Hadern-Leiche: War es ein Unfall?

Die Frau († 45), die in Hadern in der Kompostieranlage ertrunken ist, litt unter Schizophrenie. Die Polizei glaubt nicht an ein Verbrechen.
| Nina Job
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Am 3. Januar wurde die Leiche in der Kompostieranlage gefunden.
dpa 6 Am 3. Januar wurde die Leiche in der Kompostieranlage gefunden.
Mit einem Schlauchboot wurde die tote Frau aus dem Absinkbecken geborgen.
dpa 6 Mit einem Schlauchboot wurde die tote Frau aus dem Absinkbecken geborgen.
Diese Schuhe und diese Uhr trug sie.
dpa 6 Diese Schuhe und diese Uhr trug sie.
Die Polizei nahm nach der Obduktion zunächst an, das Opfer sei etwa 20 Jahre alt.
dpa 6 Die Polizei nahm nach der Obduktion zunächst an, das Opfer sei etwa 20 Jahre alt.
Tatsächlich war das Opfer bereits 45 Jahre alt.
Sigi Müller / Polizei / az 6 Tatsächlich war das Opfer bereits 45 Jahre alt.
Die Ermittler gehen von einem Unfall aus.
dpa 6 Die Ermittler gehen von einem Unfall aus.

Die Frau († 45), die in Hadern (München) in der Kompostieranlage ertrunken ist, litt unter Schizophrenie. Die Polizei glaubt nicht an ein Verbrechen.

Hadern (München) - Die Identität der Toten aus der Kompostieranlage in Hadern.

Seit einem DNA-Abgleich hat die Mutter aus Neuried traurige Gewissheit: Die Tote aus dem Absenkbecken ist ihre Tochter.

Die 45-Jährige kam wahrscheinlich durch einen tragischen Unfall ums Leben. Nach AZ-Informationen litt die 45-Jährige unter Schizophrenie, einer psychischen Störung, bei der die Gedanken und Wahrnehmungen stark verändert sind.

Die Frau, die ganz in der Nähe in Neuried wohnte, soll sich häufiger auf dem abgelegenen Gelände aufgehalten haben. Tagsüber ist es dort zeitweise auch einsam, das Tor steht offen. Der Zutritt ist für Unbefugte verboten, jedoch leicht möglich.

Die Kripo geht derzeit davon aus, dass die kranke Frau unbeabsichtigt in das 3,30 Meter tiefe Betonbecken stürzte, in dem Bio-Abfälle schwappten. Darin ertrank die Frau.

Aus eigener Kraft hätte sie sich nicht 80 Zentimeter hoch zum Beckenrand ziehen können.

Die Mordkommission hatte deutschlandweit nach einer Frau gesucht, auf die die Beschreibung der Toten passte. Letztlich kam sie ganz aus der Nähe. Ihre gut erhaltenen, schönen Zähne hatten die Ermittler auf eine falsche Fährte geführt – und die Suche auf deutlich Jüngere eingegrenzt.

 

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