Schleißheimer Straße: Regenschirm löst SEK-Einsatz in Schwabing aus

Ein Zeuge glaubte, einen Mann mit Waffe gesehen zu haben. Tatsächlich wollte der Verdächtige seine Frau nur vor dem Regen schützen.
| Ralph Hub
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Das SEK konnte den Mann überwältigen.
rah 11 Das SEK konnte den Mann überwältigen.
Die Polizei auf dem Gerüst des Hauses. Der Verdächtige hatte sich in eine Wohnung zurückgezogen.
Thomas Gaulke 11 Die Polizei auf dem Gerüst des Hauses. Der Verdächtige hatte sich in eine Wohnung zurückgezogen.
Die Polizei auf dem Gerüst des Hauses. Der Verdächtige hatte sich in eine Wohnung zurückgezogen.
Thomas Gaulke 11 Die Polizei auf dem Gerüst des Hauses. Der Verdächtige hatte sich in eine Wohnung zurückgezogen.
Die Polizei auf dem Gerüst des Hauses. Der Verdächtige hatte sich in eine Wohnung zurückgezogen.
Thomas Gaulke 11 Die Polizei auf dem Gerüst des Hauses. Der Verdächtige hatte sich in eine Wohnung zurückgezogen.
Die Polizei auf dem Gerüst des Hauses. Der Verdächtige hatte sich in eine Wohnung zurückgezogen.
Thomas Gaulke 11 Die Polizei auf dem Gerüst des Hauses. Der Verdächtige hatte sich in eine Wohnung zurückgezogen.
Die Polizei auf dem Gerüst des Hauses. Der Verdächtige hatte sich in eine Wohnung zurückgezogen.
Thomas Gaulke 11 Die Polizei auf dem Gerüst des Hauses. Der Verdächtige hatte sich in eine Wohnung zurückgezogen.
Die Polizei auf dem Gerüst des Hauses. Der Verdächtige hatte sich in eine Wohnung zurückgezogen.
Thomas Gaulke 11 Die Polizei auf dem Gerüst des Hauses. Der Verdächtige hatte sich in eine Wohnung zurückgezogen.
Thomas Gaulke 11
Rettungswägen am Einsatzort.
rah 11 Rettungswägen am Einsatzort.
Die Polizei ist aktuell mit vielen Kräften vor Ort.
rah 11 Die Polizei ist aktuell mit vielen Kräften vor Ort.
Die Polizei ist aktuell mit vielen Kräften vor Ort.
rah 11 Die Polizei ist aktuell mit vielen Kräften vor Ort.

Schwabing - Ein Mann halte einer Frau auf der Schleißheimer Straße eine Waffe an den Kopf. Sie seien in ein Haus in der Nähe der U-Bahnstation Petuelring verschwunden. Das berichtete ein Augenzeuge am Donnerstagvormittag der Polizei. Die Meldung löste sofort Großalarm aus. Dutzende Streifenwagen rasten zu der Adresse in West-Schwabing.

Schwerbewaffnete Spezialkräfte des SEK gingen in Stellung. Mehr als ein halbes Dutzend Rettungswagen standen für den Notfall bereit. Die Nachbarschaft wurde weiträumig abgeriegelt. Mit Maschinenpistolen im Anschlag durchsuchten die Polizisten das Mietshaus. An der Fassade kletterten Polizisten an einem Baugerüst in die Höhe. Eine Wohnung konnte lokalisiert werden. Gegen 12.50 Uhr erfolgte der Zugriff.

Die Familie ist völlig überrascht

Das SEK passte einen günstigen Moment ab, als die Wohnungstür einen Spalt offen stand und stürmte dann los. In der Wohnung lebt eine griechische Familie. Ein 44-Jähriger, seine Frau (39), zwei Buben und ein Mädchen im Alter von 6, 8 und 13 Jahren. Sie wurden von der Aktion völlig überrascht. Polizisten überwältigten den 44-Jährigen.

Erst anschließend stellte sich heraus, dass kein Notfall vorlag, keine Bedrohung und erst recht keine Geiselnahme, wie ein Online-Medium voreilig gemeldet hatte. Die Polizisten rückten wieder ab. Niemand war verletzt worden. Die ganze Aufregung war schlicht falscher Alarm.

Zeuge hielt Regenschirm für Waffe

Offenbar hatte der 44-Jährige einen Schirm in der Hand, um seine Frau vor dem Regen zu schützen. Der Augenzeuge hat die Szene vermutlich gründlich missverstanden und gedacht, der Mann halte der Frau eine Waffe an den Kopf.

Die Polizisten fanden in der Wohnung der Familie jedenfalls keine Waffe. Die Ehefrau beteuert zudem, dass sie von ihrem Mann nicht bedroht worden sei.

In Neuperlach musste das SEK ebenfalls ausrücken

Am Mittwochabend lief in Neuperlach ein ganz ähnlicher Einsatz. In einem Mietshaus am Oskar-Maria-Graf-Ring bahnte sich ein Familiendrama an. Ein Mann bedrohte seine Frau. Kein Fehlalarm wie in Schwabing-West, es bestand laut Polizei tatsächlich eine akute Bedrohungslage.

Die Frau konnte sich mit ihrem Kind in Sicherheit bringen. Der Mann blieb in der Wohnung zurück. Angeblich mit einem Messer in der Hand. Er drohte, er werde sich aus einem der oberen Stockwerke stürzen. Polizisten umstellten das Haus. Das SEK stürmte gegen 21.30 Uhr die Wohnung und überwältigte den Mann. Er wurde fixiert und anschließend in eine psychiatrische Klinik gebracht.

Lesen Sie hier: Baucontainer brennt am Stachus neben U-Bahn-Abgang ab

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