Gemeinderatsbeschluss: Am Wörthsee herrscht nun Alkoholverbot

Die Gemeinde Wörthsee will den ausufernden Party-Exzessen der Jugendlichen ein Ende setzen und hat am Mittwoch ein Alkoholverbot an den Badeplätzen beschlossen. Umstritten ist der Beschluss allerdings nicht, wie auch das Abstimmungsergebnis zeigt.
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Am Wörthsee gilt nun ein temporäres Alkoholverbot. (Symbolbild)
Am Wörthsee gilt nun ein temporäres Alkoholverbot. (Symbolbild) © Sven Hoppe/dpa

Wörthsee - Der Gemeinderat Wörthsee hat ein Zeichen gesetzt und am Mittwochabend ein Alkoholverbot an allen Badeplätzen sowie auf dem Weg vom S-Bahnhof Steinebach zum See erlassen. Diese ist befristet bis zum 31. Oktober und gilt nun täglich von 22 bis 5 Uhr.

Grund für den Gemeinderatsbeschluss waren feierwütige Jugendliche, die laut Anwohner in jüngerer Vergangenheit mit lauter Musik und reichlich Alkohol an den Badeplätzen Partys feierten und danach riesige Müllberge hinterließen.

"Die Auswüchse sind enorm"

Sie habe vollstes Verständnis für die jungen Leute, "aber die Auswüchse sind enorm", wird Bürgermeisterin Christel Muggenthal in der "SZ" zitiert.
Täglich sind die betroffenen Bereiche mit Müll, Glasscherben und Zigarettenkippe übersät und auch Sachbeschädigungen sind schon vorgekommen.

Mit dem Alkoholverbot will die Gemeinde den Party-Exzessen der Jugendlichen nun Einhalt gebieten. Doch ganz umstritten und einstimmig war der Beschluss nicht.

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So sieht Robert Wihan (Freie Wähler) in einem Alkoholverbot von 22 Uhr an keinen Sinn, "wenn die sich nachmittags schon betrinken", wie er der "SZ" sagte. Als Lösung für das Problem schlug Wihan vor, einen Security-Dienst zu beauftragen, der häufiger an den Problemstellen kontrolliert.

Florian Tyroller von den Grünen zeigt Verständnis für die Teenager und betonte, dass die Jugend jetzt zwei Jahre eingesperrt gewesen wäre und die Clubs  immer noch nicht geöffnet hätten. "Die brauchen das soziale Miteinander und wir wollen sie nur vergrämen", so Tyroller zur "SZ".

Knappes Abstimmungsergebnis im Gemeinderat

Wie stark die Meinungen über das Alkoholverbot im Gemeinderat von Wörthsee auseinander gehen, zeigt sich auch im Abstimmungsergebnis. Amm Ende waren acht Gemeinderäte für, sechs gegen ein Alkoholverbot. 

"Ich fühle mich auch nicht wohl dabei, aber es muss ein", sagte Muggenthal. Die Bürgermeisterin bot an, das Gespräch mit einem ortsansässigen Security-Dienst zu suchen, der an den nächsten Abenden am Birkenweg nach dem Rechten sehen soll. Der Gemeinderat gab diesem Vorschlag sein Einverständnis.

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