Starkbierfest im Löwenbräukeller: Feier-Regeln in Corona-Zeiten

Im Löwenbräukeller läuft das Starkbierfest – die Wirte-Familie Reinbold hat die Hygienevorschriften verschärft. Jeder Gast muss seine Hände gründlich desinfizieren – und das Händeschütteln ist verboten.
| Kimberly Hagen
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Verschärft die Hygieneregeln: Ludwig Reinbold (r., mit Bruder Mathias).
privat 2 Verschärft die Hygieneregeln: Ludwig Reinbold (r., mit Bruder Mathias).
"No Hand Shakes", steht auf den Ansteckern vom Löwenbräukeller. Alle Kellner tragen die Pins, Gäste können sie im Souvenirshop kaufen.
privat 2 "No Hand Shakes", steht auf den Ansteckern vom Löwenbräukeller. Alle Kellner tragen die Pins, Gäste können sie im Souvenirshop kaufen.

+++ Update vom 11. März: Das Starkbierfest wurde wegen der Corona-Pandemie verschoben +++

München - Am frühen Freitagnachmittag klingelten plötzlich pausenlos die Telefone und Handys im Löwenbräukeller. Die Nachricht mit der drohenden Nockherberg-Absage hatte sich unter den Gästen herumgesprochen, die nun wissen wollten, ob das andere Starkbierfest im Löwenbräukeller trotzdem stattfinden würde. Eine gute Frage, die sich auch die Wirte-Familie gestellt hatte.

Ludwig Reinbold zur AZ: "Wir nehmen das Thema Coronavirus natürlich sehr ernst. Deshalb haben wir unsere eh schon hohen Hygiene-Standards noch mal verschärft." Da die Wirte von den Behörden nichts gehört haben, findet das Starkbierfest bis zum 28. März statt. Absagen von den Gästen gab’s keine. Im Gegenteil: Über 1.000 Gäste kamen zum Triumphator-Anstich am Freitag, auch am Samstag war das Haus voll. Ein einheitliches Verbot gibt es für Großveranstaltungen bisher nicht.

Verschärft die Hygieneregeln: Ludwig Reinbold (r., mit Bruder Mathias).
Verschärft die Hygieneregeln: Ludwig Reinbold (r., mit Bruder Mathias). © privat

Also, was ist heuer beim Starkbierfest anders? Die Feier-Regeln in Corona-Zeiten schauen im Löwenbräukeller aktuell so aus:

1. Jeder Gast muss sich am Eingang die Hände gründlich desinfizieren.

"Wir haben dort am Eingang, aber auch im Saal mobile Desinfektionsspender aufgestellt, sodass Gäste, aber auch Mitarbeiter, sich ganz einfach im Vorbeigehen die Hände desinfizieren können", erklärt Ludwig Reinbold.

2. Händeschütteln ist verboten.

"Wir haben sogenannte Pins, also kleine Anstecker, anfertigen lassen", erklärt der Wirt weiter. "Die tragen alle Kellner und die Gäste können sie im Souvenirshop kaufen. So wird gleich deutlich gemacht, dass aufgrund der Ansteckungsgefahr Körperkontakt vermieden werden sollte."

"No Hand Shakes", steht auf den Ansteckern vom Löwenbräukeller. Alle Kellner tragen die Pins, Gäste können sie im Souvenirshop kaufen.
"No Hand Shakes", steht auf den Ansteckern vom Löwenbräukeller. Alle Kellner tragen die Pins, Gäste können sie im Souvenirshop kaufen. © privat

3. Brotzeitbrettl nur auf Wunsch der Gäste.

Traditionell stehen auf den reservierten Tischen Brotzeitbrettl für die Gäste bereit. "Wir bieten jetzt aber den Gästen an, dass sie die Brotzeit auch aufgeteilt auf die Teller haben können. Wer ausdrücklich ein Brettl für alle am Tisch möchte, bekommt das natürlich noch", so Reinbold.

4. Strenge Regeln für die Mitarbeiter.

Händeschütteln oder Bussi-Bussi mit Stammgästen ist untersagt, alle Mitarbeiter haben vorab vom Löwenbräukeller eine Hausmitteilung erhalten, wo genau aufgegliedert ist, wie sie die Hygieneregeln einzuhalten haben. Außerdem garantieren sie, vorher nicht in Risikogebieten gewesen zu sein.

Das Feier-Fazit

Ludwig Reinbold dazu: "Auch mit weniger Körperkontakt und mehr Handhygiene kann toll gefeiert werden. Und: Das Starkbier schmeckt heuer besonders gut – angesagt ist das Starkbier-Radler."

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