Fürstenfeldbruck: Falsche Horrormeldung über Kindergarten in "Telegram"-Gruppe

In einem Kindergarten in Moorenweis erleidet ein kleines Mädchen einen Krampfanfall. Kurz darauf werden in einer Chatgruppe bei "Telegram" Meldungen verbreitet, im Kindergarten würde gegen Corona geimpft werden und es hätte bereits Tote gegeben.
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In einer Chatgruppe des Messengerdienstes "Telegram" wurden falsche Horrornachrichten über einen Kindergarten in Moorenweis verbreitet. (Symbolbild)
In einer Chatgruppe des Messengerdienstes "Telegram" wurden falsche Horrornachrichten über einen Kindergarten in Moorenweis verbreitet. (Symbolbild) © Sergei Konkov/TASS/dpa

Fürstenfeldbruck - Es ist einer dieser Fälle, die beweisen, dass man nicht alles ungeprüft glauben sollte, was in Chatgruppen verbreitet wird. Wie die Polizei berichtet, ereignete sich am Donnerstagvormittag in einem Kindergarten in Moorenweis (Lkr. Fürstenfeldbruck) ein medizinischer Notfall.

Ein eineinhalbjähriges Mädchen erlitt wohl einen Krampfanfall und bekam keine Luft mehr. Die Betreuer kümmerten sich sofort fachgerecht um die Erstversorgung des kleinen Mädchens, welches anschließend mit dem Krankenwagen in eine Klinik gebracht wurde. Zur Sicherheit stand auch ein Rettungshubschrauber zur Verfügung, der am Kindergarten landete, aber bald wieder abfliegen konnte.

Telegram-Chatgruppe verbreitet Falschmeldungen

Laut Polizei geht es dem kleinen Mädchen wieder gut und es kann wohl im Laufe des Freitags wieder zu seinen Eltern nach Hause. An dieser Stelle hätte diese Geschichte mit einem Happy End zu Ende sein können, doch dann wurde es abstrus. 

Kurz nach dem Vorfall wurde der Kindergarten mit teils kruden Anrufen bombardiert. In einer Chat-Gruppe des Messengerdienstes "Telegram" wurde die falsche Horrormeldung verbreitet, dass im Kindergarten Kinder eine Corona-Impfung bekommen hätten und mehrere Kinder und Pfleger deswegen zu Tode gekommen wären. Zudem wurde in der Gruppe behauptet, dass mehrere Tote mit Leichenwagen abtransportiert worden seien und die Polizei den Kindergarten versiegelt hätten.

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Das die kruden Behauptungen in mutwilliger Weise frei erfunden wurden, steht fest. Was die Nutzer der "Telegram"-Gruppe damit bezwecken wollten, ist derzeit noch unklar. Die Polizei in Fürstenfeldbruck ermittelt nun gegen die Verfasser.

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