Trotz Kritik: Georg Dunkel bleibt Mobilitätsreferent

Der vorherige OB Dieter Reiter hat seinen Mobilitätsreferent gerne öffentlich kritisiert. Doch nun darf Georg Dunkel seinen Job behalten – womöglich aber nur, weil er Fans in der Opposition hat. 
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Georg Dunkel soll seine Arbeit fortsetzen.
Georg Dunkel soll seine Arbeit fortsetzen. © IMAGO/STL Studio Liebhart

Wäre Dieter Reiter (SPD) OB geblieben, hätte sich einer garantiert einen neuen Job suchen müssen: Georg Dunkel. Reiter rügte seinen Mobilitätsreferenten häufig öffentlich. Die Wahl ging anders aus. Und nun darf Dunkel seinen Job behalten. Der Stadtrat wählte ihn am Mittwoch wieder.

Georg Dunkel wurde viel kritisiert. Trotzdem darf er Mobilitätsreferent bleiben.
Georg Dunkel wurde viel kritisiert. Trotzdem darf er Mobilitätsreferent bleiben. © IMAGO/STL Studio Liebhart

Das kommt überraschend. Denn auch in der Mango-Koalition waren nicht alle mit seiner Arbeit zufrieden. Als die Freien Wähler noch eine Koalition mit der CSU bildeten, hätten sie ihn als "Immobilitätsreferenten" bezeichnet, daran erinnerte CSU-Chef Manuel Pretzl. Heute sitzen andere Freie-Wähler-Vertreter im Stadtrat, unter anderem Michael Piazolo. Er habe Dunkel als jemanden kennengelernt, der ruhig und ausgewogen vermittle. Inhaltlich sei er zwar nicht mit allem einverstanden. "Doch ich habe den Eindruck, dass wir mit vielen Inhalten durchgekommen sind." Zum Beispiel soll es einen Beauftragten für einen besseren Verkehrsfluss geben.

Die Linke und Volt verteidigen den Referenten

Auch in der Opposition verteidigten einige den Referenten. Für die Polarisierung beim Thema Verkehr sei der Stadtrat verantwortlich, nicht der Referent, sagte Linken-Chef Stefan Jagel.

"Das Problem war nicht, dass er das Referat nicht führen konnte, sondern dass ihm immer Steine in den Weg gelegt wurden", sagte Alexandra Lang (Volt), die früher selbst im Mobilitätsreferat arbeitete. Zum Beispiel sei das Referat vom Alt-OB nicht gut behandelt worden. "Mit einer neuen Stadtspitze wird auch das Mobilitätsreferat anders geführt werden", meinte sie.

Doch offensichtlich sehen das nicht alle so: Dunkel erhielt 46 von 79 Stimmen. Volt und Die Linke haben zusammen neun Stimmen und kündigten an, Dunkel zu wählen. Ob sie das wirklich taten, weiß man freilich nicht. Zieht man ihre neun Stimmen jedoch ab, bleiben nur noch 37 übrig. Damit hätte Dunkel keine Mehrheit gehabt – und OB Dominik Krause (Grüne) womöglich den ersten richtig großen Krach in seiner Koalition. Denn natürlich hätten alleine die Stimmen der Mango-Koalition reichen müssen.

"Die persönlichen Angriffe gehen nicht spurlos an einem vorbei"

Dunkel selbst nannte das Ergebnis hinterher "ehrlich". Er sagte außerdem, dass die vergangenen sechs Jahre nicht einfach gewesen seien. "Mir ist es ein persönliches Anliegen, die Emotionalität und Aggressivität mancher Debatten zu entschärfen", meinte Dunkel. Er dankte seinem Team und seiner Familie – die, so deutete er es an, auch einiges von dem Rathaus-Krach um ihn mitbekam: "Die persönlichen Angriffe gehen nicht spurlos an einem vorbei."

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6 Kommentare
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  • altmuenchner am 30.07.2026 13:17 Uhr / Bewertung:

    Anregung für das Mobilitätsreferat: Es gibt in dieser Stadt erstaunlicherweise auch noch Fussgänger!
    Wie wäre es für die Radfahrer (wie bereits für die Autofahrer vorhanden) Zebrastreifen einzurichten. Gerade an den Bushaltestellen stellt die Überquerung der Radwege für die Fussgänger und Nutzer des öffentlichen Nahverkehrs inzwischen eine erhebliche Gefahrenquelle dar. Die Haltestellen Brudermühlstrasse und auch HP8 (stadtauswärts) sind ein gutes Beispiel. Sowohl Fahrradfahrer, Lastenräder und Scooter brausen an der Haltstelle mit Höchstgeschwindigkeit und ohne jegliche Rücksichtnahme auf die dort Wartenden vorbei. Wie die ein und aussteigenden Nutzer dann vom Gehweg zum Bus und zurückkommen ohne überfahren zu werden scheint dem Mobilitätsreferat releativ egal zu sein. Fahren entgegen der Fahrrichtung oder rücksichtslos quer über den Gehweg ist ja eh normal.... Wahrscheinlich muss erst ein schwerer Unfall passieren damit derartige Fragestellungen Eingang in die Planung finden.

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  • MüKi am 31.07.2026 13:37 Uhr / Bewertung:
    Antwort auf Kommentar von altmuenchner

    Die Rücksichtslosigkeit ist beidseitig. An der HP8-Haltestelle kann man auch direkt an der Straße warten, da ist Platz, dann muß man nicht als Fußgänger im allerletzten Moment am besten noch mit Blick aufs Handy über den Radlweg eilen ohne Rechts oder Links zu schauen. Auch am HP8: wenn eine Veranstaltung ist und die Massen an Leuten strömen dann kennen die "keine Gnade" mit den Radfahrern und bevölkern alle Radwegteile - da hat man als Radler keine Chance. Man kommt sich so ähnlich vor, wie wenn man mit dem Fahrzeug in eine Schafherde kommt. Aber die Leute sind leiser und nicht so wollig. ;-))
    Rücksicht wäre das allgemeine Zauberwort - die kost nix außer ein paar vernünftigen Gedanken.
    Radln, Scootern (gerne zu zweit) gegen die Richtung mit einer Wahnsinnsgeschwindigkeit ist eine große Gefahr, nimmt überhand weil kaum bis nicht geahndet. Da wär Arbeit - aber nicht fürs Immobilitätsreferat....

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  • FRUSTI13 am 30.07.2026 12:01 Uhr / Bewertung:

    Auf jeden Fall kann man sagen, dass die Kommunikation mit dem Bürger grottenschlecht ist. Da kannst e mails schreiben, was du willst, beantwortet werden die nie!

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