Gedenken an den 75. Jahrestag der Pogromnacht

Am 9. November gedenkt München der jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger, die in der Pogromnacht und in den folgenden Jahren entrechtet, deportiert und ermordet wurden.
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Der Stolperstein für die Münchnerin Sofie Gutmann wurde auf privatem Grund verlegt.
ho Der Stolperstein für die Münchnerin Sofie Gutmann wurde auf privatem Grund verlegt.

Altstadt - Die Novemberpogrome gelten als Auftakt zum Holocaust. Alle Münchnerinnen und Münchner sind eingeladen, an den Gedenkveranstaltungen teilzunehmen und ein Zeichen gegen das Vergessen und für eine lebendige Erinnerungskultur zu setzen. Im Saal des Alten Rathauses findet ab 19 Uhr (Einlass ab 18 Uhr) eine Gedenkstunde mit Oberbürgermeister Christian Ude, der Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern Dr. h.c. Charlotte Knobloch, dem Bayerischen Staatsminister Dr. Ludwig Spaenle, dem Erzbischof von München und Freising Reinhard Kardinal Marx, der Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler und dem Polizeipräsidenten Hubertus Andrä statt.

Die Gedenkrede hält Dr. Winfried Nerdinger, Gründungsdirektor des NSDokumentationszentrums München. Wegen der Platzbegrenzung ist eine Voranmeldung unter november (at) ikg-m.de erforderlich. Der Eintritt ist frei.

Im Anschluss beginnt ab 21.30 Uhr am Gedenkstein der ehemaligen Hauptsynagoge an der Herzog-Max-Straße die traditionelle Namenslesung. Anlässlich des 75. Jahrestags wird die Lesung in diesem Jahr in ganz besonderer Weise gestaltet. Sie erstreckt sich analog zu den damaligen Ereignissen durch die ganze Nacht bis in die Morgenstunden.

Die Mitwirkenden, darunter engagierte Münchnerinnen und Münchner sowie viele bekannte Persönlichkeiten, lesen die Namen der 4.587 Münchner Männer, Frauen und Kinder, die wegen ihrer jüdischen Herkunft mit tödlicher Konsequenz verfolgt wurden. Sie geben den Opfern ihre Namen, ihre Geschichte und ihren Platz in unserer Erinnerung zurück. Zur Einleitung spricht der Historiker Dr. Andreas Heusler vom Stadtarchiv München.

Als Zwischentexte werden Auszüge aus den Polizeiprotokollen sowie Zeitungsmeldungen vom 10. November 1938 vorgetragen. Während der nächtlichen Lesung ist am Gedenkstein für Sitzmöglichkeiten und Witterungsschutz gesorgt. Das Programm zum Gedenken an die Novemberpogrome setzt sich im Laufe des Monats fort und ist unter www.ikg-m.de abrufbar.

 

 

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