Schläfriger FC-Bayern-Fan löst Bombenalarm aus

Rund eine Stunde lang war ein großer Teil des Münchner Hauptbahnhofs am Mittwochmorgen gesperrt. Ein Bahn-Mitarbeiter hatte aufgrund eines verdächtigen Geräuschs Alarm ausgelöst.
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Die Polizei überprüft ein verdächtiges Schließfach am Hauptbahnhof – und findet einen lärmenden FC-Bayern-Wecker vor. (Archivfoto)
Polizei Die Polizei überprüft ein verdächtiges Schließfach am Hauptbahnhof – und findet einen lärmenden FC-Bayern-Wecker vor. (Archivfoto)

München – Gegen 9.35 Uhr hatte der DB-Mitarbeiter aus einem Schließfach ein verdächtiges Piepsen gehört und daraufhin die Bundespolizei alarmiert. Um auf Nummer sicher zu gehen, entschieden sich die Beamten, die Schalterhalle des Hauptbahnhofs zu evakuieren. Unterstützt wurden sie dabei von der Landespolizei, die derzeit gemeinsam mit der Bundespolizei am Hauptbahnhof patrouilliert.

Anschließend wurden Experten der Entschärfergruppe und ein Sprengstoffhund hinzugezogen. Der Hund gab jedoch schnell Entwarnung: Er erschnüffelte keinerlei explosive Stoffe. Daraufhin wurde das Schließfach vorsichtig geöffnet.

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FC-Bayern-Fan für den Bombenalarm verantwortlich

Was die Polizisten im Inneren zu sehen bekamen, könnte glatt aus einer Hollywood-Komödie stammen: Neben zahlreichen klassischen Gepäckstücken befand sich in dem Schließfach auch ein Wecker. Der war losgegangen und so eingestellt, dass er im Laufe der Zeit immer schneller piepst.

Der Besitzer des Schließfach-Inhalts ist derzeit noch unbekannt, aber der Vorfall kann vermutlich mit den Ereignissen des gestrigen Abends erklärt werden: Es handelte sich nämlich um einen Wecker im FC-Bayern-Design, der von seinem Besitzer auf 9.00 Uhr gestellt worden war. Ob der Fußballfan noch immer seine Tränen trocknete oder schlicht verschlafen hat, ist unklar - jedenfalls war er nach dem Halbfinal-Trauma nicht rechtzeitig am Hauptbahnhof, um seinen Wecker zu "entschärfen".

Nach rund einer Stunde konnte die Sperrung der Schalterhalle daher wieder aufgehoben werden. Zug- und S-Bahn-Verkehr waren durch den Einsatz nicht unterbrochen worden, weshalb das Wecker-Intermezzo Pendlern und Reisenden nur geringe Unannehmlichkeiten bereitet hatte.

 

 

 

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