Urteil gefallen: Uni-Vergewaltiger von München muss sieben Jahre ins Gefängnis

Das Landgericht München hat den Uni-Vergewaltiger zu einer langjährigen Freiheitsstrafe verurteilt. Wegen verminderter Schuldfähigkeit erfolgt die Unterbringung in einer Psychiatrie.
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Der Sex-Täter und die Anwälte Ömer Sahinci und Heidi Pioch.
Petra Schramek Der Sex-Täter und die Anwälte Ömer Sahinci und Heidi Pioch.

Das Landgericht München hat den Uni-Vergewaltiger zu einer langjährigen Freiheitsstrafe verurteilt. Wegen verminderter Schuldfähigkeit erfolgt die Unterbringung in einer Psychiatrie.

Lange wurde über die Schuldfähigkeit des 26-jährigen Can G. (Name geändert) diskutiert. Nun ist das Landgericht München zu dem Schluss gekommen, dass der junge Mann, der am 27. Januar eine Studentin (25) brutal auf der Toilette der Ludwig-Maximilians-Universität vergewaltigt hat, zumindest vermindert schuldfähig ist. Das Urteil lautete am Freitagmittag: sechs Jahre und neun Monate Freiheitsstrafe, Unterbringung in der Psychiatrie.

Tags zuvor hatten die Verteidiger des Physikstudenten auf schuldunfähig plädiert. Der Täter will Stimmen gehört haben, die ihn zum Tatort geschickt und zur Tat überredet hätten.

Die Staatsanwaltschaft sah das jedoch anders: nicht jeder der Stimmen höre, sei automatisch schuldunfähig, argumentierte man am Donnerstag. Außerdem spreche das zielgerichtete und hinterlistige Vorgehen dagegen. Das Gericht blieb mit dem Urteil nur knapp unter der Forderung der Staatsanwaltschaft von sieben Jahren und zehn Monaten und der Unterbringung in einer geschlossenen psychiatrischen Klinik.

So spielte sich die Tat ab

Wie die Tat ablief, ist relativ klar: Can G. drang am 27. Januar gegen 16 Uhr in die Toilettenkabine der Studentin (25) ein und drückte ihr Nase und Mund zu. Er fing sofort an, sie zu befingern. Dabei ist er laut Anklage auch in sie eingedrungen. Als er die junge Frau brutal auf den Mülleimer in der Kabine drückte, brach sie sich den gerade erst verheilten Arm. Als das Opfer geistesgegenwärtig versuchte, während der Tat so viele Informationen wie möglich aus ihrem Peiniger herauszubekommen, stellte dieser sich ihr als Mathematikstudent "Max" vor.

Drei Tage später wollte der Sex-Täter an gleicher Stelle erneut eine Studentin vergewaltigen. Diese konnte ihn aber mit lauten Schreien in die Flucht schlagen. Bevor die Polizei den Mann vor Ort festnahm, leistete er vehement Widerstand und verletzte einen Beamten mit einem Faustschlag.

 

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