"Unklar, wie es dazu kam": Panne beim traditionellen Böllerschießen

Das traditionelle Böllerschießen vor der Bavaria gehört zum Abschluss der Wiesn wie das Amen in der Kirche. Doch auch wenn diese Tradition seit Jahrzehnten gepflegt wird, ist auch sie vor Pannen nicht gefeit. So wie an diesem letzten Wiesn-Sonntag.
Rund 60 Böllerschützinnen und -schützen versammelten sich am Fuße der Bavaria, um mit einem letzten großen Knall das Oktoberfest zu verabschieden.
Plötzlich löst sich ein Schuss nach vorne
Frei nach dem Motto: "Tausendmal probiert, tausendmal ist nichts passiert" wurden bei bestem Wetter um 12 Uhr die Salutschüsse abgegeben.
Doch es gab auch einen Schuss, der nicht hätte fallen sollen. Nachdem eine Reihe von Schüssen in die Luft abgegeben wurden, ist auf einem Video zu sehen, wie sich bei einem der Schützen versehentlich ein Schuss nach vorne löst – in Richtung von Kommandant Werner Waschbichler.
Weiter ist zu sehen, wie Waschbichler offenbar von einer Druckwelle erfasst wird und sich schnell nach hinten wegdreht. Nach einer kurzen Schrecksekunde dreht sich der Kommandant wieder zu den Schützen und geht auf diese zu. Dabei reibt er sich wiederholt mit den Händen im Gesicht.
KVR will Vorfall klären
"Es habe einen Fehlschuss gegeben", sagte Kommandant Werner Waschbichler der dpa. Aufgrund der vorgegebenen Sicherheitsabstände sei ihm allerdings nichts passiert.
Wie es zu diesem Fehlschuss kommen konnte, ist noch ungeklärt. Das Kreisverwaltungsreferat will den Vorfall nun untersuchen.