Taxifahren wird billiger: Diese Änderungen kommen

Einfacher - und auch günstiger soll das Taxifahren in München werden. Wer profitiert - und wer nicht.
| Myriam Siegert
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
4  Kommentare Artikel empfehlen
Das Taxifahren wird billiger.
Das Taxifahren wird billiger. © Armin Weigel/dpa

München - Schnell ins Taxi springen, aber kein Bargeld dabei? Das dürfte bald kein Problem mehr sein. Am kommenden Mittwoch beschäftigt sich der Stadtrat mit der Tarifordnung des Taxigewerbes. Das Ziel: eine deutliche Modernisierung. Künftig soll es in allen Taxen möglich sein, mit Karte zu zahlen. Darüber hinaus wird das Taxifahren billiger.

Zahlen mit EC-Karte und Preise werden billiger

Wer ein Taxi ruft, sei es telefonisch oder über eine App, zahlt bisher 1,40 Euro Zuschlag. Laut der SPD/Volt-Fraktion im Stadtrat betrifft dies etwa 75 Prozent der Fahrten. Diese Zuschläge sollen nun wegfallen. Die Fahrten werden billiger, obwohl der Grundpreis von 3,50 Euro auf 4,50 Euro steigt.

Auch der festgesetzte Zuschlag von 70 Cent für Tiere oder Gepäck soll wegfallen. Der Preis für sperrige Güter wird nun frei vereinbar. Allerdings: Wer ein Fahrrad mitnehmen will, zahlt 7,50 Euro zusätzlich.

"Pooling-Angebote" sollen kommen

Von den Vereinfachungen sollen aber nicht nur die Kunden profitieren, sondern auch die Branche - um weiterhin konkurrenzfähig zu sein. Auf Bundesebene ist zur Zeit eine Novellierung des Personenbeförderungsgesetzes (PBefG) in Arbeit. Damit sollen Hemmnisse für neue Mobilitätsanbieter und -angebote beseitigt und neue Regelungen für Taxis und Mietwagen mit Fahrer oder Fahrerin geschaffen werden.

Ein Kern der Neuerung, so die SPD, sei dabei die Aufnahme von "Pooling-Angeboten", bei denen sich mehrere Fahrgäste einen Transporter teilen.

Lesen Sie auch

Und auch aus dem Nahverkehr kommt weitere Konkurrenz: Hier werden flexiblere bestellbare Angebote möglich, wie der schon bestehende Isar-Tiger in München. Welche Auswirkungen die Neufassung bei uns haben wird, ist zur Zeit noch unklar. SPD und Grüne möchten, dass dies untersucht wird. SPD-Stadtrat Christian Vorländer: "Dass auch das Taxigewerbe mit dem vorliegenden Konzept sehr zufrieden ist, zeigt, dass wir den richtigen Weg gehen." Man werde "auf eine gute Lösung für unsere Taxifahrerinnen und Taxifahrer achten."

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen 4  Kommentare – mitdiskutieren Artikel empfehlen
4 Kommentare
Artikel kommentieren