Zwei-Zimmer-Appartements: Neues Heim für 180 Flüchtlinge

Am Moosfeld werden bald anerkannte Asylbewerber untergebracht.
| Gaby Mühlthaler
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Hier werden bald 180 Flüchtlinge einziehen.
Mühlthaler Hier werden bald 180 Flüchtlinge einziehen.

Ab Juni werden 180 anerkannte Flüchtlinge ins umgebaute Bürohaus Am Moosfeld 21 einziehen. Das hat der Stadtrat vor kurzem beschlossen. Im 300-Meter-Radius leben dann mehr als 500 Flüchtlinge in drei Einrichtungen.

Im Getränkemarkt neben dem neuen Heim Am Moosfeld 21 in Trudering weiß man noch nichts von den künftigen Nachbarn. "Wir haben drüben mal nachgefragt, da kommen alleinerziehende Mütter rein", berichtet ein Mitarbeiter.

Doch der Stadtrat hat beschlossen, dass "die Unterkunft Am Moosfeld 21 vorwiegend zum Zweck der Unterbringung anerkannter Flüchtlinge durch das Kommunalreferat angemietet werden soll".

Ein privater Investor hatte das ehemalige Bürogebäude aufgestockt und umgebaut, im zweiten Quartal soll alles fertig sein. Für zehn Jahre will die Stadt hier Flüchtlinge unterbringen, vorwiegend Singles und Paare.

180 Personen haben in den Appartements Platz, die in der Regel über zwei Zimmer für jeweils ein bis zwei Personen verfügen, welche sich gemeinsam ein Bad und eine Küchenzeile teilen.

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Zusätzlich gibt es einen Gemeinschaftsraum, Aufenthaltsflächen im Freien sowie Büros für Betreuer und Betreiber.

Die Stadt nennt diese Einrichtungen "Flexiheim". Dort wird Menschen Wohnraum zu Verfügung gestellt, die dringend eine Bleibe benötigen, aber auf dem Wohnungsmarkt Schwierigkeiten haben. Meistens geht es um Berufstätige, die in einem Flexiheim wohnen, bis sie eine reguläre Wohnung gefunden haben.

Betrieb und Betreuung der Einrichtung übernimmt ein freier Träger, der noch ausgewählt werden muss. Weil das Flexiheim ab Juni 2017 in Betrieb gehen soll, ist eine Direktvergabe für drei Jahre vorgesehen. Parallel soll das reguläre Auswahlverfahren laufen.

Mit der neuen Unterkunft für 180 anerkannte Flüchtlinge wohnen im 300-Meter-Radius ums Flexiheim mehrere hundert Asylsuchende: 150 Meter weiter östlich, Am Moosfeld 37, steht die Erstaufnahmeinrichtung für bis zu 350 Menschen, mehr als hundert kommen ab dem zweiten Quartal wieder in der 300 Meter entfernten Karl-Schmid-Straße unter, wo derzeit renoviert wird.

 

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