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Polizei löst Kunst-Event in der Maxvorstadt auf: Das sagt der Veranstalter

Am Rande einer Kunstausstellung in der Maxvorstadt hat es am Samstagabend mehrere Anzeigen wegen Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz gegeben. Unangemeldet sei das Event nicht gewesen, sagt der Veranstalter, der einiges anders sieht als die Polizei.
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Die Kunstveranstaltung in der Maxvorstadt war nicht angemeldet und wurde von der Polizei aufgelöst. (Symbolbild)
Die Kunstveranstaltung in der Maxvorstadt war nicht angemeldet und wurde von der Polizei aufgelöst. (Symbolbild) © imago images/Fotostand

Maxvorstadt - Am Samstagabend hat sich eine große Anzahl von lärmenden Menschen für eine nach Angaben der Polizei unangemeldete Kunstveranstaltung in der Steinheilstraße versammelt. Die Beamten durchsuchten nach einem Hinweis das leerstehende Gebäude.

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Zahlreiche Anzeigen wegen Corona-Verstößen

Wie die Polizei berichtet, war am Samstagabend, gegen 22 Uhr, der Hinweis auf die Veranstaltung eingegangen. Mehrere Streifen  wurden daraufhin in die Steinheilstraße geschickt und die Anwesenden kontrolliert.

Sowohl in dem leerstehenden Gebäude als auch davor hielten sich demnach zahlreiche Personen auf: Insgesamt wurden 13 Leute im Alter von 20 bis 37 Jahren wegen Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz angezeigt.

Veranstalter verwehrt sich gegen Angaben der Polizei

Die Veranstalter - das Streetart-Künstlerkollektiv "Broke Today" - sehen das alles ein bisschen anders. Sie schilderten am Dienstag der AZ ihre Sicht der Dinge. Das Ganze sei "sehr schade", weil man für junge Künstler einen Rahmen für Kultur schaffen wolle. 

"Die Version der Polizei stimmt so nicht ganz: Die Gäste waren ganz legal zu mittels 'Click & Meet' organisierten Terminen in die Ausstellung gekommen und saßen danach zum Teil noch draußen - dafür können wir nichts", sagte ein Sprecher der Künstlergruppe.

Kunstausstellung von Stadt München gefördert

Die Veranstaltung werde von der Stadt München unterstützt, es habe ein Hygienekonzept für das Event in dem leerstehenden Haus gegeben, und es habe immer nur ein Besucher in die Räume gedurft. "Als die Polizei kam, war gerade niemand in den Räumlichkeiten - und dass draußen dann uns fremde Menschen mit Bierflaschen rumstehen, dafür sind wir nicht zuständig."

Konfrontiert mit den Schilderungen des Veranstalter, äußerte sich auch eine Sprecherin der Münchner Polizei. "Wir haben keine anderen Angaben als die der Beamten vor Ort und auf die beziehen wir uns. Insofern kann ich nichts weiter dazu sagen", erklärte sie. 

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