Vroni von Quast geschasst

Die Star-Komikerin Veronika-Marie von Quast sollte bei der neuen Schrannen-Premiere auftreten und das Band durchschneiden. Jetzt macht’s der OB.
| Michael Graeter
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Hans Hammer eröffnet seine Schranne: Das Band wird vom OB durchschnitten.
Schramek Hans Hammer eröffnet seine Schranne: Das Band wird vom OB durchschnitten.

MÜNCHEN - Panne bei der Schranne: Drei Tage vor der zweiten Premiere der Schrannenhalle, die beim ersten Bildungsweg Guinnessbuch-verdächtig mit Schönheitsfehlern übersät war und wieder geschlossen wurde, ist es zu einem Eklat gekommen, der unnötig war.

Das bayerische Zeitlos-G’wachs Veronika-Marie von Quast, spätestens seit der Sketch-Show „Kanal fatal” jedem bekannt, sollte den Startschuss mit einem charmanten Auftritt geben und das Band durchschneiden. Von Chantal Hammer, Ehefrau des Schrannenhallen-Betreibers Hans Hammer, war sie vor Wochen bekniet worden: „Vroni, Sie sind die einzige, die das kann. Bitte machen Sie das.” Die Künstlerin sagte zu. Erst gestern Nachmittag fand Unternehmer-Gattin Hammer den Schneid, die weißblaue Diseuse wieder von ihrem Ehrenamt zu entbinden. Der Akt wurde intern gecancelt.

Wie das „O’zapfn” auf der Wiesn will Christian Ude den festlichen Vorgang allein vornehmen und selbst die Schere zücken. Vroni von Quast, die zur Zeit für „Herzflimmern” und „Sturm der Liebe” vor der Kamera steht, hatte eigens Drehtage verlegen lassen. Obwohl als Gast eingeladen, wird die Frohnatur nun dem Schranne-Start fernbleiben. „Ich wundere mich, dass ich bisher nicht mal eine Absage bekam und es am Sonntag von dritter Seite erfahren musste, dass ich nicht mehr gebraucht werde”, sagt die Künstlerin.

Am Donnerstag um 11 Uhr wird die Schranne der Presse vorgestellt und um 12 Uhr hält der OB vor geladenen Gästen seine zweite Hallen-Antrittsrede und schneidet das Band durch. Um 16 Uhr darf dann der Bürger in den Glasbau rein. Chef des 120 Plätze großen „Käfer”-Restaurants auf der Empore ist übrigens der Wiener Markus Barth, der mit Tatkraft und Schmäh die neue Käfer-Oase beflügeln will. Delikatessen-Doyen Michael Käfer geht mit 70 Mitarbeitern an den Start. Alle Hoffnung für eine gelungene zweite Runde liegt auf ihm.

32 Standl-Unternehmen sind mit Käfer unter einem Dach. Ein Anbieter löste im Umfeld nicht unbedingt Freudengeheul aus – die Einrichtungs- und Souvenirladen-Kette „Butlers”. Den Platz hätte gern ein Botaniker, bekannt für Solitär-Pflanzen, angepeilt, doch er bekam den Zuschlag nicht.

Man erwartete ohnehin mehr Markttypisches wie einen Metzger oder Bäcker. Obst-und Gemüsehändler Günter Hoffmann ist fast allein auf weiter Schrannen-Flur und der einzige, der von den Viktualienmarkt-Händlern reingeht. Ganz neu ist, dass „Tantris”-Besitzer Fritz Eichbauer in letzter Minute eine kleine Dependance zu seinem 2-Sterne-Restaurant in Schwabing etabliert hat. Verhandlungen laufen noch mit dem Konzern „Kraft-Food”, der im Keller auf 1500 Quadratmetern ein „Milka-Land” errichten will und kleine Schrannen-Kunden gewinnen möchte.

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