Überraschendes Stichwahl-Ergebnis: Diese Stadtteile haben Krause zum OB gemacht

Das hat es in München noch nie gegeben: ein Grünen-Politiker wird Oberbürgermeister. Bei der Stichwahl konnte Herausforderer Dominik Krause (56,4 Prozent) den langjährigen Amtsinhaber Dieter Reiter (SPD / 43,6 Prozent) mit 12,8 Prozent Vorsprung deutlich schlagen.
Bei der Kommunalwahl am 8. März machten bei Reiter noch 35,6 Prozent ihr Kreuz, während es für Krause nur 29,5 Prozent der Wähler der Fall war. In den zwei Wochen bis zur Stichwahl konnte der Grünen-Politiker also wesentlich stärker punkten als der amtierende SPD-OB.
Grüne besonders in den Münchner Innenstadtbezirke stark
Ein Blick auf die Stadtkarte Münchens nach der Kommunalwahl zeigt: Ganz besonders in den Innenstadtbezirken sind die Grünen stark, der neu gewählte OB Dominik Krause konnte diese Stärke aber auf weitere Bezirke ausweiten. Sein bestes Resultat hat Krause in der Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt gemacht, wo 71,1 Prozent der Stimmen bei der Stichwahl auf ihn fielen.
Zu den stärksten grünen Hochburgen zählen daneben die innerstädtisch geprägten Bezirke Au-Haidhausen (68,5 Prozent), Schwanthalerhöhe (69,9 Prozent) und Maxvorstadt (67,2 Prozent). Dort erreichte Krause jeweils klare Mehrheiten.

Reiter konnte vor allem in den Randbezirken punkten
Der unterlegene Reiter war vor allem in den Randbezirken stark. Das stärkste Ergebnis fuhr Reiter in Feldmoching-Hasenbergl (60,7 Prozent) und Aubing-Lochhausen-Langwied (54,6 Prozent) ein. Dazu konnte er noch Allach-Untermenzing, Moosach, Trudering-Riem, Ramersdorf-Perlach und Hadern für sich gewinnen.
Anders sieht das Bild jedoch aus, wenn man sich die Bezirke mit den Stadtrats-Resultaten anschaut: Dort sind die Grünen auch im Zentrum stark, an den Rändern dominiert allerdings klar die CSU. Einzig der Bezirk Milbertshofen-Am Hart ging an die SPD.
Nimmt man beide Wahlen zusammen, ist klar: Die Grünen dominieren innerhalb des Rings und in den anliegenden Bezirken.