Tierpark Hellabrunn: Großvoliere ab sofort wieder geöffnet

Update, 14. Januar 2026: Eine gute Nachricht für Zoo-Fans: Die Großvoliere im Tierpark Hellabrunn ist ab sofort wieder für die Besucher geöffnet. Sie war Ende Oktober vorsorglich geschlossen worden, weil zu dieser Zeit ein erhöhtes Risiko durch das saisonale Auftreten der Aviären Influenza (AI) bestand.
Großvoliere in Hellabrunn gilt als außergewöhnlicher Ruheort
Doch weil sich das Infektionsgeschehen in Sachen Vogelgrippe derzeit als überschaubarer zeige, könne man nun wieder öffnen. "Das aktuelle Infektionsgeschehen im Raum München erlaubt es uns, diesen besonderen Ort wieder guten Gewissens für unsere Gäste zugänglich zu machen", sagt Tierpark-Chef Rasem Baban. "Gleichzeitig stehen wir weiterhin in engem Austausch mit den zuständigen Behörden und beobachten die Situation fortlaufend, um kein Risiko einzugehen."
Die Hellabrunner Großvoliere gilt gerade in den Wintermonaten als außergewöhnlicher Ruheort mitten in München. Die lichtdurchflutete Stahl- und Netzarchitektur, entworfen von Frei Otto und Jörg Gribl, fügt sich harmonisch in die Isarauenlandschaft ein und schafft großzügige, naturnahe Lebensräume für die Vögel.
Die Konstruktion überspannt rund 500 Quadratmeter und ist bis zu 18 Meter hoch. Bei Schneefall verwandelt sich die Voliere in eine stille, igluartige Winterlandschaft mit besonderer Lichtstimmung. Aktuell sind hier unter anderem Schwarzstörche, verschiedene Möwenarten, Jungfernkraniche und – je nach Witterung – die Gelbrustaras zu sehen.
Beide Hellabrunn-Streichelgehege geschlossen
Erstmeldung, 30. November 2025: Seit Januar dieses Jahres sind die beiden Streichelgehege im Tierpark Hellabrunn geschlossen. "Tiermanagementgründe" seien dafür verantwortlich, heißt es dazu seither auf der Webseite des Tierparks.
Bei einer ersten Anfrage der AZ dazu im vergangenen Mai hieß es, dass ein "derzeit erhöhtes Risiko für verschiedene Tierseuchen, welche aktuell in Europa vorkommen", dafür verantwortlich sei. Insbesondere die Maul- und Klauenseuche war Anfang des Jahres eine mögliche Gefahr. Seit April gilt Deutschland wieder als frei von der Maul- und Klauenseuche. In anderen Zoos sind die Streichelzoos (wieder) offen.
Streichelgehege in Hellabrunn nach wie vor geschlossen
Und in München, besteht da mittlerweile wieder Hoffnung auf Kinder, die den kleinen Ziegen durchs Fell fahren dürfen?

Deutschland sei zwar seit geraumer Zeit wieder frei von der Maul- und Klauenseuche, schreibt Tierpark-Sprecher Dennis Späth auf Anfrage der AZ. "Wir schätzen die Lage mit dieser Tierseuche allerdings sehr volatil ein und beobachten die Entwicklungen auch in Nachbarländern sehr genau".
Heißt konkret: Die Streichelgehege in Hellabrunn bleiben bis auf Weiteres geschlossen. Aber es gibt Hoffnung: "Parallel arbeiten wir an einem Konzept, dass uns mittelfristig die Wiedereröffnung der Streichelgehege mit verantwortungsbewussten Sicherheitsmaßnahmen ermöglichen soll", so der Sprecher weiter. Das wolle man kommunizieren, sobald es soweit ist.

Wegen Vogelgrippe: Auch Großvoliere geschlossen
Ebenfalls geschlossen ist momentan die Großvoliere im Tierpark. Dies wegen der aktuell in Deutschland grassierenden Vogelgrippe. Der Tierpark wolle so seinen wertvollen Vogelbestand schützen, heißt es auf dessen Webseite.
Den Streichelzoo in Hellabrunn gibt es seit 1975. Im Jahr 2020 wurde außerdem der neugestaltete Streichelzoo am Isareingang eröffnet, der zur Geozone Afrika gehört.
Wer mit seinem Nachwuchs gerne Tiere anschaut und nicht auf einen Streichelzoo verzichten möchte, der hat dazu im Wildpark Poing die nächstgelegene Möglichkeit.