Umstrukturierung an der Schön Klinik: Mitarbeiter verunsichert

Verdi kritisiert eine geplante Umstrukturierung trotz eines deutlichen Gewinnzuwachses bei der Schön Klinik. Viele Stellen sollen wegfallen.
| Hüseyin Ince
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Laut Verdi verbleibt der Betrieb mit der Umstrukturierung zwar am Standort, aber organisatorische Trennung und
eigenständige personelle Führung seien die direkten Folgen: "Ab Betriebsspaltung werden Service- und Managementaufgaben als Dienstleistungen in der Klinik erbracht." (Symbolbild)
Laut Verdi verbleibt der Betrieb mit der Umstrukturierung zwar am Standort, aber organisatorische Trennung und eigenständige personelle Führung seien die direkten Folgen: "Ab Betriebsspaltung werden Service- und Managementaufgaben als Dienstleistungen in der Klinik erbracht." (Symbolbild) © imago images/Christian Spicker

Schwabing - Etwa 2.000 Beschäftigte an 14 Standorten der Schön Kliniken stehen vor einer ungewissen Zukunft. In der Schwabinger Schön Klinik sind 88 von 200 Mitarbeitern betroffen - in Service und Management.

Der Konzern möchte offenbar eine Gruppenholding gründen und ausgliedern. Der Grund für den Strukturwandel ist unklar. Im ersten Halbjahr 2020 verdoppelte die Schön Klinik SE den Gewinn auf fast 52 Millionen Euro.

Im nächsten Schritt solle das nicht-medizinische Personal in eine eigene Holdinggesellschaft des Schön-Klinik-Konzerns ausgegliedert werden, heißt es in einer Mitteilung der Gewerkschaft Verdi.

 Verdi-Sprecher: "Lohnsenkung passt nicht in die Zeit"

 "Gerade in der teuren Stadt München fordert Verdi, dass alle Beschäftigten weiter nach dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) bezahlt werden. Lohnsenkung passt nicht in die Zeit", kritisiert Christian Reischl, Verdi-Gewerkschaftssekretär Gesundheitswesen für München. 

Laut Verdi kommt es zu einer Neuaufstellung der nicht-medizinischen Bereiche: Der Konzern überführe deutschlandweit etwa 2.000 Beschäftigte in eine Gruppenholding - mit dem Ziel Service- und Managementleistungen zu erbringen.

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Diese Umsetzung sei in enger Abstimmung mit den Betriebsräten geschehen, zitiert Verdi Dr. Mate Ivancic, den geschäftsführenden Direktor der Schön Klinik. 

Der Betriebsrat in Schwabing sieht das anders: "Aus unserer Sicht kann man nicht von einer umfassenden und rechtzeitigen Information sprechen – nur Stunden vor den Kolleginnen und Kollegen und zwei Tage, bevor die erste Umsetzung erfolgen sollte. Auch die Durchführung – deutschlandweit alle betroffenen Betriebsräte am selben Tag, innerhalb weniger Stunden zu informieren – spricht dafür, dass das Ganze lange im Vorhinein geplant war."

Das sieht auch Christian Reischl so: "Das ist der Kurs der Schön Klinik-Gruppe auf maximale Eskalation." Er prangert die  Beschneidung der Betriebsräte und ihrer Mitbestimmung an.

 

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