Hauptbahnhof München: Eltern ließen ihre Kinder drei Stunden lang warten

Ludwigsvorstadt - Weil zwei kleine Mädchen längere Zeit alleine an einem Bahnsteig am Starnberger Flügelbahnhof warteten, wurde ein Bahn-Mitarbeiter stutzig. Die beiden Kinder - acht und neun Jahre alt - erzählten, dass ihre Eltern zum einkaufen gegangen waren und sie warten sollten.
Trotz Durchsagen im gesamten Bahnhof meldete sich das Ehepaar nicht. Nach einer Stunde informierten die Mitarbeiter der Bahn die Bundespolizei. Auch die Beamten warteten noch einige Zeit mit den Mädchen am Bahnsteig, bevor sie sie auf die Wache brachten.
Erst nach drei Stunden wurden die suchenden Eltern gefunden
Weder am Bahnhof noch in der Asylunterkunft in Bad Tölz, in der die Familie gemeldet ist, konnte man die die 25 und 22 Jahre alten Eltern finden. Erst rund drei Stunden nach dem Auffinden der Kinder erkannte eine Streife im Hauptbahnhof die suchenden Eltern. Beide stammten ursprünglich aus Afghanistan und waren nach längerem Aufenthalt in Baden-Württemberg unterwegs zum neuen Familienwohnort in Oberbayern.
Dem jungen Elternpaar war nach Angaben der Polizei nicht bewusst, dass sie die Kinder durch ihr Vorgehen in Gefahr gebracht hatten - eine längere Belehrung durch die Beamten folgte.
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