Nikolai Tregor: Versteckte Medea in Bogenhausen

Der Bildhauer Nikolai Tregor wagt sich an eine verhältnismäßig große Skulptur: "Die Medea vom Walchensee" steht in Bogenhausen.
| Daniel von Loeper
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Balance im Wind: Sieben Meter hoch ist die "Medea vom Walchensee", die versteckt in einem Bogenhauser Garten steht und sich im Wind bewegt.
Balance im Wind: Sieben Meter hoch ist die "Medea vom Walchensee", die versteckt in einem Bogenhauser Garten steht und sich im Wind bewegt. © Daniel von Loeper

Bogenhausen - Von der Seite ist sie ein schönes Mädchen und von vorne hat sie etwas Dämonisches." Bildhauer Nikolai Tregor spricht von der sieben Meter großen Eisenfigur mit dem Titel "Die Medea vom Walchensee". Sie steht in einem Garten in Bogenhausen.

Künstlers Nikolai Tregor verrät Standort der Skulptur nicht

Mit der AZ ist der Künstler exklusiv vor Ort, staunend dabei auch die langjährige Freundin Beate Müller. Welcher Garten genau? Das bleibt ein Geheimnis, der Käufer des Kunstwerks möchte nicht genannt werden. Das liegt auch an der Pandemie: In diesen Zeiten sollen nicht die Menschen in Scharen kommen, um zu schauen. Spannend ist die Gegensätzlichkeit zur Skulptur vom Monaco Franze oder auch zu Helmut Dietl und anderen Büsten, die Nikolai Tregor schon angefertigt hat. Tregor arbeitet oft an kleinen Figuren, nun wollte er aber einmal etwas Großes schaffen.

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"Medea vom Walchensee" wiegt sich im Wind

Tatsächlich steht die Medea auf kleinem Fuß: nur 35 Zentimeter breit. "Für diese Arbeit gebe ich mir einen Einser. Denn die macht mir keiner nach", sagt Nikolai Tregor in bester Laune. Sie ist ausgewogen bearbeitet, so dass sie sich ohne Quietschen und ohne Geräusche mit dem Wind von links nach rechts bewegt, und zwar nur so, wie das Metall es zulässt und ohne zu kippen. "Es ist die Frage der Balance", sagt der Künstler.

"Für diese Arbeit gebe ich mir einen Einser", sagt Künstler Nikolai Tregor (hier mit Beate Müller) über seine Skulptur.
"Für diese Arbeit gebe ich mir einen Einser", sagt Künstler Nikolai Tregor (hier mit Beate Müller) über seine Skulptur. © Daniel von Loeper

Auch in diesen Zeiten stellt sich für viele die Frage der Balance. Doch wie geht Nikolai Tregor damit um? "Ich merke Corona fast nicht - außer daran, dass viele mit Maske herumlaufen, und das ist natürlich notwendig. Das Tragische ist allerdings, dass ich nicht viele Freunde zu mir einladen kann. Ich liebe Gesellschaft und Partys." Wann seine Skulptur Helmut Dietl - die derzeit noch am Schwabinger Tor aufgestellt ist - an ihren Platz zu Monaco Franze beim Café an der Münchner Freiheit kommt? "Ich schätze, im Mai ist es soweit", sagt Nikolai Tregor. Wichtig sei ihm allergings, dass dann gefeiert werden kann.

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