"Völlig losgelöst": Abertausende Münchner feiern deutschen Last-Minute-Sieg beim Public Viewing
Leicht bewölkter Himmel und Temperaturen um die 30 Grad auch noch am Abend, die Wetterbedingungen für ein Public Viewing im Freien zum zweiten WM-Spiel der deutschen Nationalmannschaft gegen die Elfenbeinküste waren nahezu perfekt.
Schon beim ersten Spiel des Tages zwischen den Niederlanden und Schweden (Endstand 5:1) war in vielen Locations wie z. B. dem Paulaner am Kapuzinerplatz kaum noch ein freier Platz zu finden.

Andere Kneipen, wie das Tscharlie’s in der Lindwurmstraße hatte noch Kapazitäten zum Rudelgucken und rührten mit spontan erstellten Infotafeln noch die Werbetrommel.

Zwar hatte der Fußball München am Abend voll im Griff, aber es sollte doch die ein oder andere Bar geben, die WM-freie Zone ist. So waren bei einem schnellen Besuch der Geyerwally in der Geyerstraße noch jede Menge freie Sitze zu sehen. Normalerweise ist hier an einem lauen Sommerabend nur sehr schwer ein Stuhl im Freien zu bekommen.

Vielerorts versammelten sich Hunderte Deutschland-Fans zum gemeinsamen Mitfiebern
Anders sah das in und vor dem Sax in der Hans-Sachs-Straße aus. Hunderte von Deutschland-Fans versammelten sich hier vor großer Leinwand zum gemeinsamen Mitfiebern.

Ein ähnliches Bild auch vor Maisha’s Kitchen in Giesing. Auf Bierbänken und Strandstühlen verfolgten etwa 200 Fans, viele davon im Deutschland-Trikot, das Spiel der Nagelsmänner gegen die Ivorer.


Auch vor dem Kraftwerk in der Thalkirchner Straße war schon weit vor dem Anpfiff kein freier Platz mehr zu finden.

TV im Schaufenster – Public Viewing light im Glockenbachviertel
Ein besonderer Anblick offenbarte sich einem im Glockenbachviertel. Vor einem Kiosk wurden ein paar wenige Stühle aufgebaut und zwei Fans sahen das Spiel in einem Fernseher, welcher im Schaufenster aufgestellt wurde.

Wesentlich mehr war auf dem Platz am Sendlinger Tor los. Vor dem Giesinger Stehausschank verfolgten mehrere Hunderte Fans das Spiel auf zwei großen Leinwänden.

Auch im Augustiner Schützengarten dominierten am Samstagabend die Farben Schwarz, Rot und Gold. Hunderte von Fans fieberten dort vor riesiger Leinwand mit dem deutschen Team mit.

Zweimal brandete dort und quer durch ganz München deutscher Torjubel aus, der allerdings im Keim erstickt wurde und lauten Buh-Rufen wich, als der Unparteiische Juan Beníte aus Paraguay zunächst dem Treffer von Aleksandar Pavlović (22.) und dann dem Tor von Kai Havertz (39.) jeweils wegen Foulspiel die Anerkennung versagte.
In der 68. Minuten gab es dann aber kein Halten mehr, als der eingewechselte Deniz Undav den 1:1-Ausgleich erzielte und diesmal zählte der Treffer und endlich musste Peter Schillings "Völlig losgelöst" aus den Boxen nicht mehr abgewürgt werden.
Der NDW-Klassiker sollte dann in der 94. Minuten noch mal zu hören sein. In der vierten Minuten der Nachspielzeit erzielte Deniz Undav mit seinem zweiten Tor des Spiels doch noch den heiß ersehnten Siegtreffer und sorgte mit dem Last-Minute-Treffer für laute Jubelstürme, die auch noch in der Nachbarschaft der Public-Viewing-Locations zu hören waren.


