Fürstenfeldbruck: Bei Metzgerei von Hofpfister wurden Listerien gefunden

Wegen eines Listerienfundes ruft die Metzgerei der Hopfisterei vorsorglich drei Wurstsorten zurück.  
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Im Bierschinken der Metzgerei Landfrau wurden Listerien gefunden (Archivbild).
dpa Im Bierschinken der Metzgerei Landfrau wurden Listerien gefunden (Archivbild).

Wegen eines Listerienfundes ruft die Metzgerei der Hopfisterei vorsorglich drei Wurstsorten zurück.

München - Bei einer Routinekontrolle bei der Öko-Metzgerei Landfrau aus Emmering im Landkreis München wurden Listerien gefunden. Wie die Metzgerei mitteilte werden deshalb "aus Gründen des vorbeugenden Verbraucherschutzes" drei Wurstsorten zurückgerufen.

Gefunden wurde der Erreger "Listeria Monocytogenes" beim „Bierschinken“ (geschnitten und verpackt). Da aber am gleichen Tag auf derselben Anlage auch „Lammsalami“ und „Putenbrust geräuchert“ geschnitten und verpackt wurden, ist nicht auszuschließen, dass diese betroffen sein können, heißt es in einer Pressemitteilung des Unternehmens.

Zusammengefasst wird vom Verzehr folgender Produkte abgeraten:

"Bierschinken“(Chargennummer 16444) und "Putenbrust geräuchert“(Chargennummer 16445) mit Mindesthaltbarkeitsdaten von 15.11.2016 bis 5.12.2016, sowie "Lammsalami“ (Chargennummer 16373) mit Mindesthaltbarkeitsdaten von 10.12.2016 bis 24.12.2016.

Listerien sind Bakterien, die in der Umwelt nahezu überall vorkommen und für gesunde Erwachsene meist ungefährlich sind. Sie können aber grippeähnliche Symptome mit Fieber und Muskelschmerzen oder Übelkeit und Durchfall auslösen. Bei bestimmten Risikogruppen (Schwangere, Säuglinge, Personen mit geschwächter Immunabwehr) können sie allerdings zu schwereren, manchmal sogar tödlichen Verlaufsformen führen.

Sicherheit der Kunden hat höchste Priorität

Das Unternehmen habe umgehend reagiert: "Bei unseren mikrobiologischen Untersuchungen wurde diese Verunreinigung festgestellt und wir haben die zuständigen Behörden umgehend informiert. Die Sicherheit unserer Kunden hat für uns oberste Priorität und wir schließen hier keine Kompromisse“, erklärt Nicole Stocker, Eigentümerin und Geschäftsführerin der Öko- Metzgerei Landfrau und der Hofpfisterei.

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Verkauft wurden die Produkte in Filialen der Hofpfisterei und bei ausgewählten Händlern in Bayern und Baden-Württemberg. Betroffene Kunden können die Produkte gegen Erstattung des Kaufpreises oder im Tausch gegen Neuware auch ohne Vorlage des Kassenbons an ihrer Einkaufsstätte zurückgeben. Auch ein Kundentelefon hat das Unternehmen eingerichte: Unter der kostenfreien Rufnummer 0800 / 5504403 werden Fragen zu dem Listerienfund beantwortet.

Die Öko-Metzgerei Landfrau ist die hauseigene Metzgerei der Hofpfisterei. Sie wurde 1998 in den Unternehmensverbund der Traditionsbäckerei aufgenommen, um den Kreislaufgedanken des ökologischen Landbaus zu unterstützen.

Erst im Juni waren bei einer anderen Metzgerei im Landkreis Fürstenfeldbruck Listerien gefunden worden. Der Listerienfund bei der Großmetzgerei Sieber führte sogar zum Produktionsstop und sorgte nicht zuletzt wegen der nachfolgenden Insolvenz für großes mediales Aufsehen.

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