Stichwahl München: OB Reiter will nicht Zweiter Bürgermeister werden

Dieter Reiter will sich im Falle einer Niederlage bei der OB-Stichwahl nicht zum Zweiten Bürgermeister degradieren lassen. Sein Herausforderer Dominik Krause zeigt sich hingegen offen für eine Zusammenarbeit.
AZ/dpa |
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Reiter und sein Herausforderer Krause.
Reiter und sein Herausforderer Krause. © Felix Hörhager/dpa

Im Falle einer Niederlage in der Stichwahl kann Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) sich nicht vorstellen, Zweiter Bürgermeister zu werden. "Das ist ein Schritt, den würde ich nicht mehr machen wollen", sagte der 67-Jährige dem Sender Radio Charivari im Duell mit seinem Herausforderer Dominik Krause (35/Grüne). "Wenn die Stadt sich mehrheitlich dafür entscheidet, die Stadtspitze deutlich zu verjüngen" - dann werde er das hinnehmen, aber nicht zweiter Mann hinter einem OB Krause werden. 

Krause findet Zusammenarbeit "wertschätzend und konstruktiv"

Krause kann sich durchaus vorstellen, Zweiter Bürgermeister zu bleiben, sollte Reiter die Stichwahl gewinnen, wie er dem Radiosender sagte. Die Zusammenarbeit sei "wertschätzend und konstruktiv", betonte er. "Darum würde ich das auch so fortsetzen." Der 35-Jährige sprach sich auch dafür aus, im Falle eines Wahlsieges zuerst mit dem aktuellen Koalitionspartner, Reiters SPD, über eine Fortsetzung der Rathaus-Koalition zu sprechen. Reiter hielt sich dazu bedeckt. 

Welche Koalition wollen die Kandidaten? 

Zuletzt hatte die Münchner CSU-Spitze sich in der Stichwahl, die ohne einen Kandidaten ihrer Partei auskommt, für Reiter ausgesprochen. Führende CSU-Vertreter in München lobten Reiters "Pragmatismus". Er stehe der CSU in vielen wichtigen inhaltlichen Fragen näher als Krause. Sie nannten etwa die Verkehrs- und Wirtschaftspolitik. 

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Beide OB-Kandidaten gaben sich in dem Duell betont respektvoll, stimmten einander immer wieder zu. In der Frage der Wohnungspolitik und beim Umgang mit Tempo 30 auf dem Mittleren Ring zeichneten sich allerdings auch Unterschiede ab. Krause beispielsweise will 50.000 neue, bezahlbare Wohnungen versprechen - unter anderem durch den Umbau ungenutzter Büroflächen. Reiter zweifelt daran, dass das möglich ist. 

Die Radio-Hörer sehen Reiter am Ende des Duells vorn. Nach Senderangaben fanden 60 Prozent der abstimmenden Hörer den Amtsinhaber im Duell stärker, rund 40 Prozent sprachen sich für den Herausforderer aus. "Ich arbeite dran, dass es dann am Sonntag umgekehrt ausschaut", sagte Krause.

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  • Der Münchner am 17.03.2026 16:47 Uhr / Bewertung:

    Die OB Wahl in München war immer schon eine Persönlichkeitswahl!
    In der damaligen, hauptsächlich von Arbeitern bewohnten Stadt war die bevorzugte politische Farbe rot. War auch in Augsburg und Nürnberg so.
    Dieses Wählerbild hat sich halt in den letzten Jahren geändert.
    Oma wählt immer noch rot, aber beim OB das Kreuz beim Dominik gemacht,
    weil der so lieb ausschaut. Politische Ausrichtung vollkommen egal!
    Die CSU in München wollte eigentlich nie so richtig den OB Posten haben, nur einmal mußte der Kiesl ran weil der Kronawitter abgewählt wurde.

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  • Witwe Bolte am 16.03.2026 21:35 Uhr / Bewertung:

    Oberstes Foto: wie Vater und Sohn.

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  • Witwe Bolte am 16.03.2026 19:24 Uhr / Bewertung:

    Der Nachfolger vom Didi sitzt schon in den Startlöchern: Christian Scharpf.

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