"Unerträglich heiß": Die SPD fordert eine Umgestaltung dieses Platzes

Weil darunter Züge fahren, wird der Quartiersplatz Theresienhöhe beim Westpark "Bahndeckel" genannt. Eigentlich ein gutes Beispiel, wie man einen Ort nutzbar machen kann, findet die SPD. Doch es gibt ein Problem: Im Sommer ist es dort viel zu heiß. 
von  Christina Hertel
"Bahndeckel" wird dieser Platz beim Westpark genannt, weil darunter Züge fahren. Schatten gibt es hier kaum. Die SPD will deshalb eine Umgestaltung.
"Bahndeckel" wird dieser Platz beim Westpark genannt, weil darunter Züge fahren. Schatten gibt es hier kaum. Die SPD will deshalb eine Umgestaltung. © SPD

Surreal sieht der Quartiersplatz Theresienhöhe aus: Eine beigefarbene Kunststoff-Hügellandschaft plus Rasenflächen hat die Stadt vor über 15 Jahren zwischen Westpark und Theresienwiese gebaut. Kinder können hier spielen, es gibt Trampoline und Klettergerüste. "Bahndeckel" wird der Platz genannt – weil tatsächlich darunter Züge fahren. Neun Millionen Euro hat der Platz, der 2010 fertig wurde, gekostet. Nun will die SPD im Münchner Stadtrat eine Umgestaltung.

"Der Bahndeckel ist ein super Beispiel dafür, wie man in einer engen Stadt den Platz gut aufteilen kann: Unten fährt die Bahn, oben spielen Kinder und Jugendliche", sagt SPD-Stadträtin Barbara Likus. Allerdings: "Leider war es dort in den letzten Wochen unerträglich heiß."

"Soll ein Ort sein, an dem sich Menschen gerne aufhalten"

Likus weiß, dass es nicht möglich ist, auf dem Bahndeckel Bäume zu pflanzen. Denn das würde die Statik nicht aushalten. Die SPDlerin fordert deshalb einen helleren Bodenbelag. "Der Bahndeckel soll auch an heißen Sommertagen ein Ort sein, an dem sich Menschen gerne aufhalten – und kein Platz, den man wegen der Hitze meiden muss", schreibt die SPD in ihrem Antrag.

Grünen-Stadträtin Sybille Stöhr, die auch Chefin des Bezirksausschusses Schwanthalerhöhe ist, begrüßt den Vorschlag grundsätzlich. "Die Hitze auf dem Platz ist schon lange ein Thema", sagt sie. Das Baureferat habe im Bezirksausschuss auch schon einmal Vorschläge gemacht. "Das Problem ist nur, dass man den Platz wegen der Statik nicht beliebig bebauen kann", meint Stöhr. Auch müsse geklärt werden, was ein Umbau kosten würde. Vorstellbar wären aus ihrer Sicht zum Beispiel auch Sonnensegel über dem Platz.

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