Tragischer Unfall: Er wollte seinen Freunden helfen - Münchner ertrinkt im Chiemsee

Am Samstag ist es am Chiemsee zu einem tragischen Unfall gekommen, bei dem ein Münchner gestorben ist. Der 29-Jährige sprang ins Wasser, um seinen Begleitern zu helfen.
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Der Chiemsee: Hier ereignete sich das Unglück. (Archivbild)
Der Chiemsee: Hier ereignete sich das Unglück. (Archivbild) © Katrin Requadt/dpa

Prien am Chiemsee - Ein gemeinsamer Bootsausflug am Chiemsee ist am Samstag mit einem tragischen Todesfall geendet. Wie die Polizei berichtet, ist ein 29-Jähriger aus München ums Leben gekommen.

Münchner wollte seinen Freunden helfen

Der gebürtige Inder war am Nachmittag mit drei weiteren Begleitern mit einem geliehenen Elektroboot auf dem Chiemsee zwischen der Herreninsel und Prien unterwegs. Ein 28-Jähriger sprang vom Boot in den See, wenig später folgte ihm ein 27-Jähriger. Letzterer hatte laut Polizei aber bereits nach kurzer Zeit Schwierigkeiten, über Wasser zu bleiben. Er rief um Hilfe, der 28-Jährige schwamm zu ihm und schleppte ihn zum Boot.

Der 29-jährige Münchner sprang daraufhin offenbar ebenfalls ins Wasser, um den beiden zu helfen. Allem Anschein nach konnte er aber nicht schwimmen. Er konnte sich nicht an der Wasseroberfläche halten und ging kurz darauf unter.

29-Jähriger aus 20 Metern Seetiefe geborgen

Mehrere Wassersportler wurden auf den Vorfall aufmerksam und setzten einen Notruf ab. In der Zwischenzeit begaben sie sich zur Unglücksstelle, um nach dem 29-Jährigen zu suchen.

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Wasserschutzpolizei, Feuerwehr und Wasserrettungsorganisationen begannen sofort mit der Suche nach dem Verunglückten. Der 29-Jährige konnte nach 40 Minuten von einem Rettungstaucher aus ungefähr 20 Metern Seetiefe geborgen werden. Unter laufender Reanimation wurde er ins Klinikum in Prien am Chiemsee eingeliefert, wo er jedoch trotz aller ärztlichen Bemühungen verstarb. Die drei Begleiter blieben unverletzt.

Der Kriminaldauerdienst der Kriminalpolizei Traunstein hat die Ermittlungen zur Klärung der Todesursache übernommen. "Derzeit liegen keine Hinweise auf ein Fremdverschulden vor. Vielmehr wird von einem tragischen Unglücksgeschehen ausgegangen", schreibt die Polizei in ihrem Bericht. Ersten Ermittlungen zufolge war der Verstorbene erst seit wenigen Monaten bei einem Institut in Garching beschäftigt.

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