SPD fordert ein Olympiamuseum

Die SPD-Fraktion regt an, ein Olympiamuseum zu eröffnen. Das Museum soll im Zuge der Sanierung des Olympiastadions eingerichtet werden.
| Linda Jessen
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Architektonisches Glanzstück mit tragischer Vergangenheit: Hinter dem Stadion liegt das Dorf, in das die Terroristen eindrangen.	Foto: AZ-Archiv
Archiv Architektonisches Glanzstück mit tragischer Vergangenheit: Hinter dem Stadion liegt das Dorf, in das die Terroristen eindrangen. Foto: AZ-Archiv

Milbertshofen - Nach Vorstellung der SPD soll dort gezeigt werden, wie der Olympiapark und die Sportanlagen für die Olympischen Spiele 1972 entstanden sind. Außerdem sollen die tragischen Ereignisse vom 5. September 1972 angemessen dargestellt werden.

In der Tat fehlt in München ein Museum, dass die Olympia-Vergangenheit der Stadt aufbereitet. Und das obwohl das Olympia-Attentat damals die ganze Bundesrepublik erschüttert hat. Während die Polizei damals noch von der Roten Armee Fraktion in Atem gehalten wurde, drangen Mitglieder der Terrororganisation „Schwarzer September“ in die Mannschaftsräume der israelischen Athleten ein und nahmen elf von ihnen als Geiseln.

Das „Massaker von München“ endete tragisch, 17 Menschen verloren ihr Leben. In der Folge wurde die Antiterroreinheit GSG 9 gegründet. Die Geschehnisse sollen laut Antrag ein integraler und pietätvoller Bestandteil der Ausstellung sein. Als Standort schlägt die SPD-Fraktion Räume des Olympiastadion selbst vor.

Die Wahrscheinlichkeit, dass ein solches Museum tatsächlich eingerichtet wird, ist hoch. Die SPD ist schließlich nicht die erste Fraktion, die einen solchen Vorschlag unterbreitet. Vor einigen Monaten haben sich auch schon die Freien Wähler für ein Olympiamuseum eingesetzt.

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