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Brandstiftung vermutet: Schon wieder brennt Jungwald nahe München

Ein Spaziergänger bemerkt Brandgeruch und schlägt Alarm. Polizei und die Feuerwehr Grasbrunn rücken an. Das Feuer zerstört etwa 200 Quadratmeter einer Jungwaldschonung. 
Ralph Hub
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März 2025: Verbrannte Sträucher stehen auf verkohltem Waldboden. Zahlreiche Feuerwehrleute mussten zu dem Waldbrand im Münchner Südosten ausrücken. Auf einer Fläche von 300 mal 50 Metern war ein Feuer ausgebrochen.
März 2025: Verbrannte Sträucher stehen auf verkohltem Waldboden. Zahlreiche Feuerwehrleute mussten zu dem Waldbrand im Münchner Südosten ausrücken. Auf einer Fläche von 300 mal 50 Metern war ein Feuer ausgebrochen. © Cordula Dieckmann

Update, 1.Mai, 17 Uhr: Schon wieder ein Waldbrand nahe Grasbrunn mit Verdacht auf Brandstiftung: Am Mittwoch, 29. April, gegen 7.35 Uhr, hat eine Zeugin eine Rauchentwicklung in einem Waldgebiet bemerkt, wie die Polizei am Freitag, 1. Mai mitteilte. Die Frau alarmierte daraufhin den Notruf. 

Kurze Zeit danach trafen Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Grasbrunn und der Münchner Polizei an dem Einsatzort ein. Dabei wurde festgestellt, dass eine dortige Jungwaldschonung auf etwa 50 Quadratmetern in Flammen stand.

Das Feuer konnte schnell gelöscht werden. Es entstand dabei ein Sachschaden von mehreren hundert Euro. Die Brandfahnder der Münchner Kriminalpolizei haben vor Ort die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Dabei ergaben sich Hinweise auf eine Brandstiftung. Die Ermittlungen dazu dauern noch an.

Am 28. April brannten nahe Neubiberg rund 150 Quadratmeter Jungwaldschonung. Auch hier geht die Polizei von Brandstiftung aus. 

Rund 200 Quadratmeter Jungwald in Flammen

Update, 27. April, 15.26 Uhr: Rund 200 Quadratmeter Jungwald sind am Wochenende zwischen Grasbrunn und Neukeferloh in Flammen aufgegangen. Die Kripo geht von Brandstiftung aus.

Hinweise auf den Täter gingen laut Polizei bisher keine ein. Ein Zusammenhang mit der Brandserie von 2017 besteht nach Angaben der Staatsanwaltschaft München nicht. Die Feuer damals soll ein ehemaliger Feuerwehrmann gelegt haben.

Gegen ihn wurde im Januar 2026 Anklage erhoben. Ein Verhandlungstermin in der Brandserie steht nach Angaben eines Sprechers des Amtsgerichts München noch nicht fest.

Sachschaden an der Pflanzung auf einige Tausend Euro geschätzt

Erstmeldung, 26. April: Geht die Serie von Brandstiftungen in einigen Waldgebieten südöstlich von München weiter? Fast sieht es so aus. Am Freitagmorgen brannte es in einem Waldstück südwestlich der Ortschaft Neukeferloh im Landkreis München.

Die Feuerwehr Grasbrunn rückte aus und löschte die Flammen. Die Polizei geht von vorsätzlicher Brandstiftung aus. Ein 45 Jahre alter Spaziergänger bemerkte am Freitag gegen 9.15 Uhr morgens Brandgeruch und sah Rauch aufsteigen. Er schlug umgehend Alarm.

Die Freiwillige Feuerwehr von Grasbrunn rückte aus. "Auf einer Fläche von rund 200 Quadratmetern stand eine Jungwaldschonung in Flammen", sagte Polizeisprecher Tobias Schenk am Sonntag. Der Sachschaden an der Pflanzung wird auf einige Tausend Euro geschätzt. Verletzt wurde bei dem Feuer nach Polizeiangaben niemand.

Spuren deuten auf vorsätzliche Brandstiftung hin

Brandfahnder der Kripo haben die Schonung untersucht. Die Experten gehen nach Polizeiangaben von vorsätzlicher Brandstiftung aus. Dafür spricht, dass die Stelle, an der das Feuer ausbrach, weitab der üblichen Wander- und Ausflugsrouten liegt. Nicht einmal ein Trampelpfad führt in das fragliche Gebiet.

Die Polizei bittet die Bevölkerung um Unterstützung. Wem sind am Freitagmorgen verdächtige Personen in der Umgebung von Grasbrunn aufgefallen? Es geht um ungewöhnliche Wahrnehmungen im Bereich der Waldbrunner Straße zum Friedhof und des Schwabener Wegs in Grasbrunn. Zeugen werden gebeten, sich im Präsidium zu melden unter der Telefonnummer 089/29100 oder bei jeder anderen Polizeidienststelle.

Seit Jahren brennt südöstlich von München immer wieder der Wald

Bereits seit 2000 kommt es im Südosten von München in Waldgebieten auffallend häufig zu Bränden. Zuletzt hatte es in dem Gebiet im Juni vergangenen Jahres gebrannt. Auch damals ging die Polizei von vorsätzlicher Brandstiftung aus.

Betroffen war eine Waldschonung zwischen der Putzbrunner Straße und dem Solalindner Weg. Eine Frau hatte mittags Brandgeruch wahrgenommen und die Feuerwehr alarmiert. Ein ehemaliger Feuerwehrmann aus der Gegend wurde von der Polizei 2025 festgenommen und  von der Staatsanwaltschaft Anfang 2026 wegen Brandstiftung angeklagt.

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4 Kommentare
Bitte beachten Sie, dass die Kommentarfunktion unserer Artikel nur 72 Stunden nach Veröffentlichung zur Verfügung steht.
  • Flansi Hick am 02.05.2026 09:18 Uhr / Bewertung:

    Das Erschreckende, viele dieser Brandstifter kommen aus den Reihen der Feuerwehr.

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  • Ch_Muc am 02.05.2026 10:35 Uhr / Bewertung:
    Antwort auf Kommentar von Flansi Hick

    Erschreckend ist, dass Sie glauben, viele Feuerwehrleute seien Brandstifter.

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  • Witwe Bolte am 04.05.2026 16:49 Uhr / Bewertung:
    Antwort auf Kommentar von Flansi Hick

    Sicherlich nicht von der Berufsfeuerwehr, eher von der Freiwilligen.
    Pyromanen sind so gut wie immer männlich.

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