Neues Restaurant an Touristen-Hotpsot am Ammersee: Die Chefin dürften viele aus München kennen

An der Promenade in Herrsching hat ein neues "Geisha"-Lokal geöffnet – sowie das Hotel Luma. Die Restaurant-Chefin dürften viele Gäste schon aus München kennen.
von  Anne Hund
Blick von der Promenade auf das neue Geisha-Lokal in Herrsching, und dahinter das neu eröffnete Hotel mit dem Namen Luma.
Blick von der Promenade auf das neue Geisha-Lokal in Herrsching, und dahinter das neu eröffnete Hotel mit dem Namen Luma. © Anne Hund

Unter den Bewohnern am Ammersee hat es sich bereits herumgesprochen – und auch der eine oder andere Sushi-Liebhaber aus München mag die neue Lokalität in der Nähe des Dampferstegs in Herrsching bereits entdeckt haben: Im Parterre des ehemaligen Pegasus-Hotels an der Seepromenade hat die Gastronomin Hani Nguyen vor knapp zwei Wochen ein neues Geisha-Lokal aufgemacht.

In München leitet die 51-Jährige schon seit Längerem erfolgreich das panasiatische Restaurant Geisha am Gärtnerplatz, den Geisha Garden in Nymphenburg sowie das Magari by Geisha im Werksviertel. Erst vor wenigen Monaten kam in Dachau ein weiteres Geisha-Lokal hinzu.

Jetzt freut sich Hani Nguyen, die in der Nähe von München lebt, auf das nächste Kapitel ihrer beruflichen Erfolgsgeschichte. Hier, am Ufer des Ammersees, wo sie sich sehr wohl fühle. Unterstützt wird die Gastronomin von ihrem Mann Anh Tuan Hoang, dem Sushi-Meister des Hauses. "Er macht alle Soßen", verrät sie, als die AZ sie in ihrem neuen Restaurant in Herrsching besucht – ein Teil des Erfolgskonzepts in all ihren Lokalen. Das Rezept für die besonderen Soßen, mit denen das Sushi zubereitet wird, bleibt natürlich streng geheim.

Willkommen in Herrsching: Hani Nguyen und Mitarbeiter John Kroos vor dem neuen Restaurant.
Willkommen in Herrsching: Hani Nguyen und Mitarbeiter John Kroos vor dem neuen Restaurant. © Anne Hund

Panasiatisches Restaurant in Herrsching geöffnet – und ein neuer Hotelbetrieb

Die neuen Pächter haben die Räumlichkeiten in der Summerstraße 6 in Herrsching innerhalb weniger Wochen mit ihrem Team umgestaltet, neu eingerichtet und hübsch dekoriert. Doch nicht nur ihr Restaurant ist an dieser Adresse ganz frisch eingezogen. Sondern auch das neue Hotel mit dem Namen Luma, freut sich Hani Nguyen – es heißt so "wie unsere Villa in Vietnam".

Vor ein paar Tagen seien die ersten Hotelgäste eingecheckt, sagt John Kroos (25) im Gespräch mit der AZ. Er ist als Betriebsleiter im Münchner Lokal Magari by Geisha tätig und pendelt für das neue Geisha-Lokal in Herrsching aktuell zwischen München und dem Ammersee hin und her.

Das Hotel Luma in Herrsching verfügt über 21 Zimmer, darunter einige mit Seeblick. "Erst frühstücken. Dann den See entdecken", heißt es auf der Hotel-Webseite. Serviert bekommen die Hotelgäste "einen Frühstücksteller inklusive eines Heißgetränks nach Wahl". Wie viel die Übernachtung kostet, erfährt man auf Anfrage. Auf Portalen wie Booking.com sind die Verfügbarkeiten (und verschiedene Preise je nach Zeitraum) abrufbar.

Zuvor hatten die Hotel-Räumlichkeiten hier an der Promenade über einen längeren Zeitraum leergestanden – trotz der prominenten Lage, gleich neben der Schiffsanlegestelle in Herrsching, wo viele Touristen gern am Seeufer flanieren.

Der Dampfersteg in Herrsching.
Der Dampfersteg in Herrsching. © Anne Hund

Und auch "das Restaurant stand leer, als wir es übernommen haben", sagt John Kroos. Was in den Räumlichkeiten zum Teil noch gelagert gewesen sei, habe man ausgeräumt. "Es war viel zu tun", blickt er auf die vergangenen Wochen zurück. Doch er nimmt es sportlich.

Denn die Mühe hat sich schließlich gelohnt: Der Innenraum des neuen Lokals ist schön hell und modern gestaltet. Bänke, Tische, Lampen – alles neu. Die Wand ist in ein schlichtes Anthrazit getaucht. Über den Holzbalken an der Decke scheint die Sonne durchs Glasdach.

Hell und modern: Das neue Lokal von innen – auch die Sushi-Bar ist komplett neu.
Hell und modern: Das neue Lokal von innen – auch die Sushi-Bar ist komplett neu. © Anne Hund

Restaurant mit Sushibar: Was steht auf der Speisekarte?

Platz nehmen kann man zum Beispiel an der neuen Sushibar mit viel Marmor und Holz – und dabei zuschauen, wie die Sushi-Gerichte frisch zubereitet werden. Etwa die beliebten California-Rollen (eine Portion hat acht Stück) mit Flusskrebs-Tatar, Gurke, Avocado, Sesam und Tobiko (der Kaviar vom Fliegenden Fisch) oder eine Portion "Philadelphia" mit Garnelen, Rucola, Frischkäse, Sesam und Tobiko (für jeweils 11 Euro).

Oder man wählt eine kalte Vorspeise wie etwa "Tuna Tartare" mit Thunfisch, Avocado und Lachskaviar für 13 Euro. Eine große Auswahl gibt es auch bei den warmen Vorspeisen – von frittierten Süßkartoffel-Pommes (sechs Euro) bis zum knusprigen Hühnchen mit Gurken (und dazu Sesamsoße) für acht Euro. Und auch bei den Hauptspeisen kann man zwischen vielen feinen asiatischen Gerichten wählen. Für ein "Red Curry" mit knuspriger Ente zum Beispiel bezahlt man 21 Euro.

Frühstück mit Bowls, Pancakes oder Smoothies

Innen gibt es mindestens 80 und draußen etwa bis zu 60 Sitzplätze. Solange es draußen noch schön warm ist, wollen nachmittags viele an der Promenade einen Kaffee trinken. Auch Kuchen und Frühstück (darunter verschiedene Brote, Bowls, Pancakes, frisch gepresste Säfte oder Smoothies) gibt es in dem neuen Lokal, das täglich von 10 bis 23 Uhr geöffnet ist.

Wie ist sie auf das Objekt am Ammersee aufmerksam geworden? Hani Nguyen muss nicht lange überlegen. Die Gastronomin erzählt von der Haus am Markt OHG in München, über die sie davon erfahren habe. "In Herrsching fühle ich mich sehr wohl", sagt sie. Die Gäste seien so nett, genauso wie die neuen Nachbarn am See, etwa gleich nebenan beim Seehof, schwärmt sie.

Hani Nguyen hat zudem noch weitere Pläne, wie sie im Gespräch mit der AZ verrät: "Wir suchen zusätzlich noch eine Location für ein Café am See", sagt sie – "am besten hier in Herrsching".

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