Spanner-Alarm in München: Polizei findet Webcams im Gebüsch am Monopteros

Im Englischen Garten fällt Zeugen ein Mann auf, der sich verdächtig benimmt. Als Polizisten nachsehen, finden sie drei auf Büsche gerichtet getarnte Kameras.
| Ralph Hub
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Der Monopteros im Englischen Garten: Hier fand die Polizei die Webcams.
Peter Kneffel/dpa Der Monopteros im Englischen Garten: Hier fand die Polizei die Webcams.

Altstadt - Viele hat es am Wochenende in den Englischen Garten gezogen. Doch nicht alle wollten in der Sonne sitzen, entspannen oder eine kühle Maß in einem der Biergärten genießen.

Auch am Monopteros hatten viele ihre Badehandtücher und Decken ausgebreitet, um die erste Frühlingsbräune einzufangen. Doch gegen 17 Uhr war es, als manchen ein Mann auffiel, der sich mehr als mekwürdig verhielt. "Der Typ trieb sich im Schatten der Bäume herum und in schlich durch Büsche", erzählt ein Zeuge der AZ.

Einige stehen auf, wollen den merkwürdigen Fremden zur rede stellen. Doch der Mann will sich nicht unterhalten. Im Gegenteil, die Aufmerksamkeit ist ihm sichtlich unangenehm. Er rennt weg und verschwindet möglichst schnell aus der Nähe des Monopteros.

Die Zeugen verständigten die Polizei. Die Beamten durchsuchten die Gegend rund um den Monopteros und wurden prompt fündig. Versteckt in Holzklötzen fanden die Beamten drei Kameras. Die Objektive waren so ausgerichtet, dass sie eine bestimmte Buschgruppe erfassten. Eine Stelle, an der man ungestört sein will – für ein Schäferstündchen oder vielleicht auch nur, um zu bieseln, ohne das von der Wiese aus alle Leute einem dabei zusehen.

Die Polizei wertet die sichergestellten Kameras aus. Dann steht auch fest, ob sie Fotos auf Chips speichern oder sie über Internet direkt auf einen Computer schicken.

Die Sitte ermittelt

In diesem Fall könnte der Besitzer der Kamera leicht ermittelt werden. So wie der Eletriker aus Aubing, die unabsichtlich und ohne es zu merken über seine Internet-Kamera Bilder der heimischen Marihuanaplantagen an einen Mann in Hessen schickte.

"Wir ermitteln in alle Richtungen", sagt Polizeisprecherin Constanze Spitzweck. Denkbar wäre auch, dass ein Ornithologe die Kameras installierte, um die Vögel beim Brüten zu beobachten. Allerdings haben Ornithologen normalerwiese nicht die gewohnheit, sich in die Büsche zu schlagen, wenn sie entdeckt werden.

Und noch etwas spricht für einen Spanner. Es beschäftigt sich nur die örtliche PI 12 mit dem mysteriösen Fall sondern auch das K 15, die Sitte, zuständig für Sexualdelikte. Mit Spannern gibt es im Englischen Garten immer wieder Probleme. Wer sich als Frau am Eisbach in dei Sonne legt, um nahtlos braun zu werden, bekommt ganz schnell meist männliche Gesellschaft.

"Die Kerle haben eine Ray-Ban auf der Nase und tun so, als könnten sie kein Wässerchen trüben", sagt Steffi, Studentin (23). "Tatsächlich wollen die Spanner nur glotzen." Und dabei ist manchen jedes Mittel recht. Im letzten Juni wurde ein 45-Jähriger von der Polizei erwischt.

Der Angestellte hatte eine präparierte Umhängetasche dabei. Im Inneren lag eine schussbereite Kamera. Das Obkjetiv hatte er auf Brust und Po junger Mädchen gerichtet. Drei Männer fiel der Spanner auf. Zwei verfolgten den Verdächtigen, der dreitte rief die Polizei. In der Oettingenstraße wurde er festgenommen.

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