Truderinger Wald: Sorge ums Biotop Kiesgrube Roth

Hat der Wassermangel im Frühjahr Amphibien und Fischen im Biotop Kiesgrube Roth geschadet - fragen Stadtteilpolitiker.
| Gaby Mühlthaler
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Die ehemalige Kiesgrube ist heute ein artenreiches Biotop.
Die ehemalige Kiesgrube ist heute ein artenreiches Biotop. © ho

Die ehemalige Kiesgrube Roth im Truderinger Wald ist mit den Jahren ein idyllisches Biotop geworden. Doch Anfang des Jahres fehlte im Weiher am Friedrich-Panzer-Weg das Wasser.

Herbert Danner (Grüne) fragte damals bei der Stadt nach, was das für die Artenvielfalt bedeute, ob Aufzeichnungen über den Grundwasserstand existierten und ob die nahe gelegene Piederstorfer Großbaustelle Einfluss auf den Wasserstand habe.

SPD fordert: Stadt München soll Biotop kaufen

Nun, ein halbes Jahr später, hat die Truderinger SPD das Thema entdeckt und die gleichen Fragen in einen Bezirksausschuss-Antrag (BA) gepackt. Neuer Punkt dabei: Die Aufforderung an die Stadt, das Biotop zu kaufen.

Den gleichlautenden Antrag stellte im Perlacher BA die Fraktionsgemeinschaft SPD/Die Linke, als Mitinitiator zeichnete Gerhard Fuchs (SPD) aus Trudering. Die Perlacher beschlossen, die Stadt nach den Gründen für den niedrigen Wasserstand, die Auswirkungen auf Tier- und Pflanzenwelt und Erkenntnisse bezüglich des Trinkwasserschutzes zu fragen. Den Punkt "Ankauf des Biotops" verwies das Gremium in den Planungsausschuss.

Der Truderinger BA tagte wenig später. Herbert Danner erklärte die Anfrage für unnötig, schon im April habe die Stadt Antworten geliefert. Erstmals seit Jahrzehnten ist demnach das Biotop im Frühjahr völlig ausgetrocknet, was an den aktuell geringen Grundwasserständen und Niederschlägen liegt.

BA-SPDler vor Ort: Michael Welzl (Trudering-Riem),  Helena Schwinghammer (Ramersdorf-Perlach) und Gerhard Fuchs (Trudering-Riem).
BA-SPDler vor Ort: Michael Welzl (Trudering-Riem), Helena Schwinghammer (Ramersdorf-Perlach) und Gerhard Fuchs (Trudering-Riem). © ho

Haftungsgründe: Stadt lehnte Kauf ab

Man habe die niedrigsten Pegelstände seit 15 Jahren registriert, so das Planungsreferat. Manche Amphibien und Pflanzen der Roten Liste seien auf wechselnde Wasserstände angewiesen. Fische überlebten dies meist nicht, den Amphibien nütze das. Die Piederstorfer Baustelle hat laut Planungsreferat keinen Einfluss auf den Wasserstand.

Den Ankauf des Geländes hat die Stadt laut Danner schon früher abgelehnt, weil sie es aus Haftungsgründen einzäunen müsste. Gerhard Fuchs zog daraufhin seinen Antrag zurück. Erst wenn die Perlacher, in deren Bezirk das Biotop liegt, einen Beschluss gefasst haben, wollen sich die Truderinger wieder mit dem Thema befassen.

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