Gedenken an Kurt Eisner

Mit einer politischen Kunstaktion gedenkt der Verein "Das andere Bayern" dem ersten Ministerpräsidenten des Freistaates Bayern, Kurt Eisner.
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Der Verein setzt sich nach eigenen Angaben für die demokratische Kultur im Freistaat ein.
Wolfram P. Kastner 4 Der Verein setzt sich nach eigenen Angaben für die demokratische Kultur im Freistaat ein.
Ein Gemälde von Kurt Eisner wurde in den Landtag getragen.
Wolfram P. Kastner 4 Ein Gemälde von Kurt Eisner wurde in den Landtag getragen.
Der erste Ministerpräsident des Freistaates wurde 1919 in München ermordet.
Verein "Das andere Bayern" 4 Der erste Ministerpräsident des Freistaates wurde 1919 in München ermordet.
So sieht das Portrait von Eisner in der Bearbeitung von Wolfram P. Kastner aus.
Kastner 4 So sieht das Portrait von Eisner in der Bearbeitung von Wolfram P. Kastner aus.

Altstadt - Der Verein „Das andere Bayern. Verein für demokratische Kultur im Freistaat" hat am Freitagvormittag (21. Februar) mit einer Kunstaktion an Kurt Eisner, den ersten Ministerpräsidenten des Freistaats Bayern erinnert, der vor genau 95 Jahren von einem rechtsextremistischen Attentäter ermordet wurde.

Die Aktion stand unter dem Motto  „Kurt Eisner - ein Bild für den Landtag“. 

Am 21. Februar 1919 wurde Kurt Eisner in der heutigen Kardinal-Faulhaber-Straße nahe des Promenadeplatzes von Anton Graf von Arco auf Valley, einem Studenten aus dem Umfeld der deutsch-völkischen und antisemitischen Thule-Gesellschaft, ermordet.

Um 11 Uhr - zur Tatzeit des Mordes - legten die Vereinsmitglieder, wie etwa der Vereinsvorsitzende Fritz Lesch und der Künstler Wolfram P. Kastner einen Kranz nieder, um Eisner zu gedenken.

Kurt Eisner setzte sich vor allem für Völkerverständigung, Bildung und den Dialog von Politik und Kunst ein. Der Verein moniert: "Bedauerlicherweise wurde weder von der Staatskanzlei noch vom Landtag des Freistaats Bayern dessen Gründer in irgendeiner Form geehrt."

Etwa 20 Vereinsmitglieder trugen dann ein Porträtbild von Eisner, das Wolfram P. Kastner gestaltet hat, in den Landtag.

"Dort hängen zwar einige opulente Bilder, aber bis heute kein Porträt des Begründers des Freistaats. Scheinbar ist man bis heute nicht stolz auf die unblutige Revolution in Bayern, die am 7. November 1918 (zwei Tage vor Berlin) stattfand, die militaristische Adelsdiktatur beendete und das Volk zum Souverän erklärte", sagt Wolfram Kastner. "Dabei könnte das doch ein Feiertag und ein Volksfest werden."

Das Bild nahme die Landtagsfraktion der SPD entgegen, und will es, so Kastner, in ihren Räumen an einem würdigen Ort anbringen.

Der Verein regt außerdem an die Kardinal-Faulhaber-Straße in Kurt-Eisner-Straße umzubenennen. 

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