Unterwegs in Obermenzing: Wildnis an der Würm

Der AZ-Stadtspaziergänger unterwegs an der Würm: Den Fluss teilen sich Tier und Mensch – idyllische Natur mit Bibern, Forellen und neugierigen Eichhörnchen.
| Sigi Müller
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Neuguierig samma gar ned? Ein Eichhörnchen auf einer Astgabel im Frühlicht.
Sigi Müller 6 Neuguierig samma gar ned? Ein Eichhörnchen auf einer Astgabel im Frühlicht.
Einfach ein wunderschöner Singvogel: das Rotkehlchen.
Sigi Müller 6 Einfach ein wunderschöner Singvogel: das Rotkehlchen.
Wenn der weiße Flieder blüht!
Sigi Müller 6 Wenn der weiße Flieder blüht!
Die Kanada-Gans posiert gerne – vielleicht fällt ja was ab dabei?
Sigi Müller 6 Die Kanada-Gans posiert gerne – vielleicht fällt ja was ab dabei?
Hier hat der Biber aber mal ganze Arbeit geleistet.
Sigi Müller 6 Hier hat der Biber aber mal ganze Arbeit geleistet.
Hier hat der Biber aber mal ganze Arbeit geleistet.
Sigi Müller 6 Hier hat der Biber aber mal ganze Arbeit geleistet.

Obermenzing - Natürlich hatte ich vor einigen Wochen für meine Frühlingsspaziergänge schon den einen oder anderen Plan, und natürlich kann ich im Moment nicht jede Idee umsetzen. Ich war aber selbst überrascht, welche interessanten Ecken in der Stadt ich noch gar nicht richtig entdeckt habe.

So habe ich in letzter Zeit einmal mehr in der Natur gestöbert, und da gibt es trotz Großstadt auch in München eine ganze Menge zu sehen. Schön, sich auch einfach einmal mehr Zeit nehmen zu können, denn auch bei uns freien Fotografen fällt natürlich gerade vieles weg. Die Arbeit, die bleibt, läuft dadurch aber deutlich entspannter.

Bänke an der Würm laden zum Ausruhen ein

So war ich letzte Woche zweimal an der Würm an der Mergenthaler Straße im alten Ortskern von Obermenzing. Einmal sehr früh zum Sonnenaufgang und einmal am Nachmittag.

Die Würm ist in diesem Abschnitt renaturiert, und neben dem Naturschutzgedanken wurden auch Plätze zum erholsamen Aufenthalt geschaffen.

Bänke, große Steine am Ufer laden zum Ausruhen ein, zumindest bis zu den Knien kann man auch mal ins Wasser gehen, für mehr ist es noch viel zu kalt. Einige Inseln, nicht zu betreten, wurden angelegt. Darauf umgestürzte Bäume, kreuz und quer, die hier ein wildes Biotop schaffen.

Gebiete für die Tiere und Platz für die Münchner

So hat man hier einen Spagat geschafft. Natursharing könnte man es vielleicht auf Neudeutsch nennen, tagsüber der Mensch, früh morgens, abends und nachts die Tiere. Gebiete für die Tiere und Platz für die Münchner – ich finde die Umsetzung sehr gelungen. Sogar eine Biberfamilie hat sich angesiedelt, und natürlich müssen manche Bäume mit Maschendraht vor den Zähnen der Nager geschützt werden, denn fleißig am Bäumefällen sind sie schon, die putzigen Tiere.

Als ich ganz früh, zum Sonnenaufgang dort war, konnte ich mich mit einem Angler unterhalten, der gerade eine große Forelle gefangen hatte. Die Würm ist ja der Abfluss aus dem – eh klar – Würmsee, der ja erst seit 1962 den wohlklingenderen Namen „Starnberger See“ erhielt. Das Wasser sehr sauber, hat fast Trinkwasserqualität, erzählt er. Und tatsächlich ist das Wasser kristallklar, man erkennt jeden Kieselstein am Grund.

Ein Stück weiter Würmabwärts ein echtes Sumpfgebiet. Für Menschen nicht zu betreten und so sicher auch eine gute und geschützte Kinderstube für Jungtiere.

Genießen Sie die Fotos. Es hat mir viel Spaß gemacht sie zu machen, oder schauen Sie sich das Ganze einfach einmal vor Ort an.

In diesem Sinne eine schöne Woche
Ihr Sigi Müller

Lesen Sie auch: Münchner Altstadt - Geschichte auf Schritt und Tritt

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