Dreifach-Mord in Starnberg weiter ungeklärt

Mehr als ein halbes Jahr nach dem Starnberger Dreifachmord ist der Zeitpunkt für eine Anklageerhebung offen.
| dpa
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Drei Menschen soll der Tatverdächtige per Kopfschuss getötet haben. Doch die Ermittlungen dauern an. (Symbolbild)
Drei Menschen soll der Tatverdächtige per Kopfschuss getötet haben. Doch die Ermittlungen dauern an. (Symbolbild) © dpa

Starnberg - Wann im Dreifach-Mord von Starnberg Anklage erhoben wird, bleibt weiter offen. Die Ermittlungen liefen noch, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft München II.

Im Januar war eine Familie, die Eltern und ihr Sohn, erschossen in ihrem Haus in der oberbayerischen Stadt gefunden worden. Ein inzwischen 20 Jahre alter Mann hatte die Tat gestanden. In dessen Wohnhaus fand die Polizei ein ganzes Waffenarsenal - inklusive Kriegswaffen, Munition und Sprengstoffzutaten. Der 20-Jährige sitzt ebenso wie ein inzwischen 19 Jahre alter mutmaßlicher Mittäter in Untersuchungshaft.

Im Schlaganzug in den Kopf geschossen

Eine Polizeistreife hatte die Leichen der 60 Jahre alten Frau und ihres 64 Jahre alten Mannes am 12. Januar entdeckt, nachdem die Tochter sich Sorgen gemacht hatte. Sie lagen im Schlafanzug in ihrem Schlafzimmer im ersten Stock des Einfamilienhauses. Die Leiche des Sohnes wurde in dessen Zimmer entdeckt.

Er starb wie seine Eltern durch einen Kopfschuss; eine von zwei gefundenen Pistolen lag direkt neben ihm. Zunächst war vermutete worden, dass er zuerst die Eltern und dann sich selbst erschoss.

Fehlender Abschiedsbrief setzt Ermittler auf neue Fährte

Allerdings fehlte ein Abschiedsbrief - eine der Ungereimtheiten, die die Ermittler stutzig machten.

Ermittlungen zu den am Tatort gefundenen Pistolen führten dann über den Ausbildungsbetrieb des Sohnes zu dem nun Tatverdächtigen. Das Motiv war damals offen.

Auch aktuell äußerte sich die Specherin der Anklagebehörde nicht zu einem möglichen Motiv.

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