Wie mobil sind Kinder in der Messestadt?

Stadtratsmitglieder befürchten, dass die Kinder in der Messestadt manche Orte nicht gut erreichen können. Stadtbaurätin Elisabeth Merk sieht das anders.
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Fahren die Kinder in der Messestadt tatsächlich Radl? Dieser Frage wollen die beiden Stadträte nachgehen.
Fahren die Kinder in der Messestadt tatsächlich Radl? Dieser Frage wollen die beiden Stadträte nachgehen.

Riem -Die Stadträte Dr. Georg Kronawitter und Hans Podiuk (CSU) haben bei der Stadt nachgefragt, wie gut sich Kinder in der messestadt bewegen können. So beschreiben die Stadträte das Problem:

„Die Messestadt Riem ist eine kompakte Stadterweiterung mit einem eigenständigen Angebot an kultureller, schulischer und sozialer Infrastruktur, deren Einrichtungen über die Messestadt verstreut sind. Das wurde eigentlich als kein Problem angesehen, weil jeder Punkt in der Messestadt ja besonders fahrradfreundlich konzipiert wurde und mit dem Fahrrad jeder Punkt der Messestadt in gut fünf Minuten erreichbar ist.

Wie sich jüngst anhand einer Standortdiskussion zur geplanten Familienbibliothek in der Messestadt zeigte, werden Standorte, die nicht in unmittelbarer Nähe der beiden U-Bahnstationen liegen als „schwierig“ betrachtet, auch wenn sie wie der 2004/5 sanierte Tribünen-Kopfbau (ehemalige BUGA-Lounge) direkt am sogenannten Aktivitätenband liegen. Nun kann man aber auch der gegenteiligen Meinung sein. Dass für radfahrende Kinder gerade in der Messestadt mit ihren autofreien Verbindungen über Grünzüge die Standortfrage eher entschärft sein sollte. Allerdings setzt dies voraus, dass tatsächlich die Kinder in der Messestadt das Fahrrad als selbstverständlichen Teil ihrer Mobilität nutzen (können).“

Lesen Sie hier, was Stadtbaurätin Elisabeth Merk dazu sagt:

Frage: Gibt es Ansätze insbesondere in den Grundschulen und Freizeiteinrichtungen der Messestadt, die Fahrradnutzung bei Kindern zu stärken?

Antwort: Die Sprengel der Grundschulen werden grundsätzlich so konzipiert, dass die Schülerinnen und Schüler sie zu Fuß erreichen können. In der 4. Klasse ist gemäß des verbindlichen Lehrplans des Kultusministeriums im Rahmen der schulischen Verkehrserziehung die Durchführung der praktischen Fahrradausbildung als Gemeinschaftsprojekt zwischen Schule und Polizei vorgeschrieben. Der Erwerb eines sogenannte Fahrradführerscheins soll gewährleisten, dass die Kinder die wichtigsten Verkehrsregeln kennen und sicher Radfahren können. Die Grundschulen und die Polizei befürworten aus Sicherheitsgründen erst nach dieser Fahrradprüfung, also erst im 4. Schuljahr, dass ihre Schülerinnen und Schüler alleine mit dem Fahrrad zur Schule kommen. Zur Förderung des begleiteten Radfahrens wurde in der Fahrradabstellplatzsatzung festgelegt, dass beim Bau von Schulen, Kindertagesstätten und Freizeiteinrichtungen ausreichend Fahrradständer hergestellt werden, die auch für Kinderfahrräder geeignet sind.

Frage: Gibt es weitere praktische Ansätze für die Stadt, die Radnutzung zu stärken?

Für die Messestadt Riem und den Landschaftspark wurden in den Bebauungsplanverfahren sowohl ein Routennetz für den Radverkehr, als auch die bedarfsgerechte Ausstattung mit Fahrradabstellplätzen, z.B. für den Badesee, festgelegt. Sowohl in den Grünzungen, als auch an der Promenade und im Landschaftspark stehen den Radlerinnen und Radlern attraktive Verbindungen in für den Kfz-Verkehr gesperrten Grünbereichen zur Verfügung. Für den kombinierten Verkehr wurden an den U-Bahn-Haltestellen komfortable Bike-and-Ride-Anlagen errichtet (Messestadt West: 306 Abstellplätze, Messestadt Ost: 134 überdachte Abstellplätze). Nach Auffassung des Referates für Stadtplanung und Bauordnung ist in der Messestadt Riem die Vernetzung der Fuß- und Radwege verkehrsplanerisch bereits sehr gut gelöst. Nicht zuletzt ist 2013 durch den Radweganschluss nach Süden an den Rappenweg eine sehr gut nutzbare, kurze und beleuchtete Verbindung zum Gymnasium Trudering entstanden.

 

 

 

 

 

 

 

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