Sendling: Stadt München baut das Sinnlos-Schild am Heimeranplatz ab

Nach AZ-Bericht: Die falschen Wegweiser für Rollstuhlfahrer am Heimeranplatz sind entfernt worden.
| Felix Müller
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
0  Kommentare Empfehlungen
Endstation Treppe: Hier landeten wochenlang die Rollstuhlfahrer, die den Schildern der Stadt folgten.
anf Endstation Treppe: Hier landeten wochenlang die Rollstuhlfahrer, die den Schildern der Stadt folgten.

Sendling - Nein, den Fehler einräumen wollte die Stadt nicht. Als die AZ die Verwaltung vor ein paar Wochen darauf hinwies, dass mehrere Schilder rund um den Heimeranplatz Rollstuhlfahrer in die Irre - beziehungsweise zu einer unüberwindbaren Treppe - führten, sah die Stadt noch demonstrativ keinen Handlungsbedarf. Jetzt sind die Schilder still und leise doch verschwunden.

Rollstuhlfahrern, die vom Heimeranplatz kommend in die Unterführung der Garmischer Straße rollen, wird nun auf der rechten Seite wieder der Weg zum nahen Aufzug gezeigt, der sie bequem direkt zu den Bahnsteigen der S7 führt.

Der Bezirksausschuss will wenigstens eine Rolltreppe bauen

Das Schild, das sie geradeaus Richtung Hansastraße führte, ist ebenso verschwunden wie die Schilder entlang der Straße. Sie alle führten über einen etwa 300 Meter langen Weg, der zum Bahnsteig der S20 führte – und zu einer Treppe ohne Aufzug ins Sperrengeschoss. Endstation für Rollstuhlfahrer!

Die Bahn hatte auf AZ-Nachfrage erklärt, schuld an der falschen Beschilderung sei die Stadt. Man habe sie nun gebeten, die Schilder wieder abzubauen. Das hat die Stadt nun offenbar endlich getan.

Endstation Treppe: Hier landeten wochenlang die Rollstuhlfahrer, die den Schildern der Stadt folgten.
Endstation Treppe: Hier landeten wochenlang die Rollstuhlfahrer, die den Schildern der Stadt folgten. © anf

Zuvor war das Thema rollstuhlgerechter Heimeranplatz bereits immer wieder in den Bezirksausschüssen aufgetaucht, etwa auf der Schwanthalerhöhe. CSU und SPD hatten dort zuletzt die schlechte Situation gemeinsam kritisiert. "Ein Ortsfremder findet das Mauseloch niemals", zitierte die "Süddeutsche Zeitung" Thomas Hofstätter von der CSU.

Der Bezirksausschuss Sendling-Westpark und eine Bürgerinitiative setzen sich für einen weiteren Aufzug an dem Bahnhof ein. Bereits 2013 hat die Stadt allerdings laut "SZ" darauf hingewiesen, dass vom Josef-Rank-Weg kommend - eben dort, wohin die Stadt nun wochenlang Rollstuhlfahrer gelenkt hat - kein Aufzug gebaut werden könne.

Der BA Sendling-Westpark hat deshalb 2017 zumindest eine Rolltreppe gefordert, um sozusagen ein bisserl barrierefreier zu werden. So weit ist es zwar noch nicht. Aber wenigstens wird jetzt erstmal niemand mehr hunderte Meter in die Irre geführt.

Weitere News aus den Münchner Stadtvierteln finden Sie hier

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen 0  Kommentare – mitdiskutieren Empfehlungen
0 Kommentare
Artikel kommentieren