Fußballspielen erlaubt: "Bravo für die Stadt"

In der Debatte um ein mögliches Fußballverbot hat sich die Stadt gegen ein Verbot ausgesprochen. Jetzt äußert sich der Kinderschutzbund.
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Deshalb wird der Platz für Menschenrechte nun doch nicht - wie vom Bezirksausschuss gefordert - zur ballspielfreien Zone.
Daniel von Loeper Deshalb wird der Platz für Menschenrechte nun doch nicht - wie vom Bezirksausschuss gefordert - zur ballspielfreien Zone.

In der Debatte um ein mögliches Fußballverbot am Platz für Menschenrechte hat sich die Stadt gegen ein Verbot ausgesprochen. Jetzt äußert sich der Kinderschutzbund.

Riem - Anwohner und Passanten fühlen sich durch wild kickende Jugendliche am Platz für Menschenrechte gestört. Der Bezirksausschuss hat auf die Beschwerden reagiert und kürzlich ein generelles Ballspielverbot auf dem Platz gefordert.

In dem Konflikt hat die Stadt wie berichtet ein Machtwort gesprochen: Das Baureferat teilt mit, der Platz der Menschenrechte sei laut Wegegesetz ein „beschränkt-öffentlicher Weg-Fußgängerbereich“. Bürger hätten das Recht, diese öffentliche Verkehrsfläche zu nutzen.

Jetzt äußert sich die Vorsitzende des Münchner Kinderschutzbundes, Heidrun Kaspar, zu dem Konflikt. Sie teilt mit: 

Die Stadtverwaltung München, hier das Baureferat,  ist haargenau auf dem richtigen Weg, wenn sie anordnet und begründet, dass auf dem Platz für Menschenrechte auch Ball gespielt werden darf. Der Kinderschutzbund München unterstützt diese Maßnahme ausdrücklich!

Erst Anfang dieses Jahres haben wir mit einer Umfrage bei Schülern und Schülerinnen gefragt, wie sie sich eine kinderfreundliche Stadt vorstellen. Die meist gestellte Forderung war die nach Spiel- und Freiflächen, was gerade bei Stadtkindern eine verständliche ist.

Der Kinderschutzbund bittet alle Erwachsenen, die sich durch das Spielen der Kinder gestört fühlen,  sich zurück zu erinnern. Dort wo sie als Kinder spielen und toben konnten, fahren jetzt Autos und stehen Wohnblocks. Die die dort einst spielten, wohnen dort und fahren mit dem Auto am liebsten bis vor die Haustüre.

Wir, „die Kinder von damals“,  sollten tolerant sein und den „Kindern von heute“ die wenigen Freiflächen, die es noch gibt, unbedingt lassen.

Hier haben AZ-Leser über das geforderte Ballspielverbot schon diskutiert.

Was ist Ihre Meinung? Ballspielverbot in der Stadt ja oder nein? Debattieren Sie mit über die Kommentarfunktion.

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