Mann übergibt sich im Zug – und endet in der Arrestzelle

Am Samstagabend spielte sich in einem Regionalzug eine Szene ab, wie sie leider öfters zu beobachten ist: Ein Mann hatte auf dem Dachauer Volksfest zu viel getrunken und musste sich übergeben. Als Bundespolizisten ihm helfen wollten, wurde es dann alles andere als alltäglich: Die Beamten stellten fest, dass gegen den Mann zwei Haftbefehle vorlagen.
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Einsätze rund um Volksfeste gehören für die bayerische Polizei zum Dienstalltag.
Bundespolizei Einsätze rund um Volksfeste gehören für die bayerische Polizei zum Dienstalltag.

München – Mit 1,14 Promille im RB 59108 – das war für den 28-jährigen Mann offenbar zu viel. Gegen 21:45 Uhr, als der Zug noch im Dachauer Bahnhof stand, merkte der Volltrunkene, dass das Bier wohl nicht bis zu Hause im Magen bleiben wollte. Er konnte sich noch bis zur Zugtoilette schleppen, wo er sich übergab, aber danach brach er dann endgültig zusammen.

Eine Streife der Bundespolizei, die wegen des Dachauer Volksfest ohnehin am Bahnhof war, wurde in die Regionalbahn München - Ingolstadt gerufen, um dem Mann zu helfen. Doch der wollte den Zug partout nicht verlassen: Als die Beamten den 28-Jährigen aus dem Zug brachten, stemmte er sich massiv dagegen und schlug unkontrolliert um sich.

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Der Russlanddeutsche wurde schließlich mit Handschellen gefesselt und zur ärztlichen Begutachtung gebracht. Ein Datenabgleich ergab dann, dass gegen den in Dachau lebenden Mann zwei offene Haftbefehle der Staatsanwaltschaft München II vorlagen. In einem Fall war der 28-Jährige wegen Erschleichen von Leistungen zu einer Geldstrafe in Höhe von 2.250 Euro (Ersatzfreiheitsstrafe 150 Tage) verurteilt worden. Im zweiten Fall lag eine Verurteilung wegen Diebstahl zu Grunde. Hier war der Dachauer zu einer Freiheitsstrafe von 4 Monaten verurteilt worden.

Nach dem feucht-fröhlichen Volksfestabend warten jetzt also mehrere Monate Haft auf den Mann.

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