Theater in München: Restkarten an Bedürftige

Nach der Pandemie werden Inhaber des München-Passes sehr günstig in städtische Theater dürfen. Dafür hatte sich Grün-Rot im Rathaus eingesetzt.
| Felix Müller
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Das Bild aus den Kammerspielen ist schon ein paar Jährchen alt. Doch Plätze bleiben immer wieder frei.
Das Bild aus den Kammerspielen ist schon ein paar Jährchen alt. Doch Plätze bleiben immer wieder frei. © imago images/Reinhard Kurzendörfer

München - Einfach mal wieder ins Theater oder Konzert - das wäre schön. Und ist für die Münchner gerade ganz weit weg. Doch auch in Zeiten ohne Beschränkungen für die Kultur gibt es Menschen, die ins Theater wollen - es aber nicht können, weil ihr Geld für anderes draufgeht im teuren München.

SPD-Forderung: Kommunale Bühnen sollen Restkarten an Bedürftige verkaufen

Auf der anderen Seite bleiben oft Plätze leer. Eine absurde Gleichzeitigkeit, findet die SPD. Und fordert nun gemeinsam mit den Grünen, dass die kommunalen Bühnen, also Kammerspiele, Volkstheater, Deutsches Theater und Gasteig, die Restkarten, die nicht verkauft wurden, an Menschen mit geringem Einkommen verkaufen. Da die beiden Fraktionen im Rathaus die Mehrheit stellen, wird es das Angebot wohl bald geben.

"Kulturelle Teilhabe für alle ist wichtig. Der München-Pass bietet Münchner Bürgerinnen und Bürgern mit geringem Einkommen bereits jetzt eine Vielzahl an Vergünstigungen für städtische Einrichtungen", heißt es in einer Mitteilung vom Sonntag. "Jetzt soll es für Tickets bei städtischen Bühnen eine weitere Ermäßigung geben." Es sei "sinnlos, dass die nicht verkauften Plätze bei Aufführungen leer bleiben".

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Wieviel sollen die vergünstigten Theaterkarten kosten?

Diese Karten, die an der Abendkasse übrig bleiben, sollen günstig an die Inhaberinnen und Inhaber des München-Passes verkauft werden. Nach AZ-Informationen geht man im Rathaus von Ticketpreisen um fünf Euro aus. Zudem sollen zwei Prozent der Tickets über einen Verein als Freikarten an Bedürftige ausgegeben werden.

"Kultur genießen ist die "schönste Art, um der Einsamkeit zu entfliehen und Gleichgesinnte kennenzulernen", sagte SPD-Stadtrat Roland Hefter, selbst Musiker, am Sonntag. "Diese Möglichkeit darf kein Privileg der Besserverdienenden sein, zumindest nicht für Veranstaltungen in städtischen Bühnen."

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