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München-Pasing: Friseur sticht aus Eifersucht zu – zwei Menschen verletzt

Seine Freundin hat ihn verlassen, deshalb dreht er durch und verletzt sie und ihren Bekannten.
| Ralph Hub
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Über 20 Streifen der Münchner Polizei waren am Montagabend im Einsatz. (Symbolbild)
Über 20 Streifen der Münchner Polizei waren am Montagabend im Einsatz. (Symbolbild) © imago images/Björn Trotzki

Pasing - Sein unkontrollierter Temperamentsausbruch dürfte den 37 Jahre alten Friseur aus München für einige Jahre hinter Gitter bringen. Die Mordkommission ermittelt gegen ihn wegen eines versuchten Tötungsdeliktes.

Eine 36-Jährige aus Pasing rief am Montagabend kurz vor 19 Uhr den Rettungsdienst. Sie und ein Bekannter seien verletzt, niedergestochen in der Wohnung in der Puccinistraße. Minuten später trafen die ersten Polizeistreifen und ein Notarztteam an dem Mehrfamilienhaus ein.

 

München-Pasing: 29-Jähriger zunächst in Lebensgefahr

Ein 29-Jähriger aus Augsburg, ein Bekannter der Münchnerin, lag mit mehreren Stichwunden am Boden. „Es bestand zunächst akute Lebensgefahr“, sagt Polizeisprecher Sven Müller. Das Opfer hatte schwere Verletzungen am Oberkörper erlitten. Der Notarzt stabilisierte den Patienten, anschließend wurde der 29-Jährige ins Krankenhaus gebracht.

Die Frau hatte ebenfalls Verletzungen. Der Angreifer hatte ihr blutende Wunden im Gesicht zugefügt. Auch sie wurde vom Rettungsteam versorgt und anschließend in eine Klinik gefahren. Lebensgefahr bestand bei ihr nicht.

Der Angreifer war vom Tatort geflohen, noch bevor die ersten Polizeistreifen eintrafen. Nach Angaben der 36-Jährigen handelt es sich um ihren Ex-Freund, von dem sie sich bereits vor einiger Zeit getrennt hatte. Die Tatwaffe, ein Küchenmesser, hatte der 37-Jährige zurückgelassen. Die Polizei startete mit etwa 20 Streifenwagen eine Großfahndung nach dem Friseur aus München. Die Suche verlief zunächst ergebnislos.

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Tatverdächtiger stellt sich bei der Polizei

Ermittler der Mordkommission übernahmen noch am selben Abend den Fall, Experten der Spurensicherung suchten den Tatort ab. Kurz vor 20 Uhr stellte sich der Verdächtige freiwillig. Er kam ohne Anwalt zur Polizeiinspektion PI 43 (Olympiapark) und wurde festgenommen.

Am Dienstag kam der mutmaßliche Täter vor den Ermittlungsrichter. Der erließ gegen ihn Haftbefehl. Der 37-Jährige sitzt inzwischen in einer Zelle der JVA Stadelheim.

Der Mann ist bereits polizeibekannt, allerdings nicht wegen eines so schwerwiegenden Delikts. Bisher war gegen ihn nur wegen Sachbeschädigung und Körperverletzung ermittelt worden.  

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