Wieder Leben im Unionsbräu

Die Haidhauser Vereine können wieder auf eine Versammlungsstätte hoffen: Nach zweieinhalb Jahren Dornröschenschlaf, soll eine Traditionsgaststätte wieder zum Leben erwachen. Ein Münchner Gastronom will das „Unionsbräu“ übernehmen.
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Noch ist es still im Unionsbräu – das soll sich bald ändern. Foto: Martha Schlüter
Schlüter Noch ist es still im Unionsbräu – das soll sich bald ändern. Foto: Martha Schlüter

Haidhausen - Die GWG hat sich nach Verhandlungen, die im Dezember noch liefen, mit dem künftigen Pächter geeinigt, der Vertrag liegt derzeit bereit zur Unterzeichnung. Wer der Gastronom ist, der das alte Gaststätte von Wiggerl Hagn übernimmt, soll erst nach Vertragsabschluss bekannt gegeben werden. Voraussichtlich wird es bald so weit sein. „Das kann nur noch ein Frage von Tagen sein“, prognostiziert Kommunalreferent Bernd Plank. Erst dann können genauere Details bekannt gegeben werden. So viel sei verraten: Die Einigung mit dem Pächter ist eine längerfristige Einigung.

Geplant ist die Wiedereröffnung bereits für März, größere Umbauaktionen sind also nicht zu erwarten. Die Tradition des Uniosbräu als Gastwirtschaft und bürgerschaftlicher Treffpunkt für Vereine, Parteien und Organisationen soll, so Plank, fortgeführt werden.

Zwischenzeitlich hatte auch die Haidhauser Kinderinsel ihr Interesse an den Räumlichkeiten geäußert, letztlich fiel die Entscheidung jedoch zugunsten des Gastronomen aus.

In November 2012 hatte Wiesn-Wirt Wiggerl Hagn die Wirtschaft aufgegeben und den Biergarten Hirschau übernommen. Seitdem stand der 130 Jahre alte Bau leer. Das Unions-Bräu war für Hagn ein Verlustgeschäft, nicht zuletzt wegen seiner imposanten Größe und der Aufteilung über mehrere Stockwerke. Lange galt die Wirtschaft an der Einsteinstraße als zu groß und unrentabel, hinzu kommt die schwierige Parksituation.

Wiggerl Hagn konnte die Verluste zumindest noch durch die Einnahmen aus seinem Löwenbräu-Zelt auf der Wiesn augleichen. Den Vertrag mit der GWG ließ Löwenbräu dennoch am 30. November 2012 auslaufen.

Der Kommerzienrat Joseph Schülein gründete die Brauerei 1885 als „Unionsbrauerei Schülein & Cie.“. 1921 kam es zur Fusion mit Löwenbräu. Die Marke „Triumphator“ der Löwenbräu AG stammt von der Unionsbrauerei. Die alten Braugebäude sind teilweise bis heute erhalten.

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