"Völlig losgelöst": Abertausende Münchner feiern deutschen Last-Minute-Sieg beim Public Viewing

Bei bestem Wetter waren beim zweiten WM-Auftritt der DFB-Elf in sehr vielen Public-Viewing-Locations kein oder kaum noch ein freier Platz zu bekommen. Die AZ hat einige von ihnen am Samstagabend besucht.
Andre Wagner
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Abertausende Fans haben das Deutschland-Spiel gegen die Elfenbeinküste beim Public Viewing in München verfolgt.
Abertausende Fans haben das Deutschland-Spiel gegen die Elfenbeinküste beim Public Viewing in München verfolgt. © Felix Müller und Christoph Streicher

Leicht bewölkter Himmel und Temperaturen um die 30 Grad auch noch am Abend, die Wetterbedingungen für ein Public Viewing im Freien zum zweiten WM-Spiel der deutschen Nationalmannschaft gegen die Elfenbeinküste waren nahezu perfekt.

Schon beim ersten Spiel des Tages zwischen den Niederlanden und Schweden (Endstand 5:1) war in vielen Locations wie z. B. dem Paulaner am Kapuzinerplatz kaum noch ein freier Platz zu finden.

Beim Paulaner am Kapuzinerplatz war schon beim Spiel der Niederlande gegen Schweden kein Platz mehr frei.
Beim Paulaner am Kapuzinerplatz war schon beim Spiel der Niederlande gegen Schweden kein Platz mehr frei. © Felix Müller

Andere Kneipen, wie das Tscharlie’s in der Lindwurmstraße hatte noch Kapazitäten zum Rudelgucken und rührten mit spontan erstellten Infotafeln noch die Werbetrommel.

Das "Tscharlie's" rührte kurz vor dem Spiel noch mal spontan die Werbetrommel.
Das "Tscharlie's" rührte kurz vor dem Spiel noch mal spontan die Werbetrommel. © Felix Müller

Zwar hatte der Fußball München am Abend voll im Griff, aber es sollte doch die ein oder andere Bar geben, die WM-freie Zone ist. So waren bei einem schnellen Besuch der Geyerwally in der Geyerstraße noch jede Menge freie Sitze zu sehen. Normalerweise ist hier an einem lauen Sommerabend nur sehr schwer ein Stuhl im Freien zu bekommen.

Die Geyerwally ist WM-freie Zone, gute Chancen also, dort endlich mal an einem lauen Sommerabend einen freien Platz zu bekommen.
Die Geyerwally ist WM-freie Zone, gute Chancen also, dort endlich mal an einem lauen Sommerabend einen freien Platz zu bekommen. © Felix Müller

Vielerorts versammelten sich Hunderte Deutschland-Fans zum gemeinsamen Mitfiebern

Anders sah das in und vor dem Sax in der Hans-Sachs-Straße aus. Hunderte von Deutschland-Fans versammelten sich hier vor großer Leinwand zum gemeinsamen Mitfiebern.

Vor dem Sax war kein freier Platz mehr zu finden.
Vor dem Sax war kein freier Platz mehr zu finden. © Felix Müller

Ein ähnliches Bild auch vor Maisha’s Kitchen in Giesing. Auf Bierbänken und Strandstühlen verfolgten etwa 200 Fans, viele davon im Deutschland-Trikot, das Spiel der Nagelsmänner gegen die Ivorer.

Auch vor Maisha’s Kitchen in Giesing fieberten jede Menge Deutschland-Fans vor der großen Leinwand mit.
Auch vor Maisha’s Kitchen in Giesing fieberten jede Menge Deutschland-Fans vor der großen Leinwand mit. © Christoph Streicher
Auf Bierbänken, Strandstühlen oder einfach auf dem Boden, vor Maisha’s Kitchen in Giesing fieberten die Fans mit dem deutschen Team mit.
Auf Bierbänken, Strandstühlen oder einfach auf dem Boden, vor Maisha’s Kitchen in Giesing fieberten die Fans mit dem deutschen Team mit. © Christoph Streicher

Auch vor dem Kraftwerk in der Thalkirchner Straße war schon weit vor dem Anpfiff kein freier Platz mehr zu finden.

Auch das Public Viewing beim Kraftwerk war sehr gut besucht.
Auch das Public Viewing beim Kraftwerk war sehr gut besucht. © Felix Müller

TV im Schaufenster – Public Viewing light im Glockenbachviertel

Ein besonderer Anblick offenbarte sich einem im Glockenbachviertel. Vor einem Kiosk wurden ein paar wenige Stühle aufgebaut und zwei Fans sahen das Spiel in einem Fernseher, welcher im Schaufenster aufgestellt wurde.

Public Viewing light: Im Glockenbachviertel hat ein Kiosk einfach einen Fernseher ins Schaufenster gestellt.
Public Viewing light: Im Glockenbachviertel hat ein Kiosk einfach einen Fernseher ins Schaufenster gestellt. © Felix Müller

Wesentlich mehr war auf dem Platz am Sendlinger Tor los. Vor dem Giesinger Stehausschank verfolgten mehrere Hunderte Fans das Spiel auf zwei großen Leinwänden.

Alles voll am Sendlinger Tor. Hunderte Fans verfolgten das Spiel auf zwei großen Leinwänden vor dem Giesinger Stehauschank.
Alles voll am Sendlinger Tor. Hunderte Fans verfolgten das Spiel auf zwei großen Leinwänden vor dem Giesinger Stehauschank. © Felix Müller

Auch im Augustiner Schützengarten dominierten am Samstagabend die Farben Schwarz, Rot und Gold. Hunderte von Fans fieberten dort vor riesiger Leinwand mit dem deutschen Team mit.

Hunderte Fans verfolgten das Spiel im Augustiner Schützengarten.
Hunderte Fans verfolgten das Spiel im Augustiner Schützengarten. © Melanie Blüml

Zweimal brandete dort und quer durch ganz München deutscher Torjubel aus, der allerdings im Keim erstickt wurde und lauten Buh-Rufen wich, als der Unparteiische Juan Beníte aus Paraguay zunächst dem Treffer von Aleksandar Pavlović (22.) und dann dem Tor von Kai Havertz (39.) jeweils wegen Foulspiel die Anerkennung versagte.

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In der 68. Minuten gab es dann aber kein Halten mehr, als der eingewechselte Deniz Undav den 1:1-Ausgleich erzielte und diesmal zählte der Treffer und endlich musste Peter Schillings "Völlig losgelöst" aus den Boxen nicht mehr abgewürgt werden.

Der NDW-Klassiker sollte dann in der 94. Minuten noch mal zu hören sein. In der vierten Minuten der Nachspielzeit erzielte Deniz Undav mit seinem zweiten Tor des Spiels doch noch den heiß ersehnten Siegtreffer und sorgte mit dem Last-Minute-Treffer für laute Jubelstürme, die auch noch in der Nachbarschaft der Public-Viewing-Locations zu hören waren.

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