Miese Masche: Münchnerin (80) wird Opfer von falschen Gerichtsmitarbeitern

Eine Münchnerin wird Opfer von Trickbetrügern. Die Täter geben vor, dass die Tochter der Rentnerin vor Gericht festgehalten wird. Die Seniorin zahlt.
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Eine Münchnerin (80) wird Opfer einer Betrugsmasche am Telefon. (Symbolbild)
Sebastian Gollnow/dpa Eine Münchnerin (80) wird Opfer einer Betrugsmasche am Telefon. (Symbolbild)

Ramersdorf - Eine 80-jährige Münchnerin ist am vergangenen Freitag Opfer einer Abwandlung des Enkeltricks geworden. Am frühen Nachmittag ging bei der Rentnerin ein merkwürdiger Anruf auf ihrem Festnetz ein, wie die Polizei München berichtet.

Ein unbekannter Anrufer gab sich als Mitarbeiter des Amtsgerichts aus und behauptete, dass die Tochter der Münchnerin einen Unfall gehabt hätte. Nun werde sie bei Gericht festgehalten und könne nur gegen eine Zahlung in Höhe von 40.000 Euro wieder freigelassen werden. Die Seniorin glaubte die Lüge.

Münchnerin übergibt Täter Zehntausende Euro

Sie sammelte ihre Ersparnisse zusammen, insgesamt mehrere Zehntausend Euro, und packte das Geld in eine Papiertüte. Gegen 14.30 Uhr übergab sie dann die Tüte einem am Telefon angekündigten Abholer. Nach der Übergabe verschwand dieser über die Rosenheimer Straße in unbekannte Richtung.

Erst später am Freitag kontaktierte die Seniorin ihre Tochter. Der Betrug fiel auf. Die 80-Jährige schaltete dann die Münchner Polizei ein. Die Ermittlungen hat das Kriminalfachdezernat 3, AG Phänomene, übernommen.


Täterbeschreibung: Der Abholer nannte sich Wagner, war ca. 30-40 Jahre alt, auffallend klein (ca. 150-155 cm), dicklich, trug helle Oberbekleidung und ein beiges Baseball-Cap sowie einen Mund-Nasen-Schutz.

Zeugenaufruf: Personen, die sachdienliche Hinweise zu dem Trickbetrug im Bereich Rosenheimer Straße/Anzinger Straße/St.-Martin-Straße in Ramersdorf geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kriminalfachdezernat 3 (AG Phänomene), Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.


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