Überraschung fürs Tal: Hier eröffnet ein neuer Supermarkt in München

Ja – in der Altstadt gibt's den Viktualienmarkt. Aber wer keine Millionen hat, wäre wohl schnell arm, würde er dort täglich einkaufen – da kann das Obst und Gemüse noch so schön aussehen.
Für die Bewohner der Altstadt gibt es bald eine günstigere Alternative: Im Frühjahr 2026 soll im Tal ein neuer Edeka-Markt eröffnen – und zwar dort, wo früher das Elektro-Geschäft Conrad war. Das machte 2022 dicht. Seitdem standen in dieser Filet-Lage drei Etagen leer.
Der Umbau hin zum Supermarkt hat bereits begonnen. Der Unternehmer Florian van Dungen wird ihn betreiben. Er führt außerdem Edeka-Filialen in der Hofstatt an der Sendlinger Straße, in den Stachus-Passagen und am Gärtnerplatz. Der neue Markt im Tal soll 1500 Quadratmeter haben.

Für die Chefin des Bezirksausschusses in der Altstadt Andrea Stadler-Bachmaier (Grüne) ist das eine gute Nachricht: "Auch den Bewohnern des südlichen Lehels kommt der neue Markt zu Gute." Gut sei auch, dass es ein "normaler" Supermarkt und nicht noch ein Bio-Markt sei.
Nachdem der Lidl in der Zweibrückenstraße beim Isartor zumachte, zog dort ein Bio-Laden ein. Günstig in der Altstadt und im Lehel einzukaufen, ist seitdem schwierig. Der Rewe, den es auch im Tal gibt, ist eher klein und nicht billig. "Mich erreichen immer wieder Bitten und Nachfragen nach einem neuen Discounter", sagt Stadler-Bachmaier. Allerdings sei ein Problem, dass es keine Flächen gibt, die dafür groß genug sind. Das sei beim Lidl der Knackpunkt gewesen. Andere meinen: Die Baustelle und der Radlweg hätten die Belieferung des Marktes zu sehr erschwert. Wie auch immer – der Lidl ist weg, ein neuer Edeka kommt ins Tal.
"Belebt das Tal"
Und das freut auch Wolfgang Fischer, der mit seinem Verband Citypartner die Händler in der Innenstadt vertritt: "Ein Lebensmittelmarkt ist immer positiv, weil der Menschen ins Tal bringt und es belebt."