Polizisten am Hauptbahnhof attackiert - Beamte setzen Pfefferspray ein

Als ein 19-Jähriger am Münchner Hauptbahnhof festgenommen werden soll, solidarisieren sich seine Freunde und Unbeteiligte gegen die Polizei.
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Zwei Beamte der Bundespolizei auf Streife am Münchner Hauptbahnhof.
Zwei Beamte der Bundespolizei auf Streife am Münchner Hauptbahnhof. © Bundespolizei

Ludwigsvorstadt - In der Nacht von Samstag auf Sonntag (5. Juni) hat die Bundespolizei einen 19-Jährigen, der durch sein aggressives Verhalten aufgefallen war, im Zwischengeschoss des Münchner Hauptbahnhofs kontrolliert. Als der Münchner damit nicht einverstanden war, sollen sich seine Begleiter sowie weitere Reisende nach Polizeiangaben mit ihm solidarisiert, die Polizisten bedrängt und die Maßnahmen mit ihren Smartphones gefilmt haben.

Aufgrund der aufgeheizten Stimmungslage forderten die Beamten Unterstützung an. Als der 19-Jährige versuchte, einen Beamten körperlich anzugreifen, wurde er gefesselt. Dabei habe ein 18-jähriger Freund des Mannes in den Rücken des 35-jährigen Beamten getreten.

Polizei setzt Pfefferspray am Hauptbahnhof ein

Zwischenzeitlich solidarisierten sich auch unbeteiligte Besucher eines Schnellrestaurants mit dem Aggressor. Die Menge musste durch zahlreiche Einsatzkräfte von Landes- und Bundespolizei zurückgehalten werden. Dabei kam auch Pfefferspray zum Einsatz.

Die Polizei konnte die Lage schließlich beruhigen. Alle Smartphones, mit denen gefilmt worden war, wurden sichergestellt. Ein durchgeführter Atemalkoholtest ergab bei dem 19-Jährigen einen Wert von 0,9 Promille. Den Mann erwartet nun ein Ermittlungsverfahren wegen Beleidigung, Angriffs auf Polizeibeamte, und Widerstands. Gegen seinen 18-jährigen Freund werden Ermittlungen wegen Angriffs auf Polizeibeamte, gefährlicher Körperverletzung und des Versuchs der Gefangenenbefreiung geführt.

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Außerdem wird wegen dem Verdacht der Verletzung der Vertraulichkeit des Wortes aufgrund des Filmens der polizeilichen Maßnahmen ermittelt. Durch den Einsatz von Pfefferspray wurde niemand verletzt. Auch der getretene Beamte konnte seinen Dienst fortsetzen.

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