„Wohnen für Hilfe“

Das wichtige Projekt, das sich selbstbestimmtes Altern daheim und in Würde auf die Fahnen geschrieben hat, wird in der SPD-Bürgersprechstunde vorgestellt.
| AZ
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
0  Kommentare Artikel empfehlen
Im Jahr 2011 überreichte Sozialministerin Christine Haderthauer (re.) Frau Linker (l.) und der Vereinsvorsitzenden des Seniorentreff Neuhausen, Christel Dill, eine Urkunde für "Wohnen für Hilfe".
ho Im Jahr 2011 überreichte Sozialministerin Christine Haderthauer (re.) Frau Linker (l.) und der Vereinsvorsitzenden des Seniorentreff Neuhausen, Christel Dill, eine Urkunde für "Wohnen für Hilfe".

Pasing - Schon fast 10 Jahre teilt sich das Senioren-Ehepaar Linker in Puchheim das Leben und Wohnen mit einem Studenten in ihrem Haus. Krankheitsbedingt brauchen sie Unterstützung bei der Alltagsbewältigung in Haus und Garten, insbesondere beim Handwerken und Einkaufen.

Jetzt bewohnt schon der dritte Student das Studio unter dem Dach; seine Miete leistet er durch Hilfestellung ab, er zahlt nur die Nebenkosten für den von ihm bewohnten Raum.

Durch diese Lösung konnte bis heute eine Heimeinweisung des durch Krankheit beeinträchtigten Ehepartners vermieden werden. Das Paar lebt zufrieden weiter in seiner eigenen Häuslichkeit.

In der Bürgersprechstunde der SPD Pasing/Obermenzing in der Alten Allee 2 am Samstag, 6. April, ab 10.30 Uhr stellt die stellvertretende Vorsitzende des Ortsvereins Obermenzing, Christel Dill, dar wie die Vermittlung dieser generationsübergreifenden Wohnpartnerschaften zu Stande kommen, funktionieren und gelingen kann.

Frau Linker wird dabei über das gelungene Zusammenleben mit „ihren Jungs" berichten. „Sie sind mir zu Pflegesöhnen geworden“, sagt sie erfreut. Die Idee dazu wurde vor 17 Jahren in Neuhausen beim Seniorentreff aufgegriffen und ist mittlerweile ein weit über München hinaus einzigartiges Projekt.

„Wohnen für Hilfe“ vermittelt Wohnpartnerschaften zwischen Seniorinnen und Senioren sowie jungen Menschen. Statt Miete zu zahlen, helfen die Studentinnen und Studenten oder Auszubildenden den älteren Menschen bei der Bewältigung des Alltags.

Die zu erledigenden Aufgaben vereinbaren die Wohnpartner individuell miteinander. Möglich sind etwa Hilfen im Haushalt, Einkaufen, Gartenpflege, gemeinsame Unternehmungen oder Begleitung zum Arzt. Ausgenommen sind Pflegeleistungen jeder Art.

Dem älteren Menschen ermöglicht die konkrete Hilfeleistung, das Leben in der vertrauten Wohnung so lange wie möglich fortzuführen. Darüber hinaus erfahren Angehörige eine große Entlastung, wenn sie ihre älteren Angehörigen gut versorgt wissen.

„Damit sind zwei Fliegen mit einer Klappe erwischt. Alt und Jung profitieren davon. Die Wohnpartnerschaften werden professionell verknüpft und betreut. Die Stadt München bezuschusst das Verfahren“, erklärt Christel Dill, die dem Vorstand des Seniorentreff Neuhausen angehört.

 

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen 0  Kommentare – hier diskutieren Artikel empfehlen
0 Kommentare
Artikel kommentieren