"Unverschämtheit": Diese Antwort des Kämmerers sorgt im Münchner Rathaus für Ärger

Ende 2026 wird das Rathaus voraussichtlich 9,76 Milliarden Euro Schulden angehäuft haben – ein neuer Rekord. Alleine für Zins und Tilgung der Schulden wird die Stadt heuer rund 175 Millionen ausgeben. Die Mehrheit im Rathaus ist sich deshalb einig: Die Stadt muss sparen. Nur wo? Und wie? Um das zu klären, hat das Rathaus Berater der Firma "PD – Berater der öffentlichen Hand" engagiert. Die AZ hat darüber berichtet.
Um herausfinden, welche Vorschläge die Berater bereits gemacht haben, wie viele im Rathaus aktiv sind und welches Honorar sie bekommen, stellte Linken-Chef Stefan Jagel eine Anfrage. Kämmerer Christoph Frey (SPD) beantwortet diese nun.
Zunächst muss man wissen: Der Stadtrat hat Ende 2024 einstimmig dafür gestimmt, PD zu beauftragen. Laut Frey wurden Anfang 2025 mit allen Referaten Workshops durchgeführt. Konkrete Ergebnisse sollen aber – "wie zu Beginn des Projektes angekündigt" – "Anfang des zweiten Quartals 2026 vorliegen", schreibt er. Und: "Zum aktuellen Zeitpunkt liegen noch keine abschließenden konkreten Streichvorschläge vor". Neue Details zur Bezahlung nennt er nicht.
Linken-Chef Jagel nennt die Antwort des Kämmerers eine "Unverschämtheit": "Die Bürger haben vor der Kommunalwahl das Recht, die Sparvorschläge zu erfahren."