15 gegen Einen: Brutale Attacke in Taufkirchen

In der Nacht auf Samstag sind am S-Bahnhof in Taufkirchen etwa 15 Unbekannte auf einen einzigen Mann losgegangen. Alle Täter konnten flüchten – jetzt sucht die Polizei nach Zeugen.
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München/Taufkirchen - Am Samstag, gegen 0:25 Uhr, konnten drei Zeugen beobachten, wie mehrere Unbekannte am S-Bahnhof in Taufkirchen einen 20-jährigen Mann attackierten. Daraufhin verständigten sie sofort die Polizei. Zeugenaussagen zufolge sollen es zwischen zehn und fünfzehn Personen gewesen sein, die den Unterhachinger mit Schlägen und Tritten verletzten. Bis die Polizei eintraf, verlagerte sich die Schlägerei in die mittlerweile eingefahrene S3. Hier wollten ein 47-jähriger Mann sowie sein 17-jähriger Sohn schlichten. Bei dem Versuch, die Situation zu klären, bekam der 17-Jährige einen Schlag auf den Brustkorb ab. An der Haltestelle in Unterhaching angekommen, flüchteten die Verdächtigen – die Polizei konnte sie bisher nicht ausfindig machen.

Sowohl der 20-Jährige als auch der 17-Jährige erlitten Verletzungen und wurden vom Notarzt vorsorglich ins Krankenhaus gebracht. Über die Schwere der Verletzungen kann die Bundespolizei aktuell noch keine Angaben machen. Auch das Motiv für die brutale Attacke ist derzeit noch unklar. Jetzt überprüfen die Ermittler Videoaufzeichnungen und Zeugenaussagen, um den Verdächtigen so auf die Spur zu kommen. Verdächtige Wahrnehmungen oder Täterhinweise können unter der Rufnummer 089/515550-111 direkt an die Bundespolizeiinspektion München gemeldet werden.

Zwei weitere Einsätze der Bundespolizei

Am Samstagabend griffen zwei betrunkene Frauen Mitarbeiter der DB-Sicherheitsstreife an. Die 30- und 50-Jährigen tranken in der Schalterhalle des Hauptbahnhofs Alkohol, als sie Security-Mitarbeiter auf das mittlerweile eingeführte Alkoholverbot am Bahnhof aufmerksam machten. Diesem Verbot wollten die beiden Frauen allerdings nicht nachkommen. Anschließend kam es zu Handgreiflichkeiten – die 30-Jährige schlug plötzlich auf den 45 Jahre alten DB-Mitarbeiter ein. Als er die Frau am Boden fixieren wollte, kamen ihr ihre Begleitung sowie ein weiterer Mann zur Hilfe – die Frau schlug dem Mitarbeiter ins Gesicht. Erst als ein Beamter der Bundespolizei vor Ort eintraf und drohte, Pfefferspray zu versprühen, beruhigte sich die Situation langsam. Bei der 30-jährigen Frau konnte ein Alkoholwert von 1,29 Promille gemessen werden, ihre Begleitung war sogar mit 1,61 Promille unterwegs.

Beinahe zeitgleich kam es in einer S3 zu einer Schlägerei, bei der ein bislang Unbekannter einem 55-Jährigen auf den Kopf schlug. Zwei Männer, die ebenfalls in der S-Bahn waren, beobachteten den Vorfall und leisteten Erste Hilfe – das Opfer blutete stark am Kopf. Der S-Bahnführer verständigte währenddessen die Polizei. Bis die Streife eintraf, konnte der Täter jedoch flüchten. Das 55-jährige Allacher Opfer erlitt eine Platzwunde am Kopf und wurde in ein Krankenhaus transportiert. Auch hier werden aktuell die Videoaufzeichungen ausgewertet.

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