Neues Flüchtlingsheim in Trudering: Anwohner sind skeptisch

Bei einem Infoabend kritisieren Anwohner die Regierung von Oberbayern wegen des Ankerzentrums-Dependance.
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Im hinteren Gebäude soll das Ankerzentrum entstehen.
gm Im hinteren Gebäude soll das Ankerzentrum entstehen.

Die Nachbarn sind skeptisch, ob die Ankerzentrums-Dependance Am Moosfeld 37 störungsfrei laufen wird. Wie berichtet, werden dort ab Mitte Mai neu eingereiste Flüchtlinge einziehen.

Die Regierung von Oberbayern hat im ehemaligen Bürogebäude, das bereits als Unterkunft (UK) diente, eine Dependance des Ankerzentrums Manching eingerichtet. Die Bewohner werden nur auf Zeit Am Moosfeld wohnen, für 350 Menschen ist dort Platz.

Flüchtlingsheim: Maximal 300 Bewohner 

"Wir wollen aber höchstens mit 300 belegen", versprach Maria Els den gut 200 Interessierten beim Infoabend am Dienstag. "Es ist keine Neueröffnung, sondern eine Reaktivierung", so die Regierungspräsidentin von Oberbayern. Es werde kleinere Wohneinheiten für alleinreisende Mütter mit Kindern geben, sowie bessere Aufenthaltsmöglichkeiten mit Beschäftigungsangeboten. Die Truderinger hatten viele Fragen: Wer zieht ein? Wie wird betreut? Warum drei Unterkünfte im 600-Meter-Umkreis? Ist Alkohol erlaubt? Vorwiegend Frauen und Familien aus Nigeria, Afghanistan und Pakistan werden laut Els einziehen. Betreuung ist tagsüber vor Ort, der Sicherheitsdienst rund um die Uhr.

Rund 800 Flüchtlinge im Umkreis seien laut Stadtratsbeschluss verträglich, erklärte Rudolf Stummvoll, der Leiter des Amts für Wohnen und Migration. "Als die UK am Moosfeld 21 eröffnet wurde, sagten Sie, weitere gibt es nicht. Wir glauben Ihnen nicht", kritisierten die Bürger.

Erfahrungen, die man mit ehemaligen Bewohnern gemacht hat, die sich stark alkoholisiert im Umfeld der Unterkunft aufhielten, möchten die Nachbarn vermeiden. "Innen herrscht Alkoholverbot", sagte Els. Außerhalb des Zentrums sei man nicht zuständig. Dort wird die Polizei nun erstmal verstärkt Streife fahren. Die Nummer für ein Sorgentelefon will die Regierung auf ihrer Homepage veröffentlichen.


Anmerkung der Redaktion: Da bei der umstrittenen Karikatur-Thematik erfahrungsgemäß nicht mit einer sachlichen Diskussion zu rechnen ist, sehen wir uns leider gezwungen, die Kommentarfunktion für diesen Beitrag zu deaktivieren.

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