzten Manöver der OB-Kandidaten +++
7. März, 18.10 Uhr: Auch am Tag vor der Wahl sind die Kandidaten noch in den sozialen Netzwerken – allen voran auf Instagram – unterwegs, um Wählerstimmen einzuwerben.
Überraschender Gast bei Dominik Krause: Der Spitzenkandidat der Grünen hatte gestern seinen letzten großen öffentlichen Auftritt vor der Wahl. Zur Verwunderung einiger teilte er sich ausgerechnet mit SPD-Mitglied und Ex-OB Christian Ude gestern Abend eine Bühne im "D INGS" (ehemaliges Kino am Sendlinger Tor). Das Gespräch stand unter dem Motto "Haltung zeigen: Wie bleibt München weltoffen?" In der Stadt zeigte sich Krause heute am Samstag unter anderem noch einmal an den Wahlkampfständen der Grünen am Pariser Platz, in Neuhausen-Nymphenburg und in Moosach, wie seine Posts belegen.
Schadenbegrenzung bei Dieter Reiter (SPD): Der amtierende OB bemüht sich um Schadensbegrenzung in seiner "Posten-Affäre" beim FC Bayern (die AZ berichtete). In einem Video auf Instagram bittet er die Münchner Bürger am Freitag "ausdrücklich" um Verzeihung: "Ich habe einen Fehler gemacht. Ich hätte sie und den Stadtrat von Anfang an (..) informieren müssen, dass ich für meine Tätigkeit beim FC Bayern Geld bekomme." Nach der Verheimlichung jetzt das Versprechen: "Wir werden für volle Transparenz sorgen." Er sichert zu, bis zur juristischen Klärung der Sache nicht mehr an Sitzungen, Beratungen oder Entscheidungen des Rekordmeisters teilzunehmen.
"Macher-Markenkern" stärken bei Clemens Baumgärtner (CSU): Münchens vielleicht bekanntester Brillenträger zeigt sich auch im Wahlkampfabschluss noch einmal mit seinem neugewonnenen Polit-Buddy Philip Windsperger (Betreiber des populären Accounts "Münchner Gsindel" – und selbst Stadtratskandidat auf der CSU-Liste). Die zehn Adele-Konzerte im Jahr 2024 hätten "eine halbe Milliarde Euro" nach München gebracht, erklärt Baumgärtner in einem gemeinsamen Video, als es um seine Verdienste als Wirtschaftsreferent für München geht. Auch die IAA sei sehr einträglich für die Stadtkasse: "Kann man diskutieren, aber bringt viel Geld nach München". Windsberger ergänzt: "Und ein Auto braucht irgendwie trotzdem noch jeder." Auf Instagram sieht man Baumgärtner am Samstag ferner an den CSU-Wahlkampfständen in Laim und in der Maxvorstadt sowie an der Seite von CSU-Parteikollegen wie Markus Blume (Staatsminister für Wissenschaft und Kunst in Bayern).
Präsenz auf Anti-AfD-Demo bei Stefan Jagel (Die Linke): Der Spitzenkandidat der Münchner Linken zeigte sich auf der Gegendemo zur AfD-Wahlkampf-Abschlussveranstaltung am Freitag am Odeonsplatz. "München stabil - kein Fußbreit den Nazis", schreibt er dazu unter einem Instagram-Post. Später zeigte sich Jagel mit vielen anderen Wahlkämpfern vor dem PEP-Einkaufszentrum. Eine humorvolle Note bringt der "Mietendackel" der Linken auf's Tablett. In einem Video mit einem – na klar – Dackel wird für einen Bürgerantrag der Linken nach bayerischer Gemeindeordnung geworben.
Was genau wird gewählt?
Ob fürs Stadtviertel, den Stadtrat oder die Stadtspitze: 1.097.098 Wahlberechtigte Münchnerinnen und Münchner sind an diesem Wahlsonntag aufgerufen, bei der Kommunalwahl ihre Stimme abzugeben. Alle sechs Jahre können sie ihre direkten Vertreterinnen und Vertreter wählen und damit die Richtung der Stadtpolitik für die nächste Wahlperiode bestimmen.
Oft geht’s dabei um Dinge direkt vor der eigenen Haustür, oft um solche, die die Stadtentwicklung über Jahre und Jahrzehnte prägen. Umso wichtiger, dass möglichst viele Bürger abstimmen.

Abgestimmt wird auf drei Wahlzetteln. Für die Wahl des Oberbürgermeisters haben Sie genau eine Stimme und dürfen auch nur eine Person ankreuzen. Für den Stadtrat haben Sie 80 Stimmen. Für den Bezirksausschuss haben Sie zwischen 19 und 45 Stimmen – je nach Größe des Stadtbezirks. Sie können kumulieren, panaschieren oder eine Liste wählen.
Den Stimmzettel für die Bezirksausschusswahl erhält nur, wer zwei Monate oder länger im jeweiligen Stadtbezirk mit Hauptwohnsitz gemeldet sind.
Warum Münchner vor einem riesigen Wahlzettel sitzen – und wie sie ihre Stimmen verteilen können
Bei der Münchner Stadtratswahl dürfen Wähler gleich 80 Stimmen vergeben. Der Grund: Der Stadtrat hat genau 80 Sitze – und damit auch 80 zu verteilende Stimmen. Der Münchner Stimmzettel ist entsprechend groß: Er enthält mehrere hundert Kandidaten.

Wer möchte, kann einfach eine komplette Liste ankreuzen. Dann werden die Stimmen automatisch auf alle Kandidaten dieser Liste verteilt. Hinter den Listen stehen in der Regel Parteien oder lokale Bündnisse, die gemeinsam als eigene Liste zur Wahl antreten.
Es ist aber auch möglich, einzelne Kandidaten gezielt zu unterstützen: Bis zu drei Stimmen pro Person sind erlaubt – das nennt man Kumulieren. Außerdem können Stimmen auf Kandidaten verschiedener Parteien verteilt werden, das sogenannte Panaschieren. Wichtig: Insgesamt dürfen am Ende nicht mehr als 80 Stimmen vergeben werden, sonst wird der Stimmzettel ungültig. Wer panaschiert, muss also ein bisschen mitrechnen.
Auch eine Kombination ist möglich: Wird eine Liste angekreuzt und zusätzlich einzelnen Kandidaten Stimmen gegeben, werden die übrigen Stimmen automatisch dieser Liste zugerechnet – beginnend mit den Kandidaten weiter oben auf der Liste.
Wo wähle ich?
Die Adresse Ihres Stimmlokals ist oben rechts auf Ihrer Wahlbenachrichtigung eingetragen.
Wie läuft die Wahl am Sonntag ab?
Die Wahllokale sind am Sonntag von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Sie müssen ihre Wahlbenachrichtigung und einen amtlichen Lichtbildausweis mitbringen.
Ist die Wahlbenachrichtigung am Wahltag nicht auffindbar, können Sie mit einem gültigen Ausweisdokument in Ihrem Wahllokal wählen.
Ihre Briefwahlunterlagen müssen bis Sonntag, 18 Uhr, bei der Stadt eingegangen sein. Sie können Briefwahlunterlagen nicht in den Wahlräumen abgeben! Die Wahlbriefe können persönlich in die Behördenbriefkästen am KVR und am Rathaus sowie an den Sonderabgabestellen (nur am Wahlsonntag) eingeworfen werden. Diese befinden sich am KVR, Ruppertstraße 19 und Ruppertstraße 11, sowie am Rathaus, Marienplatz 8.

Die Standorte der Sonderabgabestellen werden am Sonntag hier auf der Webseite der Stadt veröffentlicht. Dort befindet sich entweder eine versiegelte Wahlurne, die von Sicherheitspersonal beaufsichtigt wird, oder es gibt einen gekennzeichneten "Wahlbriefkasten". Die letzte Leerung der Wahlurnen/Briefkästen an den Sonderabgabestellen ist am 8. März 2026, 18 Uhr.
Was ist, wenn ich am Wahlsonntag krank bin?
Spontan erkrankte Wahlberechtigte können am Wahlsonntag bis 15 Uhr Briefwahlunterlagen im Kreisverwaltungsreferat abholen lassen. Vorzulegen sind ein ärztliches Attest, eine Vollmacht und ein Ausweis der bevollmächtigten Person.
Wann gibt’s die ersten Wahlergebnisse?
Die Ergebnisse der Kommunalwahlen werden auf der Wahl-Webseite der Stadt veröffentlicht. Am Wahlsonntag ist von etwa 9.30 bis 17.30 Uhr der Stand der Wahlbeteiligung abrufbar. Mit ersten validen Ergebnissen zur OB-Wahl kann voraussichtlich ab 19.30 Uhr gerechnet werden. Trendmeldungen zur Stadtratswahl, einschließlich der voraussichtlichen Sitzverteilung, werden nach Eingang der Ergebnisse ab circa 21 Uhr präsentiert.

Vorläufige Auszählungsergebnisse der Stadtratswahl nach Bewerbern sind am Montag, 9. März 2026, ab 17 Uhr abrufbar. Geprüfte vorläufige Auszählungsergebnisse sind am Mittwoch, 11. März 2026 abends online. Die geprüften vorläufigen Auszählungsergebnisse der Bezirksausschusswahlen werden am Freitag, 13. März 2026 veröffentlicht.
Wann kommt es zur Stichwahl?
Sollte bei der Wahl zum Oberbürgermeister am 8. März kein Kandidat über 50 Prozent der abgegebenen gültigen Stimmen erhalten, so kommt es zur Stichwahl. Der Termin ist immer 14 Tage nach der Wahl angesetzt, also Sonntag, 22. März 2026.
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