Sendlinger Bürgerversammlung: Vereint gegen die DAV-Kletterhalle

Auf der Bürgerversammlung in Sendling wird klar: Die Bewohner lehnen den geplanten Neubau der DAV-Kletterhalle ab. Damit stellen sie sich hinter ihren Bezirksausschuss – und gegen die Stadtrats-Grünen.
| Lukas Schauer
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Die geplante Boulderhalle auf dem bisherigen Außengelände der DAV-Kletterhalle stößt auf Kritik.
DAV Die geplante Boulderhalle auf dem bisherigen Außengelände der DAV-Kletterhalle stößt auf Kritik.

Sendling - Nach gut drei Stunden wurde endlich abgestimmt. Und viele Sendlinger hatten bis zu diesem Zeitpunkt gewartet, um ihre Stimmkarte für ein Thema zu heben, das zuvor bestimmend gewesen war in der Bürgerversammlung: die geplante Modernisierung der DAV-Kletterhalle samt Neubau einer Boulderhalle.

Vereint gegen die Kletterhalle

Drei Anträge von unmittelbaren Anliegern befassten sich mit der Halle, alle drei Vortragenden lehnten die Pläne aus unterschiedlichen Gründen ab. Wohlgemerkt nur die des geplanten Neubaus einer Boulderhalle auf dem bisherigen Außengelände der Anlage. Und auch der anwesende Vertreter der Lokalbaukommission ließ erkennen, dass der zwischenzeitlich zurückgezogene Bauantrag wohl eher negativ beschieden würde, sollte er erneut in der bisherigen Fassung eingereicht werden.

Zuvor hatte bereits BA-Chef Markus Lutz (SPD) noch einmal die Ablehnung seines Gremiums erklärt und wiederholt – was lauten Applaus in der Dreifachturnhalle zur Folge hatte. "Wir haben gar nichts gegen die Modernisierung selber", so Lutz. "Nur eben soll sie im Bestand und ökologisch behutsam erfolgen. Wir sind froh, den DAV mit seiner Halle und seinem Sportangebot in Sendling zu haben".  Aber die Interessen von Anwohnern (und hier besonders die Parksituation) und der Umstand, dass für den Neubau der Bebauungsplan geändert werden müsste, würden höher wiegen als das erwartete Besucherplus für die DAV-Halle.

Sitzungsleiterin Habenschaden ist für die Halle

Die Sendlinger folgten ihrem BA und den Antragsstellern und lehnten den Neubau mehrheitlich ab – ein klarer Auftrag an den Stadtrat. Dort muss sich damit nun auch Katrin Habenschaden befassen, die die Sitzung stellvertretend leitete. Die OB-Kandidatin der Grünen hatte ja erst am Montag mitteilen lassen, dass sie für die Pläne des DAV sei, sehr zur Verwunderung der (grünen) BA-Mitglieder.

Das Votum der Sendlinger dürfte sie auch im Hinblick auf die Kommunalwahl 2020 überrascht haben. Denn besonders empörte die Anwohner der Umstand, dass für die neue Halle Bäume weichen müssten, aber kein Ersatz geplant ist. Ein grüneres Argument geht kaum.

Am 14. November nun wird es einen erneuten Gesprächstermin mit allen Beteiligten geben. Das Thema dürfte die Sendlinger also noch eine Weile beschäftigen.

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